Der Mordprozess - Angeklagte sind die Akteure der Finanzindustrie und Notenbanker!

In Form eines "Mordprozesses" mit dem Ankläger Marktwirtschaft bzw. Realwirtschaft werden die Akteure der Finanzindustrie und Notenbänker, die sehr eng mit den massgeblich die Wirtschafts- und Finanzpolitik bestimmenden Politikern verflochten sind und extreme Abhängigkeiten geschaffen haben, unter Mordanklage gestellt.

Sie werden des (sukzessiven) vorsätzlichen Mordes an der Marktwirtschaft und damit der Realwirtschaft angeklagt und zwar aus niederen Beweggründen - GIER und AUSBEUTUNG. Wie in einem rechtsstaatlichen Verfahren üblich, dürfen sich die Angeklagten Akteure der Finanzindustrie und der Notenbanken selbstverständlich verteidigen.

Die Staatsanwaltschaft ihrerseits wird ihre Anklage mit offiziellen Makrodaten insbesondere des Federal Reserve Systems der USA wirtschaftswissenschaftlich fundiert untermauern. Die JURY in diesem Mordprozess soll die geneigte Leserin / der geneigte Leser sein. Sie / Er soll unter Berücksichtigung und Abwägung sämtlicher Beweise ihr/ (s)ein gerechtes Urteil über die Akteure der Finanzindustrie, Notenbanken und Politik fällen.

Ein Hauch von Verschwörungstheorie...

Eine seit Wochen im Umlauf befindliche Verschwörungstheorie macht Microsoft-Mitbegründer Bill Gates und dessen (angeblich) enge Verzahnung mit der Weltgesundheitsorganisation WHO, die übrigens massiv von Donald Trump beschossen wurde, für das Ausbrechen des COVID-19-Virus verantwortlich. Wer an solchen Unsinn glauben mag, soll das tun... dafür ist Bill Gates mit seinen ca. 115 Mrd. USD Vermögen - wäre in einer tatsächlich funktionierenden Marktwirtschaft nahezu unmöglich - ein zu kleiner Fisch!

Fakt ist, dass es bis heute keine eineindeutige Ursache bzw. keinen eineindeutigen Herkunftsnachweis für dieses Virus gibt. Es wird vermutet - siehe SARS-CoV-2 bei Wikipedia -, dass das Virus zwischen dem 06. Oktober und dem 11. Dezember 2019 auf den Menschen übergesprungen sein soll...?!

Und verantwortlich für den Mord an der Marktwirtschaft und damit Realwirtschaft sind definitiv nicht die Milliarden von "normalen" Arbeitnehmern, Kleinunternehmern bzw. Selbständigen, die in der Realwirtschaft echte Werte in Form von Gütern und Dienstleistungen schaffen. Selbst der Amazon-Gründer Jeff Bezos ist dafür nicht verantwortlich zu machen, obwohl sein Unternehmen in einer funktionierenden Marktwirtschaft niemals so groß geworden wäre.

Die seitens der Staatsanwaltschaft - Marktwirtschaft / Realwirtschaft - vorgelegte wirtschafts-wissenschaftlich fundierte Beweislast für den endgültigen Mord an der Weltwirtschaft im Jahre 2019 durch die Akteure der Finanzindustrie und durch die Geldpolitik der Notenbanken wird sich - und dies sei an dieser Stelle schon vorweggenommen - als so erdrückend erweisen, dass sie Raum für den Hauch einer Verschwörungstheorie lässt...

Soll der Ausbruch des Covid-19-Virus wie ein Leichentuch die Leiche Weltwirtschaft überdecken?

Kommt dieses Virus nicht gerade rechtzeitig für die sog. politischen und wirtschaft-lichen Eliten, um von den eigentlichen ökonomischen und geldpolitischen Ursachen für den Tod der Weltwirtschaft abzulenken?!

Kommt dieses Virus nicht gerade rechtzeitig, um den Niedergang des derzeitigen Wirtschaftssystems und damit der Weltwirtschaft mit nahezu "unendlich" ausgestatteten Ausgabenprogrammen zu überdecken in der Hoffnung, dass sich in naher Zukunft dieses kaputte Wirtschaftssystem wieder erholt, ohne dass sämtliche Schulden und damit gleichzeitig Vermögen vernichtet werden müssen?!

Wie das die politischen und wirtschaftlichen "Eliten" ohnehin hinkriegen wollen, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier...

In Deutschland galt noch bis Mitte März 2020 das damals schon falsche Diktum der "Schwarzen Null"... mit dem Corona-Virus wurde es einfach beiseite gewischt...plötzlich spielten und spielen Schulden keine Rolle mehr!

Die Jury - die geneigte Leserin / der geneigte Leser - soll sich am Ende dieses langen Artikels selbst eine Meinung sowie ein Urteil bilden, ob an diesem Hauch einer "Verschwörungstheorie" etwas dran ist oder nicht?!

Mit 4,266 Billionen US-Dollar flutete die US-Notenbank den REPO-Markt in 2019!

