Erst der zweite Socken macht das Paar

… Blacksocks liefert ihn

Man kennt ja vieles: Ein Zeitschriften-Abo, ein Newsletter-Abo, ein Theater- oder Konzertabonnement, ein Bezahlfernseh-Abo, ein Feeds-Abo, ein Bücher-Abo usw. aber ein Socken-Abo?! Genau, ein Socken-Abo! Klingt skurril, doch wer dies für einen Aprilscherz hält, liegt falsch. Die schweizer Firma Blacksocks bietet tatsächlich seit 1999 ihren Kunden ein Socken-Abo an und inzwischen sind diesem Beispiel noch weitere Firmen gefolgt, offenbar scheint das Interesse an dieser bequemen Art stets zwei Socken zur Hand, oder vielmehr zu Fuß zu habe, immer größer zu werden. 

Doch was hat es mit dem Socken-Abo tatsächlich auf sich? Prinzipiell funktioniert das Socken-Abo genauso wie jedes andere Abonnement auch, nur dass man eben Socken bestellt, die einem in Größe, Form und Farbe zusagen. Danach erhält man eine bestimmte Anzahl an Sockenpaaren per Post nach Hause geschickt, und das regelmäßig alle drei bis vier Monate, je nachdem, wie der Vertrag aussieht. Natürlich lässt sich das Socken-Abo auch innerhalb bestimmter Fristen ändern, verlängern oder kündigen.

Was nutzt ein Socken-Abo?

So verrückt es klingt, aber ein Socken-Abo bietet in der Tat einige Vorteile und Argumente weshalb es sich lohnt ein Socken-Abo abzuschließen gibt es ebenfalls genügend. Schließlich braucht in unseren Breitengraden jeder Socken (ein paar »Freaks« mögen die Ausnahme sein).

Dass Socken aber nicht zu den Kleidungsstücken gehören, wegen denen man einen ausgiebigen Stadtbummel unternimmt, um in zehn Läden die verschiedensten Modelle anzuprobieren, zu beurteilen und dann doch das nächste Paar nimmt, gehört der Sockenkauf eher zur Nebensächlichkeit oder unliebsamen Notwendigkeit. Was läge da näher, als das Strumpfwerk über das Internet zu bestellen? Und wenn man sich selbst dann noch nicht einmal Gedanken darüber machen muss, sondern die Socken automatisch regelmäßig nach Hause geschickt bekommt, umso besser.

Ein weiteres Argument ist zweifelsohne der große Vorteil, dass man kein wildes Sammelsurium an Socken aus der Waschmaschine zieht, sondern stets die gleichen (oder vielleicht auch zwei verschiedene Modelle) und damit das nervende Zusammensuchen zweier gleicher Socken entfällt. Und sollte doch wieder einmal das Sockenmonster zugeschlagen haben, ist der eine Socken immer noch mit jedem anderen kombinierbar, sprich spätestens nach einem weiteren Schwund, hat man wieder ein Paar…

Interaktive Socken

Es geht sogar noch innovativer

Das Socken-Abo klingt ja schon sehr innovativ. Doch es geht auch eine Nummer größer. Im Zeitalter von iPhone, Smartphone, interaktivem Kühlschrank etc. darf natürlich die digitale Socke – gewissermaßen die iSocke – nicht fehlen. Was das nun schon wieder soll? Auch hierfür gibt's eine spektakulär einfache Erklärung. Unter der Bezeichnung »Smarter Socks« vertreibt Blacksocks Strümpfe, die seitlich einen RFID-Chip (radio-frequency identification-Chip) tragen.

Schöne Strümpfe gibt es auch ohne Abo
Antemi Strumpfhosen
Antemi Strumpfhose

Dieser Chip speichert alle Daten über die Socken, gewissermaßen den kompletten »Lebenslauf«. Beispielsweise ist dort gespeichert, woher die Socke kommt, das Herstellungsdatum, das Kaufdatum und selbst, ob es eine linke oder eine rechte Socke ist. Damit nicht genug. Sogar welche beiden Socken als Paar zusammengehören, ebenso weiß der Chip wie oft sie bereits gewaschen wurden. Wer jetzt noch ein iPhone sein eigen nennt, der hat's geschafft. Der kann nämlich mit Hilfe einer App und des Sock-Sorters den vollen Komfort der digitalen Socken genießen. Anhand dieses kleinen Geräts, lassen sich auch neue Sockenpaar zusammenstellen, wenn zum Beispiel wieder einmal eine Socke verloren ging. Und die neue Partnerschaft ist natürlich sofort wieder auf dem Chip gespeichert

Bleibt noch ein Problem. Unterschiedlich ausgewaschene Socken. Doch kein Problem, das ein Schweizer nicht löst!

Schließlich ist es schon etwas peinlich, wenn unachtsam im Dämmerlicht Socken zusammengelegt wurden, von denen einer etwas heller ist als der andere und man damit am nächsten Morgen im Büro in einer Besprechung sitzt. Die schweizer Lösung: Mit der Kamera des iPhones macht man ein Foto und anhand der App lässt sich der Grad des Ausgewaschenseins ablesen.

Grün bedeutet volle Farbe, Gelb zeigt schon etwas Farbverlust an und Rot fordert eindeutig zum Sockenwechsel auf. Und damit auch das möglichst bequem vonstatten geht, lässt sich mit diesem App gleich das entsprechende Paar über das Sockenkonto automatisch bestellen. Da soll nochmals einer sagen, Socken würden nicht genügend Aufmerksamkeit erfahren!

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