Ein kleiner Falter wie ein Kolibri ...

Ein kleiner Falter wie ein Kolibri im Schwirrflug (Bild: Bergadder / Pixabay)

Das Taubenschwänzchen - ein Wanderfalter - Es gibt nicht nur Zugvögel ...

Es ist schon unglaublich, dass ein Schmetterling so große Entfernungen zurücklegen kann. Manchmal sind es sogar bis zu 3.000 Kilometer, welche die kleinen Falter in ungefähr zwei Wochen zurücklegen. Denn die Taubenschwänzchen kommen in den Sommermonaten sogar auf den Britischen Inseln, in Skandinavien und Nordrußland (außer ganz im Norden) vor. Selbst in Island findet man diese interessanten Nachtfalter zur Sommerzeit. Im Winter dagegen erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Kolibrischwärmer nach Süden bis ins westafrikanische Gambia, nach Osten kommen die Falter dann sogar bis nach Vietnam vor. Auch auf der portugiesischen Inselgruppe der Azoren, mitten im Atlantik, gibt es Taubenschwänzchen. Ihre Fluggeschwindigkeit kann bis zu 80 km/h erreichen, in der Minute machen sie 70 bis 90 Flügelschläge.

Das Taubenschwänzchen ist ein ...

Das Taubenschwänzchen ist ein tagaktiver Nachtfalter (Bild: Bergadder / Pixabay)

So ein Taubenschwänzchen braucht schon eine Menge Nektar...

Schwärmer haben einen ungefähr 25 bis 28 Millimeter langen Saugrüssel. Auch Taubenschwänzchen nehmen auf diese Weise ihre Nahrung auf. Da sie bedingt durch ihr Flugverhalten – den anstrengenden Schwirrflug - einen hohen Energieverbrauch haben, benötigen sie relativ viel Nektar - zumindest im Vergleich zu ihrem Körpergewicht von nur 0,3 Gramm. Sie sind nicht besonders wählerisch, fliegen viele verschiedene Pflanzenarten an, schwirren von Blüte zu Blüte und sammeln dabei ungefähr 0,5 Milliliter Nektar. Bevorzugte Pflanzen der Kolibrischwärmer sind Klee, Fuchsien und Flieder sowie zahlreiche andere Pflanzenarten, darunter Jasmin, Natternkopf und Storchschnabel.

Kolibrischwärmer machen 70 bis 90 ...

Kolibrischwärmer machen 70 bis 90 Flügelschläge pro Minute (Bild: Bergadder / Pixabay)

Paarung, Raupe, Puppe, Schmetterling - Die Raupen mögen am liebsten Labkräuter

Die Falter paaren sich bevorzugt an wärmeren Stellen wie Steilwänden, die von der Sonne aufgewärmt sind. Wenn sich Weibchen und Männchen gefunden haben, fliegen sie aufgeregt herum, bis sie sich zur Paarung niederlassen - die kann dann bis zu zwei Stunden dauern. Werden die Taubenschwänzchen gestört, kann das Schmetterlingspaar sogar aneinander gekoppelt wegfliegen. Nach der Paarung sucht sich das Weibchen erst etwas Nektar, und legt dann bis zu 200 Eier an einer Pflanze, die einen windgeschützten sonnigen Standort hat. Die Raupen sind etwas schillernd hellgrün gefärbt und erinnern an Pflanzenknospen. Die Kolibrischwärmer-Raupen ernähren sich gerne von Labkräutern, aber auch von anderen Pflanzen wie Waldmeister und Färberkrapp. Nach etwa 20 Tagen verpuppt sich die Raupe und hängt in Ruhestellung an einer Pflanze, bis nach etwa drei Wochen ein neuer Falter ausschlüpft.

Autor seit 4 Jahren
21 Seiten
Laden ...
Fehler!