Bevor es mit dem eigentlichen Mordprozess bzw. der Verhandlung losgeht, werden alle Beteilligten auf aktuellen Stand der ökonomischen Sachlage gebracht und die Anklage selbst vorgebracht.

Dazu wird erklärt, was der REPO-Markt ist, wie er prinzipiell funktioniert, welche Markteilnehmer / Akteure sich dort tummeln und wie sie ihre Geschäfte abwickeln. Dies ist für das Verständnis der vorgelegten Beweise unabdingbar.

In der Nacht vom 16. auf den 17. September 2019 schoss scheinbar wie aus dem Nichts der Zins für die kurzfristige Aufnahme von "wertpapierbesicherten" Krediten am Geldmarkt - die Secured Overnigt Financing Rate - auf 5,25 Prozentpunkte!!! Der eigentliche Repo-Zins sprang sogar auf bis zu 10 Prozent hoch!!!

Ein hoher Zinssatz ist in der Ökonomie ein Signal für Stress aufgrund eines gestiegen Risikos. Er ist im Normalfall der Preis, der das Ausfallrisiko eines Geldgeschäftes anzeigt. Je höher der Zinssatz, umso schlechter die Bonität und umso höher das Risiko für den Kreditgeber.

Secured Overnight Financing Rate vs. Effective Federal Funds Rate

Das Hochschießen des Repo-Zinses von 2 Prozent auf 5,25 Prozent und damit weit über das von der FED vorgegebene Zielband der Effective Fed Funds Rate von 2,00 bis 2,25 Prozent hinaus, rief SOFORT die US-Notenbank FED auf den Plan.

Am 17.09.2019 stellte die New York FED bereits 53,15 Mrd. US-Dollar dem REPO-Markt zur Verfügung. Am 18.09., 19.09. und 20.09.2019 waren es dann jeweils 75 Mrd. US-Dollar und am 23.09.2019 nochmals 65, 75 Mrd. US-Dollar.

Innerhalb von 5 Bankarbeitstagen wurde der REPO-Markt mit insgesamt 344 Mrd. US-Dollar beglückt! Nur um dafür zu sorgen, dass sich der Repo-Zinssatz wieder unter die Obergrenze des Zielbandes der Effective Federal Funds Rate bewegte und um den Finanzmarktakteuren genügend Liquidität zur Verfügung zu stellen, weil sonst definitiv der Totalzusammenbruch des Finanzsystems passiert wäre.

Rund um die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers griff die FED gerade einmal mit 280 Mrd. US-Dollar am Markt für Rückkaufvereinabrungen ein.

Auch der Aktienmarkt reagierte quasi sofort auf den ZINSSTRESS am REPO-Markt!

So erreichte der DOW JONES 30 INDUSTRIAL (kurz Dow Jones) - nach wie vor der weltweite Leitindex - nach einer gut 1.500 Punkte Rally seit dem 15. August 2019 von 25.339,60 Punkten auf 27.306,73 Punkte einen vorläufigen Höhepunkt am 12.09.2019 kurz vor dem CRASH am REPO-Markt. Im Zuge der Turbulenzen auf dem Geldmarkt sackte der Dow Jones bis zum 03.10.2019 auf 25.743,46 Punkte im Tagestief ab. Am 04.10.2019 schloss der DOW Jones bei 26.573,72 Punkte, also gut 830 Punkte höher, weil das Federal Reserve System in ihrem Statement der Finanzwelt gigantische Liquidität in Aussicht stellte. Dort heisst es:

"In accordance with the most recent Federal Open Market Committee (FOMC) directive, the Open Market Trading Desk (the Desk) at the Federal Reserve Bank of New York will conduct a series of overnight and term repurchase agreement (repo) operations to help maintain the federal funds rate within the target range. Effective the week of October 7, the Desk will offer term repos through the end of October as indicated in the schedule below. The Desk will continue to offer daily overnight repos for an aggregate amount of at least $75 billion each through Monday, November 4, 2019. Securities eligible as collateral include Treasury, agency debt, and agency mortgage-backed securities."

Tatsächlich pumpte die New York Fed vom 07.10. bis zum 04.11.2019 1,467 Billionen US-Dollar in den REPO-Markt.

Nachfolgende Grafik zeigt zusammengefasst die Flutung des Repomarktes mit Liquidität durch die für diesen Markt Verantwortliche New York Fed:

vom 17. September 2019 bis zum 31.12.2019 butterte die New York Fed

4,266 Billionen USD!!!

an Liquidität in den Interbankenmarkt.

Overnight Repurchase Agreements - Insgesamt gekaufte Wertpapiere

Um die Dimensionen dieser Liquiditätsflutung noch einmal zu erfassen...

Am Ende des 4. Quartals 2019 betrug das Real Gross Domestic Product der USA 19,253959 Billionen US-Dollar auf Basis verketteter Preise von 2012. Demach pumpte die FED 22,15 Prozent der realen Wirtschaftsleistung innerhalb von 3,5 Monaten bzw. 18 Prozent der nominalen, d.h. nicht inflationsbereinigten Wirtschaftsleistung in diesen wichtigen Teil des Geldmarktes.

