Besonders wenn die Nesselsucht durch den Verzehr von Muscheln ausgelöst wird, ist das homöopathische Urtica urens angezeigt.

Aber auch bei entzündlichen Gelenkerkrankungen und rheumatischen Erkrankungen, die mit dem charakteristischen Brennen einhergehen, kann das homöopathische Mittel Urtica urens helfen.

Bei Insektenstichen, die Bläschen bilden, die jucken und brennen ist Urtica urens ebenfalls angezeigt.

Die Beschwerden werden besser, wenn man die betroffenen Stellen reibt. Kalte Anwendungen wie zum Beispiel eine kalte Kompresse oder kaltes Wasser verschlechtern die Beschwerden.

 

Die Brennnessel in der Pflanzenheilkunde - Wirkung und Anwendungen

Seit jeher wird die Brennnessel in der Pflanzenheilkunde als entwässerndes und blutreinigendes Mittel eingesetzt und hat positive Wirkungen auf Hauterkrankungen und rheumatische Erkrankungen.

Oftmals empfohlen ist die Frühjahrskur mit Brennnesseltee. Durch die stark entwässernde Wirkung hat sie eine positive Wirkung auf den Körper. Nieren und Blasen profitieren von der Wirkung der Brennnessel ebenso wie rheumatische Erkrankungen und Gicht, da sie belastende Stoffe über die entwässernde Wirkung aus dem Körper befördert.

Aber auch direkt auf der Haut kann die Brennnessel angewendet werden. Rheumapatienten berichten von positiven Wirkungen, wenn die Haut oder entzündete Gelenke mit einem Büschel von ganzen Brennnessel-Pflanzen geschlagen wird. Diese Behandlung sei allerdings nur ganz Mutigen empfohlen. Auch ist dabei Vorsicht angezeigt, da es auch zu Überreaktionen kommen kann, wodurch die Beschwerden verschlimmert werden können.

Man kann die Brennnessel aber nicht nur als Tee verwenden, mit der Brennnessel kann man auch viele schmackhafte Gerichte zubereiten wie zum Beispiel Brennnesselsuppe oder Brennnesselsalat.

 

Althergebrachtes

Die Brennnessel wird im Volksmund auch Donnernessel genannt, was sich von dem Glauben ableitet, die Brennnessel wende den Blitz ab.

 

Es gibt einige ältere Bräuche rund um die Brennnessel.

Wer am Gründonnerstag Brennnesseln verzehrt, hat im folgenden Jahr keine Geldsorgen, so lautet ein alter Spruch.

Wer am ersten Tag im Jahr einen Brennnesselkuchen isst, braucht sich für das kommende Jahr keine Sorgen zu machen.

Und wer am Johannistag einen Brennnesselpfannkuchen isst, braucht keine Angst vor Nixen und Elfen haben.

Autor seit 4 Jahren
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