Der richtige Standort

Damit ein Aquarium nicht kurz nach seiner Einrichtung zum Frustfaktor wird, sollte man den Standort genau überlegen. Direkte Sonneneinstrahlung fördert das Algenwachstum, was schnell dazu führen kann, dass ein Becken ungepflegt aussieht. Daher ist eine recht dunkle Zimmerecke sehr von Vorteil. Diese sind oft ungenutzt, da Zimmerpflanzen dort nicht gedeihen würden. Und ein Aquarium benötigt eine eigene Lichtquelle, so dass ein solcher Standort dann insgesamt aufgehellt wird. Außerdem sollte eine Steckdose in der Nähe sein, da für Licht, Filter und auch Heizung entsprechende Energie benötigt wird und man sonst Verlängerungskabel verlegen müsste.


Die richtige Größe

Je größer ein Aquarium ist, desto weniger Pflegeaufwand hat man damit. Allerdings steigen damit zumindest die Anschaffungs- und Wasserkosten. Langfristig wird man auch bei einem großen Becken mehr Energie benötigen, da mehr Licht, eine stärkere Heizung und auch ein leistungsstarker Filter benötigt werden. Auch die Statik des Gebäudes sollte nicht außer Acht gelassen werden. Denn ein voll eingerichtetes Aquarium mit etwa 200 Litern Wasserinhalt kann inklusive Bodengrund und Technik schon knapp 400 Kilogramm Gewicht auf eine recht kleine Fläche bringen. Dabei ist der Unterbau, wie etwa ein entsprechender Schrank, noch nicht mit berechnet.

Ist man sich nicht sicher, ob der Fußboden dieses Gewicht verträgt, sollte man in die Baupläne schauen und eventuell einen Architekten befragen. Dies vor allem, wenn man gleich mit einem großen Aquarium plant. Allerdings sollten Anfänger besser, der geringeren Kosten wegen, mit einem 60 Liter Becken beginnen. Diese bekommt man schon günstig als Komplettsystem, wo Beleuchtung, Filter und Heizung inklusive sind. Bei Sonderangeboten kann man da mit etwa 40 Euro Anschaffungskosten rechnen. Aber auch der Bodengrund muss dann noch gekauft werden, was weitere Ausgaben für das neue Hobby mit sich bringt.

Versicherung für Aquarien

Auch wenn es vielleicht nie passieren wird, sollte man doch sein Aquarium versichern, für den Fall, dass es doch einen Wasserschaden gibt. Immerhin haben viele Hausratversicherungen ein Aquarium schon im Versicherungsschutz mit eingeschlossen. In den Bedingungen kann man nachlesen, bis zu welcher Größe die Aquarien schon versichert sind. Meist gibt es da Begrenzungen, und wenn das eigene Aquarium mehr Fassungsvermögen hat, dann bleibt man im Schadensfall auf den Kosten sitzen. Auch ein Anruf beim Versicherer kann diese Frage schnell klären und der Vertrag der Hausratversicherung kann oft recht unkompliziert angepasst werden. Die Mehrkosten für ein Aquarium sind dabei meist gering. Ob man eine zusätzliche Glasversicherung abschließen will, hängt von den Vertragsbedingungen des Versicherers und der Größe des Aquariums ab. Meist werden aber Schäden am Glas nur durch Fremdeinwirkung übernommen. Dies ist bei einem Aquarium wohl eher selten der Fall und auch eine Scheibe platzt nicht einfach so. Wenn es zu einem Schaden kommt, dann sind dies meist nur Wasserschäden, weil die geklebten Kanten undicht werden. Dabei tropft es dann mit viel Glück nur, so dass kaum ein Schaden entsteht, aber schnell ein neues Aquarium angeschafft werden muss. Denn diese defekten Stellen bekommt man im genutzten Becken leider nicht mehr dicht.


Weitere wichtige Hinweise

Damit ein Aquarium lange dicht hält, sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass es mit schwarzem Silikon verklebt wurde. Denn wenn helles Silikon verwendet wurde, können sich Algen in kleinen Unebenheiten bilden, welche das Silikon aufbrechen und damit das Becken undicht werden lassen. Auch kleine Kratzer im Glas sollten vom Kauf abhalten, da auch hier die Gefahr wächst, dass man am Ende mit einem Wasserschaden dasteht. Zudem sollte beim Kauf von einem Komplettset darauf geachtet werden, dass eine Schaumstoffunterlage dabei ist. Zum einen wird sie später kleinste Unebenheiten zwischen Beckengrund und Untergestell ausgleichen. Gleichzeitig verhindert diese Unterlage während des Transportes das Rutschen von Zubehör wie Heizung und Filter.

Steht das neu gekaufte Aquarium zu Hause an seinem neuen Platz, so sollte man als Erstes eine Dichtheit prüfen. Dazu lässt man es mit Wasser voll laufen und mindestens 24 Stunden so stehen. Tropft es nirgends, so kann mit der Einrichtung begonnen werden. Das Wasser vom ersten Testlauf sorgt auch gleich dafür, dass Staub und kleinste Schmutzteilchen beim entleeren aus dem Becken entfernt werden. Wie es dann eingerichtet wird und was dabei beachtet werden sollte, können Sie in Artikel Erstes Aquarium kaufen und einrichten lesen.

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