Wahrzeichen. Publikumsmagnet. Attraktion des Jahrhunderts.

Er ist der bekannteste Stahlturm der Welt. Man hat sich an den Anblick des eisernen Kolosses sosehr gewöhnt, dass man sich schon gar nicht mehr wundert – über das verwendete Baumaterial.

Stahl stellt eine interessante Alternative zum Baustoff Stein dar. Darauf muss man auch erst einmal kommen. Wenn ein interessierter Mensch einmal hinterfragt, dann kommt eine unheimlich spannende Geschichte dabei heraus.

Die Geschichte des Bauwerks – interessante Fakten im Überblick

Der Turm wurde um 1890 errichtet, aus Anlass der damaligen Weltausstellung. Stahl wurde als Baustoff gewählt, um die Idee der Industrialisierung in einem Bauwerk auszudrücken.

In der Höhe misst das Gebäude imposante 300+ Meter, sein Gewicht beträgt 7000Tonnen. Dies entspricht in etwa dem Leergewicht von 7000 VW Polo.

Fünfzig Jahre lang war der Eiffelturm das höchste Gebäude der Welt, bis er abgelöst wurde von einem Wolkenkratzer in New York, dem Chrysler Building.

Sieben Millionen Besucher pro Jahr zahlen aktuell (Dez 2014) zwischen neun und fünfzehn Euro an Eintrittsgeld - in Abhängigkeit von Alter und gewünschter Etagenhöhe. (diese Angabe ist ohne Gewähr)

Auf diesem Foto bekommt der Leser einen Eindruck von der Größe des Bauwerks.

… und so sehen die Besucher von weiter oben aus …

Bautechnisches in Kurzform

Erinnert Sie dieser Turm eher an einen Sendemast als an einen Aussichtsturm? Dabei liegen Sie richtig.
Die ursprüngliche Architektur ging in diese Richtung, und der Turm wurde auch für verschiedene Sendungsarten verwendet.

Den Verantwortlichen der Weltausstellung war die Konstruktion anfangs zu nüchtern, zu technisch. Daher ließ Gustave Eiffel, der federführende Erbauer, das äußere Erscheinungsbild etwas glätten und harmonischer, weniger technisch erscheinen.

Die Anordnung der Pfeiler und Gitterstäbe orientierte sich an Konstruktionsschemata bestehender Eisenbahnbrücken, die Eiffel und andere Ingenieure zuvor errichtet hatten.

Die Verwendung bestehender Vorlagen stellt auch eine Art von Genialität dar.

Interessant sind auch diese Fotos von der Bauphase. Es sind Bilder, die man nicht jeden Tag sieht.

Baupahsen des Eiffelturm

Baupahsen des Eiffelturm (Bild: PublicDomainArchive / pixabay.com)

Wissenswertes und Kurioses

  • Die Schrauben, die die Füße des Turms mit dem Unterbau aus Beton verbinden, sind etwa acht Meter lang.
  • Auf der ersten Etage können sich bis zu 3000 Besucher gleichzeitig aufhalten.
  • Von der Basis bis zur zweiten Etage kann der sportive Besucher über 700 Stufen gelangen. Die schnellste Besteigung wurde mit etwa drei Minuten notiert.

Alternativ stehen für müde Geister Fahrstühle zur Verfügung. Als Variante zu den bekannten vertikalen Aufzügen sind auch Schrägfahrstühle eingebaut worden.

Ein Schrägfahrstuhl am Eiffelturm (Bild: Aquilatin / pixabay.com)

Das Restaurant "Jules Verne" in der Spitze des Turms war Schauplatz des James Bond-Filmes "Im Angesicht des Todes" aus dem Jahr 1985. Der Hauptdarsteller war damals Roger Moore.

Alternate take: Die Ur-Fassung des Films "Planet der Affen" zeigt den Hauptdarsteller Charlton Heston, wie er fassungslos vor den Resten der Freiheitsstatue an einem verwilderten Strand steht. Wenn dieser Film eine französische Produktion gewesen wäre, dann hätte die fiktive Schlussszene auch etwa so aussehen können:

Bildquelle: Nemo/pixabay.com, bearbeitet von schreibspass auf Pagewizz.com
http://pixabay.com/de/strand-tropisch-landschaft-blau-42375/

Imitationen

Nachbauten finden sich zahlreich, so in Las Vegas, in China – und am Autobahnkreuz Feuchtwangen.

Der bekannteste Nachbau befindet sich in Las Vegas. Dort wurde das Casinohotel "Paris Las Vegas" mit einem stilisierten Turm geschmückt. Interessanterweise findet sich das Gebäude schräg gegenüber dem Konkurrenten "NewYork NewYork" mit nachgebildeter Freiheitsstaue.

Paris Las Vegas

Paris Las Vegas (Bild: Mariamichelle / pixabay.com)

Der Eiffelturm und die Freiheitsstatue in New York haben auch eine gemeinsame Geschichte.
Die Statue wurde um 1880 von einem französischen Bildhauer entworfen. Sie stellt ein Geschenk des französischen Volkes an die USA dar. Ihre Verkleidungen sind aus Kupferplatten gefertigt. Die Einzelteile wurden in Frankreich gefertigt, per Schiff über den Atlantik transportiert und in New York zusammengesetzt.

Der Eiffelturm und die Freiheitsstatue – zwei imposante Beispiele französischer Ingenieurskunst - sind also in Las Vegas als Nachbauten in Nachbarschaft zu sehen.

Paris ist eine Reise wert

Warum also ist der Eiffelturm bei den Touristen so beliebt? Er ist das Original. Oft kopiert, nie erreicht - er bleibt bei den Touristen dieser Welt der Favorit.
Alors - visitez Paris! Auf nach Paris!

 

Ein Hinweis: Zum 125-jährigen Jubiläum des Wahrzeichens hat die Autoren-Kollegin Doreena auf dem Autorenportal Pagewizz einen sehr interessanten Artikel zum gleichen Thema verfasst.
Den Beitrag finden sie hier http://pagewizz.com/bon-anniversaire-eiffelturm-30314/

 

Und zum Schluss - eine Geschenk-Idee (nicht nur) zu Weihnachten.

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