The Bath/2009 (Bild: ©Beatryx Pirchner)

 Annäherungen 

Man wird Beatryx Pirchner nicht gerecht, wenn man sie mit dem ausschließlichen Merkmal einer bildenden Künstlerin beschreiben wollte, da die Musik eine ebenso wichtige Rolle in ihrem Leben spielt wie die Malerei. Die ersten Erfahrungen mit dem für sie so prägenden Medium Musik ergeben sich während eines Aufenthalts in den USA unmittelbar nach ihrer Matura. Die New Yorker Szene der Jazzmusiker, der bildenden Künstler und Vertreter der intellektuellen New Yorker Hippies faszinieren und beeinflussen den frühen künstlerischen Kosmos der Beatryx Pirchner. Eindrücke aus der sich in den 70-ern neu erfindenden Jazzmusik sowie der Bildenden Kunst, die späteren Tourerfahrungen in Europa als Profimusikerin und die Immersion in den gesamtkulturellen Aufbruch dieser Zeit, kann man nicht losgelöst von ihrem späteren malerischen Auftrag betrachten. Schließlich fasst sie den Entschluss, ein pädagogisches Kunststudium zu absolvieren, jene motivierende Ausbildung, die ihr in weiterer Folge das ermöglicht, was sie heute als bildende Künstlerin mit Berufung und Passion lebt. 

Art beyond innocence 

Es entstehen in rascher Folge umfangreiche "Kollektionen", die sie unter den umfassenden Titel "art-beyond-innocence" stellt. Sie definiert und proklamiert ihre Kunst als "sublime,zuweilen auch herbe Sinnesstimulans für Auge, Emotion, Phantasie, Seele und Verstand, - als (ihre) individuelle Seinskultur".

Es folgen zahlreiche Ausstellungen in Europa, in den USA und in Asien, darunter Solo-Shows in Wien, Exhibitions-of-3 in Verona und Innsbruck, Group Exhibitions in Innsbruck, Salzburg, New York, Teilnahme am 2010 June Global Art Project NYC/ Broadway Gallery, eine umfangreiche Karikaturenshow im Rahmen der Internationalen Sommerakademie Salzburg, mehrmalige Teilnahmen bei Kunstmessen wie der Art Salzburg und der Art Innsbruck.

 Beatryx Pirchner über sich und ihr Werk: "Meine Kunst reflektiert die stetige Aufeinanderfolge von Kampf und Ruhe, ohne jedoch Krieg zu sein. Sie erzählt auch von  Ausschweifung und stillem Spaß, von Vitalkraft, Emotion, Magie, Intuition und der zeitweiligen Auflösungung ins Skurrile,fern jeder Sorge, welchen Attributen und Gesetzen der Kunstmarkt gerade huldigt. Letzterem werfe ich vor, dass er zuweilen weniger "sieht" (sehen will) und wahrnimmt als vielmehr spekuliert und kalkuliert und sich somit dem Vulgären annähert.

Es ist mir als Künstler kaum ein Bedürfins, meine Kunst theoriebeflissen zu kommentieren, weil ich nicht mehr in die Intimität des Schaffensprozesses zurückkehren möchte. Intuition ist ein tiefgreifender, instruktiver Moment, der sich schließlich zum Impetus verdichtet. Vision und kreatives Wollen sind spontane Imperative und "Munition" für den Schaffensprozess, dem die künstlerische Willenserfüllung Rechtfertigung ist." 

Ihr "Credo" formuliert sie eigenwillig in diesem Statement:"Kunst muss sich nicht verbrüdern, um frei zu sein, entsteht nicht aus der Sucht nach Anerkennung und Profit – sie ist eine emotional begründete, autonome Geistesleistung ohne zwingende Grenzen, eine Antwort und Gegenleistung an das Sein, sie erfindet fortwährend eine eigene Sprache, sucht sich ihren Raum und gebiert sich aus der Zeit und deren Vibrationen." 

Art Innsbruck

Die Art Innsbruck versteht sich als Treffpunkt der regionalen, nationalen und internationalen Kunstbranche und zeigt Spektren der Bildenden Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie ist ein vitales Ereignis im Auftrag der Gegenwartskunst und führt Galeristen, Künstler, Sammler und Kunstinteressierte aus aller Welt zusammen. 

Beatryx Pirchner präsentierte bei der Art Innsbruck eine Auswahl ihrer neuesten Werke.



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Vita/2011

Vita/2011 (Bild: ©Beatryx Pirchner)

Autor seit 5 Jahren
25 Seiten
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