Jörg Kachelmann und seine Meßstation

Die Meßstation wird von Jörg Kachelmann betrieben, der immer wieder auf der Jagd nach medienwirksamen Rekorden ist. Für den Kälterekord ist vor allem die besondere Lage des Funtensees verantwortlich: Zum Einen liegt weiter oben das Steinerne Meer - eine riesige Karstfläche, von der kalte Luft ins Tal strömen kann - zum Anderen liegt der Funtensee in einer Mulde, die von hohen Bergen umrahmt ist. Die kalte Luft kann sich in dieser Mulde sammeln und weiter abkühlen.

Über den medienwirksamen Rekord, der immer wieder für Schlagzeilen sorgt, wird heftig gestritten: So sind die Berchtesgadener eher sauer über die Meldung, da sich doch so mancher Tourist durch die eisigen Temperaturen abschrecken lässt. Doch bereits 100 Meter über dem See ist es 10 bis 20 Grad wärmer und auch sonst liegen die Temperaturen für diese Gebirgsregion im normalen Bereich.

Der Temperaturrekord ist also nicht für das Gebiet repräsentativ, sondern nur für einen sehr begrenzten Raum: Man spricht hier von einem Kleinklimagebiet, das einen Bereich zwischen 10 und 30 Metern abdeckt.

Aber Rekord ist Rekord - und dieser prägt sich ein: So bekommen die Gastwirte in der Gegend immer wieder Anrufe von besorgten Urlaubern oder sagen diesen sogar ab, denn im Urlaub möchte man ja schließlich nicht erfrieren!

Herr Kachelmann überhört im Gegenzug die Klagen der Gastwirte großzügig - denn für ihn bringt der Funtensee Zuschauer. Und je tiefer der Rekord, desto mehr schauen sich das Kachelmann-Wetter an. Deshalb bleibt der Funtensee weiterhin ein Gradmesser - für das gesamte Berchtesgadener Land.

Der Funtensee im Sommer

FuntenseeIm Sommer sieht der Funtensee richtig einladend aus und lädt zu ausgiebigen Wandertouren ein. Der See hat eine Fläche von 3,5 Hektar und wer ihn umrunden möchte, muss eine Strecke von ca. 780 m zurücklegen. 

Der See ist an seiner tiefsten Stelle nur 5 Meter tief und hat keinen oberirdischen Abfluss. Das Wasser versickert am östlichen Seeufer bei der Teufelsmühle hinter einer Felswand mit einem gurgelnden Geräusch.

Bildquelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Funtensee2.jpg (Nachtgiger) 

Und wie sieht es mit den Hitzerekorden aus?

Bei der Hitzewelle 2003, die ganz Europa heimgesucht und einen Jahrhundertsommer verursacht hat, wurde am 8. August bei Perl-Nennig im Saarland der deutsche Hitzerekord von 40,3°C gemessen.

Weitere Hitzerekorde mit jeweils 40,2°C gab es am 27. Juli 1983 in Gärmersdorf bei Amberg, am 13. August 2003 in Karlsruhe und am 13. August 2003 in Freiburg.

Hans, am 05.04.2011
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Bildquelle:
Kerstin Schuster (Vorsicht Unwetter - Tipps für richtiges Verhalten bei Gewitter in W...)

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