Das Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der WeltIm Hauptturm befinden sich 13 Glocken, wovon 10 geläutet und 3 ausschließlich mit dem Hammer geschlagen werden. Auch verschiedene Orgeln, Skulpturen, Sakramentshaus, Weihwasser- und Taufbecken, Steinmetzkunst, Kreuzaltar und vieles mehr befinden sich im Inneren der Kirche. Das Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert ist eines der berühmtesten und schönsten Gestühle der deutschen Gotik und wrude von Jörg Syrlin geschnitzt.

Ein weiteres Merkmal des Ulmer Münsters sind die am äußeren Teil des Bauwerks angebrachten Wasserspeier. Dies sind zum Teil eigenartige, ja phantasievolle Figuren aus Stein, durch die das Wasser nach außen "gespuckt" wird und somit das Mauerwerk nicht beschädigen. Zu den Figuren gehören Tiere wie Elefanten, Fische und Vögel aber auch menschliche Gestalten und Drachentiere und damit sowohl künstlerisch als auch funktional einen wichtigen Bestandteil der Architektur darstellen. Das Bild zeigt einen Ausschnitt von einem Nebenturm des Münster mit seinen vielen Wasserspeiern.

 

Oberste Aussichtsplattform am HauptturmBis zu einer Höhe von 141 m können Besucher den Turm über 768 Stufen besteigen, wo sich für schwindelfreie Besucher ein einzigartiges Panorama bietet. Der Blick reicht bei guten Wetter über Ulm und Neu-Ulm bis hin zu den Alpen. In 70 m Höhe erlaubt die Vierecksgalerie eine Ruhepause, wo Bilder von anderen bedeutenden Kathedralen ausgestellt sind und in 102 m Höhe gibt es auf dem Oktogon erneut einen Rundgang. Ebenfalls sehenswert sind die schön verzierten Türme auf der Rückseite des Münsters sowie die reich ausgestatteten Portale der Basilika, die in Stein gemeißelte Kunstwerke vom Anfang der Welt und des Marienlebens zeigen.

Das Ulmer Münster - höchster Kirchturm der Welt

Doch das Münster hat noch mehr zu bieten

Einmal im Jahr findet eine außergewöhnliche, von den Ulmern Steinmetzen organisierte Spezialführung statt, die sich deutlich von den normalen Besichtigungstouren abhebt: Die Tour führt durch das Münster auf einen der hinteren Türme. Von dort aus gelangt man über das Dach zu einer kleiner Luke, die in das innere des Münsters oberhalb des Kirchenschiffes führt. Im Inneren angelangt, kann man durch diverse Luken und Schächte in das Kirchenschiff blicken, erfährt von Lastaufzügen, die schweren Glocken nach oben hieven oder sieht gerade in Arbeit befindliche Büsten, die die Steinmetze irgendwann am Münster anbringen werden.

Und wer noch mehr zum Münster wissen möchte, schaut auf Wikipedia nach: Ulmer Münster

Hans, am 14.10.2009
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