Oberst Steiner im Konflikt

Oberst Steiner im Konflikt (Bild: https://www.youtube.com/wat...)

Oberst Steiner

Ritterkreuzträger Steiner ist umstritten. Er versucht eine junge Französin zu retten, gerät in die Fänge des Militärgerichts, wird aber gewissermaßen von Hitler persönlich gerettet, in dem er sich diese, vom Admiral missbilligend "Fingerübung" genannte Operation in die Wege leitet - könnte man sagen. Doch so einfach ist es nicht: War bei der Suche nach einem passenden Mann vorhersehbar, dass es Steiner wird? Jedenfalls ist Steiner erfahren, hochdekoriert und ein "native speaker". 

Interessant, dass er nicht nur ein "experimenteller" Fallschirmjäger ist, sondern auch überaus loyal, ja geradezu dramatisch begeistert von seiner deutschen Fallschirmspringer-Unterwäsche. 

Himmler erfreut. (Bild: https://www.youtube.com/wat...)

Handlung

Der Zweite Weltkrieg tobt. Die deutschen Soldaten hecken einen Plan aus, Winston Churchill zu entführen, um bei Friedensverhandlungen eine bessere Position zu haben. Diese Entführung soll gleichzeitig mit einem anderen Ereignis, einem Manöver, stattfinden. Es gibt eine Menge Für und Wider, dann entscheidet Oberst Radl (Robert Duvall), gegen die Überzeugung des Admiral Camaris, den Befehl des Führers auszuführen, den er von Himmler persönlich (Donald Pleasence) engegennimmt.

 

Für diesen wirbt er den Iren Liam Devlin (Donald Sutherland), einen Mann der in einer Universität tätig ist, an. Aus irgendeinem Grund rangiert die Operation Adler, die eine Politiker-Entführung umfasst, höher, als der Posten in in der Bildung. Devlin lässt sich überreden und zieht mit Steiner, einem Trupp Männer, 18 konkret, ins Feld.

 

Da sich Devlin in eine mutige junge Frau, Molly (Jenny Agutter), verliebt, ist ein anderer im Dorf im Aufstand, der ihm auf die Schliche kommt und zu enttarnen droht. Die junge Frau erschießt ihn kurzerhand, als er sich auf den Weg machen will. Inzwischen landet der "Adler", sprich die Männer Oberst Steiners, an der Küste.

 

Aber es kommt zu einer hinterhältigen Wendung: Der planerische Oberst erstattet Bericht in der Meinung, es würde den Führer interessieren, dass die "Adler" gelandet sind, doch da wird ihm der Brief mit dem Befehl des Führers abgenommen. Man ist vorsichtig und vernichtet Beweismittel.

 

Währenddessen ist das britischstämmige Geschwader mit polnischer Unterstützung an der Arbeit. Dann treffen sie auf ein US-Kommando mit einem frustrierten Kommandanten (Dallas-Star Larry Hagman). In der Kirche werden die Leute gesammelt und dem Pfarrer wird klar, welchen Plan der Kommandant verfolgt. Es entkommt eine Informantin. Obwohl man von Anfang an am Plan kleine Zweifel hatte, hat die Verteidigung eine Menge Mühe, bis das Unterfangen beendet ist.

Oberst Steiner erfüllt seine Mission (Bild: https://www.youtube.com/wat...)

Rezeption

Nun, vor allem diente es wohl dazu, den Briten "brisantes" Material übermitteln zu können, um das Leben Churchills zu retten. Eine Story hat immer zwei Seiten. Auch, wenn es gewissermaßen für die Britischen Abwehrspezialisten ein "Terrorakt" wäre, den sie erfolgreich verhindern konnten.

Eine interessante Mischung aus Charaktären, die eine hervorragend erzählte Geschichte ergibt. Es steht der nahezu romantische Devlin dem schneidigen Großmaul Steiner gegenüber, der sich offenbar gerne exponiert, wenn er nicht in entsprechender Mission eingesetzt ist.

Trotz aller Hingabe bleibt die tragische Figur die junge Molly, die ob ihrer Jugend zur Helferin Devlins wird, zur Mörderin. Schlimmer traf es nur noch die tatkräftige Mrs. Grey, die den Tod durch die Amerikaner findet.

Und das Tragisch daran: Radl erwartete Churchill an dem Tag in einem Ort an der Küste, während er in Teheran verhandelte. Die Tehran-Konferenz fand tatsächlich statt: Vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943. Es nahmen Stalin, Roosevelt und Churchill mit ihren Beratern teil. So war es am Ende doch ein Himmelfahrtskommando und Carl Gustav Jung ist der Sieger.

 

 

Autor seit 9 Monaten
58 Seiten
Laden ...
Fehler!