Vergleiche zwischen Jesus Christus und dem Papst hinken

Jesus Christus hat sich für die Menschen aufgeopfert. Stellt euch mal vor der hätte gesagt "Nee, lass das mal mit der Kreuzigung, ich trete zurück und es kommt ein Jesus 2.0, kreuzigt doch den!" Die Leiden Jesu sind doch sinnbildlich für das gesamte Christentum und da frage ich mich doch  ob es legitim ist, dass er von seinem Amt als "Stellvertreter Jesu Christi" zurücktritt? Ja, es ist legitim, denn der Papst ist auch nur ein Mensch und genau das hat Herr Ratzinger bewiesen. Jesus trug sein eigenes Kreuz auf dem Rücken und fuhr nicht im gepanzerten Mercedes durch die Gegend. Die "gekrönten" Päpste empfangen die Tiara mit folgenden Worten: "Empfange die dreifache Krone und vergiss nie, dass Du Vater der Fürsten und Könige bist, das Haupt der Welt und der Statthalter Jesu Christi." Jesus trug einfachstes Gewand und keinen Prunk, seine Krone war aus Dornen. Außerdem ist es doch anstößig, wenn der Stellvertreter ein besseres Auto fährt als der Chef.

Wie werde ich Papst?

1. Schritt: Sie müssen männlich sein und sich katholisch taufen lassen.

2. Schritt: Sie müssen Priester werden und ein Theologiestudium absolvieren. Sind Sie Hauptschüler, dann ist nichts mit Papstsein.

3. Schritt: Sie dürfen kein Interesse an Frauen haben und müssen das Zölibat ablegen und der Kirche versprechen niemals zu heiraten. Wer heiratet, bekommt in der Regel Kinder. Aus Kindern werden irgendwann einmal Erben, und wenn die Kinder erben, geht die Kirche leer aus.

4. Schritt: Nach einigen Jahren als Priester wird es Zeit die Karriereleiter ein Stück aufzusteigen und sich zum Bischof wählen lassen. Heiraten darf man zwar auch als Bischof nicht, doch die Bezahlung ist besser.

5. Schritt: Um Kardinal zu werden, dauert es schon einige Jährchen oder gar Jahrzehnte. Am besten beschleunigt man das, indem man irgendwelche Wunder vollbringt oder sich bei anderen Kardinälen einschmeichelt, es ist so wie in jedem anderen Job auch.

6. Schritt: Hat man es zum Kardinal geschafft, so ist der Schritt zum Papst nicht mehr weit. Man muß jetzt nur warten dass der amtierende Papst stirbt, zurücktritt oder bei einem Diebstahl erwischt wird dann hat man in etwa eine Chance von 1:118 neuer Papst zu werden.

PS: Wenn Sie negroider Christ sind, dann sinken die Chancen Papst zu werden natürlich drastisch. Schuld daran ist eine angebliche Nostradamus-Prophezeiung die besagt dass die Welt untergeht wenn ein schwarzer Papst gewählt wird. In Polen haben die Menschen beispielsweise eine Heidenangst vor einem schwarzen Heiligen Vater und das Konklave wird sich sicherlich nicht den Unmut von 40 Millionen polnischen Katholiken zuziehen wollen und einem Schwarzen die Krone aufsetzen. 

Ein Papst geht, ein neuer kommt

Die Katholische Kirche ist die reichste Institution der Welt. Mit Sicherheit geht von der Kirche auch sehr viel Gutes aus und das will ich nicht bestreiten. Ich finde jedoch, dass man "Glauben" und "Kirche" strikt trennen sollte. Der Papst ist niemandem sein Stellvertreter und als kinderloser Mensch erst recht niemandem sein Vater, sondern schlichtweg das Oberhaupt einer Institution. Das momentane Oberhaupt ist krank, tritt zurück und das Konklave wählt eben einen neuen Boss, dem sie die Papstkrone aufsetzen können. Eben noch ein Erzbischof und nun auf unserer Showbühne! Kurz vor Ostern präsentiert uns der Vatikan einen neuen "Heiligen Vater", vor dem sich die Menschen dann verneigen können. Der Mercedes muss deswegen übrigens nicht extra umgemeldet werden, das ist ein Firmenwagen der gehört nämlich der Kirche. 

Der Papst als Arbeitstier

Normale Menschen haben einen Job und rackern sich vielleicht noch mit einem Mini-Job ab um über die Runden zu kommen. Das ist gar nichts gegen den Papst, der hat laut dem AnnuarioPontificio gleich 8 Jobs auf einmal! Er ist zunächst einmal der Bischof von Rom, dazu arbeitet er nebenher noch als Stellvertreter Gottes auf Erden. Petrus hat schon vor Jahrtausenden das Zeitliche gesegnet aber einen Haufen Arbeit hinterlassen, also ist der Papst auch designierter Nachfolger des Apostelfürsten. Er ist auch noch oberster Priester der Weltkirche und der Primas der Italiener. Zudem ist er noch Metropolitanbischof und Erzbischof und Metropolit der Kirchenprovinz Rom. Puh... ganz schön anstrengend... doch einen haben wir noch:Der Papst ist schlussendlich auch noch der Diener Gottes. Der Papst bekommt für seinen Job übrigens kein Gehalt, dafür jedoch vom Vatikan alles bezahlt, was er so zum Leben braucht. So ein guter Job ist das Co-Management auf der Erde also gar nicht. Schon verrückt, oder?

Medo, am 17.02.2013
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Bildquelle:
http://www.amazon.de/gp/product/3451284847/ref=olp_produc... (Buchtipp: Walter Fürst/Jürgen Werbick (Hg.), Katholische Glaubensfibel)

Autor seit 4 Jahren
28 Seiten
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