Rundfunkbeitrag kurz erklärt - Die Zwangsabgabe in einfachen Worten

Die öffentlich-rechtlichen Radio-, und Fernsehsender werden seit dem Jahr 1976 über die umstrittene GEZ-Gebühr (Rundfunkgebühr) finanziert. Die jährlichen Einnahmen belaufen sich auf über 7,53 Milliarden Euro und mit dem Rundfunkbeitrag dürften diese weiter steigen. Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) hat mit "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice" einen neuen Namen erhalten und dient wohl dazu uns Bürger zu schmeicheln. Der neue Name bedeutet jedoch keine grundlegende Änderung, denn nun muss Jedermann/frau, Firma und Behörde den Rundfunkbeitrag zahlen.

Die Höhe des Beitrags liegt bei 17,98 Euro pro Monat und ist ein einheitlicher Beitragssatz. Wer bisher 5,76 Euro zahlte, weil er nur über ein Radio oder PC verfügte sieht sich nun mit einer Verdreifachung der finanziellen Belastung durch den Rundfunkbeitrag konfrontiert. Nach der neuen Regelung sind nun auch Schwerbehinderte gebührenpflichtig, die das Merkzeichen RF in ihrem Ausweis stehen haben und müssen 5,99 Euro pro Monat an den Beitragsservice überweisen. Bisher galt für Schwerbehinderte, Taube, Gehörlose und Blinde die Gebührenbefreiung. Alle Empfänger von Blindenhilfe und Taubblinde sind allerdings von der Zahlung des Rundfunkbeitrags befreit worden.

Das Geld ist nach Meinung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gut angelegt. Regelmäßig bewerben ARD und ZDF in wohlwollender Weise. Es handelt sich um eine Zwangsabgabe und die zahlt niemand gerne.

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Gebühren-Fahnder verschwinden oder doch nicht?

Die Reform der GEZ verfolgte auch das Ziel die umstrittenen Rundfunkbeauftragten sozusagen abzuschalten aber nun passiert das Gegenteil. Die Gebührenfahnder sollen weiter bestehen bleiben und zwar werden diese weiterhin für Haustürkontrollen eingesetzt. Der Rundfunkbeauftragte ermittelt Schwarzseher und erhält dafür eine entsprechende Provision, da er kein Arbeitnehmer des Beitragsservice ist und somit sein Geld mit den Provisionen verdienen muss. Sie sind berechtigt Nachweise und Auskünfte des bisherigen Nichtzahlers zu verlangen.

Nach einem Bericht des IT-Magazins Golem.de sollen die Gebührenfahnder allerdings nicht mehr vor der Haustüre auftauchen sondern vollständig verschwinden. Eine gewisse Skepsis bleibt, weil man nie sicher sein kann ob sich ARD, ZDF und Deutschlandradio es sich nicht doch noch anders überlegen.

Ich hatte schon öfter das Vergnügen mit Rundfunkbeauftragten, einer davon war sogar so dreist dass er unbedingt in das Mietshaus wollte und seinen Fuß in die Haustür stellte. In die Wohnung habe ich keinen dieser Gebührenjäger gelassen. Denn er hat nicht das Recht den Wohnraum zu betreten und wenn doch bedeutet dies Hausfriedensbruch. Ich bin froh, dass die Gebührenfahnder ein Ende haben und nun gefordert sind sich einen gescheiten seriösen Job zu suchen.

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Interessante Videos zu den Rundfunkbeauftragten - Wie die Gebührenfahnder arbeiten

PublicPay-TV statt Rundfunkbeitrag - Ein paar Gedanken zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Seit über 40 Jahren wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) mit der Zwangsabgabe finanziert und die daraus erzielten Einnahmen belaufen sich schon auf über 7,5 Milliarden Euro. In den 1980er- und 1990er-Jahren mag die GEZ-Gebühr noch angebracht sein aber seit der Jahrtausendwende hat sich das Programm derart verschlechtert, dass die Gebühr nicht mehr gerechtfertigt ist. Da verkommt "Wetten dass...?" zu einer Ulksendung und gute alte Serien wie "Silas", "Ein Heim für Tiere" oder "Meister Eder und sein Pumuckl" werden gar nicht mehr ausgestrahlt. Die Dokumentationen sind nach wie vor erstklassig, vor allem die Dokureihe "Terra X" und "ZDF History" aber ansonsten ist das TV-Programm der öffentlich-rechtlichen Sender mehr schlecht als recht.

Die Finanzierung sollte künftig auf freiwilliger Bais erfolgen indem der ÖRR auf PublicPay-TV mit Verschlüsselung umgestellt wird. Das Grundprogramm mit ARD, ZDF und WDR-Fernsehern sollte weiterhin unverschlüsselt gesendet werden aber die Spartenprogramme wie EinsPlus oder ZDFinfo verschlüsselt. Der Zuschauer soll nur für das Geld zahlen was er sehen möchte und nicht den gesamten Komplex des ÖRR finanzieren. Die Kosten für die Umwandlung zum PublicPay-TV dürften deutlich geringer ausfallen als die 7,53 Milliarden Euro welche wir Zuschauer derzeit zahlen müssen.

Ich bin ein Gegner der GEZ-Gebühr und jetzigen Rundfunkbeitrags, weil es sich um eine Zwangsabgabe handelt und ich bin noch nie ein Freund von Pflichtabgaben gewesen. Die Qualität des TV- und Radioprogramms würde durch Umstellung auf PublicPay-TV sicher mit der Zeit steigen. Davon würden dann ARD, ZDF und Deutschlandradio mit den Zuschauern profitieren.

Ich unterstütze die aktuelle Petition gegen die GEZ-Zwangsgebühr.

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Infoblogger, am 03.03.2013
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