Besprechung der Projektleitung - ob sie es mit Riseman so gut meinen? (Bild: YouTube)

Welche Aufgaben Major Riseman (Lee Marvin) auch immer in der Armee hatte, diesmal bekommt er es mit 12 "Jüngern" zu tun. Er wird mit einem Projekt betraut, die seinen Akt verbessern könnte. Er wird der Lehrherr von "zu Tode Verurteilten" und soll diese so weit ausbilden, um sie hinter die feindlichen Linien bringen bringen zu können. Noch ist er nicht sicher, denn es gibt aus seiner Sicht keinen Anreiz für die Jungs, diese Disziplin zu lernen, sich formen zu lassen und in die Schlacht zu stürzen, schließlich sind sie schon lang inhaftiert und haben sich mehr mit dem nahen Tod oder ihrem nahezu "ewigem" Schicksal des Arbeitslagers abgefunden. 

Man ist skeptisch, überzeugt aber Major General Worden davon, dass er die Männer für ihre brave Kooperation belohnen könnte (sprich, dafür, dass sie Riseman nicht meucheln). Noch ist aber der Weg weit, denn "tote Männer 'drillen" nicht'. Nach ersten Schritten des Gewalt vollen Kräftemessen durch Riseman und Einzelgesprächen, werden sie in eine Außenstelle verlegt, wo sie sich zunächst hölzerne Unterkünfte bauen und ihr Training absolvieren. Sie sind überraschend schnell in Form, was vielleicht auch von den "Trainingsmethoden" des Majors geschuldet ist. 

 

Als einer der Männer zu türmen versucht, holen ihn zwei andere Häftlinge zurück. Er ist nicht überzeugt, denn schließlich stirbt er so oder so - also in der Todeszelle oder im Einsatz in Deutschland. Sie "überzeugen ihn". Immer wieder kommt es zu Anklängen von Gewalt, auch als ein hochrangiger Militär eine Inspektion vornimmt. Letzten Endes gelingt es aber, durch eine Art Vergleichswettbewerb, die Führung von der Einsatzfähigkeit der Männer zu überzeugen. 

Major Riseman stellt die Truppe vor Aufgaben. (Bild: https://www.youtube.com/wat...)

Rezeption

Vom elektrischen Stuhl zu militärischen Ehren? Der 'Kriegsfilm' ist ein komplexes Thema. Bleibt die Frage offen, ist es eine Frage des Einsatzes von Gewalt, die jegliches "in Form kommen" oder Lernen begleitet, die eine Ausbildung wertvoll macht? Ist Angst ein Motivator, der Bildung beschleunigt? 

Das "Strizitum", das in Kreisen der Kleinkriminalität verbreitet ist, wird in dieser Einheit zum Pluspunkt, denn sie ermöglicht es den Verurteilten, die Gegner zu überlisten. Die Eigenschaften, die also in der Gesellschaft Amerikas nicht erwünscht sind, werden in Kriegszeiten zur Geheimwaffe gegen den Feind.

Gibt es ein Zuviel an Disziplin? Gibt es ein Maß, das als gesund angesehen werden kann? Oder lässt Disziplin - die man zweifellos für Arbeit, Beruf, Ausbildung, Sport benötigt - eine Gruppe oder Individuum einschätzbar und verwundbar werden? Und wie ist es mit der Digitalisierung? Sind die zunehmend in Datenbanken abgespeicherten Daten zu Gesundheit, Vorlieben, Finanzen, aber auch zu Freundschaften und Bekanntschaften in Sozialen Medien eine gewünschte Transparentmachung der Daten gewordenen Disziplin?

 

 

Zu empfehlen außerdem Artikel 'Zum Verschleiß bestimmt', Die Zeit, 18.2.2021

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