Ohne genügend Liquidität über mehrere Tage oder gar Wochen am REPO-Markt hätten Banken und Hedgefonds all ihre Assets liquidieren müssen, um genügend Liquidität vorhalten zu können. Sie hätten Aktien, Anleihen und sonstige Wertpapiere in kürzester Zeit liquidieren müssen...

Während der gesamten Banken- und Finanzkrise 2007/2008 mit dem Höhepunkt der Lehman Brothers Insolvenz am 15. September 2008 versorgte die FED den Repo Markt "nur" mit 2,94 Billionen US-Dollar Liquidität, wenn der Beginn auf den 01.01.2007 gelegt wird.

Rund um die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers am 15.09.2008 versorgte das Federal Reserve System den REPO-Markt gerade einmal mit 280 Mrd. US-Dollar Liquidität. Das ist wirklich ein Klecks gegenüber 4,266 Billionen USD in 3 1/2 Monaten.

Seinerzeit - vor dem Auflegen des Quantitive Easing-Programms - notwendige Liquidität, damit das Banken- und Finanzsystem nicht zusammenbrach und sich die Banken weiter und wieder untereinander Geld leihen konnten. 

Aus den auf der Homepage der Federal Reserve St. Louis einsehbaren Grafiken geht hervor, dass die letzte Liquiditäts-Maßnahme der FED nach der Banken- und Finanzkrise 2007/2008 am Repo-Markt am 08. Oktober 2008 war.

Die Wichtigkeit eines funktionierenden REPO-Marktes für die Liquiditätsversorgung der Banken und sonstigen Akteure der Finanzindustrie zeigte sich gerade im Insolvenz-Fall der US-Bank Lehman Brothers. Sie bekam nämlich keine Liquidität mehr über den REPO-Markt zur Verfügung gestellt, was ihr Ende mit sämtlichen Konsequenzen für die Banken- und Finanzwelt bedeutete.

Bis zum ersten Lockdown weitere 2,856 Billionen US-Dollar für den REPO-Markt

Aber die Versorgung des Geldmarktes mit Liquidität durch das Federal Reserve System endete nicht am 31.12.2019. Bis zum ersten Lockdown in Europa - "hervorgerufen" durch die stark ansteigenden Coronavirus bedingten Infektionszahlen - am 16. März 2020 pumpte die New York FED weitere 2,856 Billionen US-Dollar in den REPO-Markt. Insgesamt wurden damit bis zum ersten Lockdown in Europa und kurze Zeit später in den USA 7,122 Billionen US-Dollar an Liquidität dem Interbankenmarkt zur Verfügung gestellt. Das entspricht 30 Prozent der realen Wirtschaftsleistung am Ende des Jahres 2019!!! Und weder der Welthandel noch die Weltwirtschaft waren bis zu diesem Zeitpunkt vom Coronavirus stark beeinträchtigt!

Was wäre eigentlich passiert, wenn das Federal Reserve System im September 2019 nicht begonnen hätte, Milliarden USD über den Ankauf von Wertpapieren in den Markt für Repurchase Agreements bzw. Repurchase Operationen kurz REPO-Markt zu pumpen? Wäre ohne diese gigantischen Liquiditätsspritzen nicht das ganze Finanzsystem und damit letztlich auch die Weltwirtschaft zusammengebrochen?

Auf einem funktionierenden Markt für Rückkaufvereinbarungen - Repurchase Agreements oder Repurchase Operations kurz Repo - treffen Anbieter und Nachfrager eine verbindliche Vereinbarung über ein zeitlich befristetes Geldgeschäft auf Basis einer verbrieften Sicherheit in Form eines Wertpapieres oder mehrerer Wertpapiere.

Eine Bank oder ein Hedgefonds etc. benötigt kurzfristig - meist nur über Nacht (Overnight), oft mehrere Tag und seltener bis zu einem Jahr - Liquidität in Form von Sichteinlagen und fragt diese auf dem REPO-Markt bei Kreditgebern nach.

Die Anbieter bzw. Kreditgeber - große Geldmarktfonds, andere Banken und Vermögensverwalter - bieten ihren Liquiditätsüberschuss auf dem REPO-Markt gegen Erhalt einer Sicherheit - verbriefte Wertpapiere - und selbstverständlich Zinsen an.

Sie fungieren damit als Buyer von "Wertpapieren" wie US-Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Aktien, verbrieften Kreditkarten-, Auto- und Studienkrediten etc.

Ein Geldgeschäft in Form eines Repurchase Agreements setzt damit als notwendige und hinreichende Bedingung eine verbrieftes Wertpapier als hinterlegbare Sicherheit voraus. Ohne Sicherheit läuft kein Geschäft. Es handelt sich dabei um ein echtes Pensionsgeschäft, denn der Kreditgeber erhält für die Dauer des Kredits sämtliche mit der Sicherheit verbundenen Rechte.

 

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