Avatar – die wiedergeborene Gottheit

Die indische Zivilisation, oder besser, die vedische, hat das älteste schriftlich überlieferten Wissen der Menschheit hervorgebracht. Der Begriff Avatar stammt aus diesem Kulturkreis. Er bedeutet "der Herabgestiegene", also eine Gottheit, die (vom Himmel) wieder auf die Erde hinunter kommt.

Diese Vorstellung kommt uns im Westen bekannt vor. In der Bibel wird auch davon gesprochen, dass Gott (oder vielmehr sein Stellvertreter) am Jüngsten Tag zur Erde zurückkehrt, um die Menschheit zu retten.

Und die Menschen warten nun auf diesen Tag ...

Die Apokalypse

Es besteht auch eine blasse Erinnerung an den Begriff der Apokalypse. Wie war das noch? Dabei geht es wohl um das Jüngste Gericht, und alle Sünder werden von schrecklichen Ereignissen gepeinigt und bestraft.

Oder kommt diese Bestrafung erst in der Hölle vor?

Es herrscht eine gewisse Unsicherheit beim Autor vor. 
In der Apokalypse gibt es wohl auch keine heruntergestiegene Gottheit. Eher das Gegenteil. Oder doch?
Wir machen uns daran, das Geheimnis um Avatar und Apokalypse zu entschlüsseln.

Korrigierendes Eingreifen

Nach einigen Nachforschungen stellen wir fest: die bekannten vier apokalyptischen Reiter stellen Symbole für das Handeln der Menschen auf der Erde dar. Das Handeln bestimmt das Schicksal der Menschen.
Wenn wir schlecht handeln, dann zerstören wie alles und im Gegenzug handeln wir uns Krieg, Hunger, Tod und anderes ein. Diese Schrecken werden auf dem Bild von Albrecht Dürer durch die vier Pferde symbolisiert. Im unten Text wird eine beispielhafte Illustration verwendet.

Auf dem echten Dürer-Bild steht – übrigens kaum erkennbar - im Hintergrund der herabgestiegene Gott (oder sein Botschafter?) und wendet später als Avatar wohl alles wieder zum Guten.

Der Avatar im Film

Schauen wir uns den Film an: "Avatar – Aufbruch nach Pandora".

Die Handlung erzählt von Raumfahrern, die auf einem Planeten namens Pandora seltene Rohstoffe fördern. Und die Avatare sind künstlich hergestellte Kopien der Körper von Ureinwohnern. Die Menschen können nämlich auf Pandora ohne Technik nicht atmen und schlüpfen deshalb in diese Zweitkörper.

Der Begriff Avatar entfernt sich also in diesem Science Fiction Film nach unserem Verständnis doch von der theologisch-mystischen Vorstellung in den vedischen Schriften und ebenso von der Vorstellung einer herabgestiegenen Gottheit in anderen Kulturkreisen.

In diesem Film nimmt der Avatar die Züge eines künstlichen Menschen in einer virtuellen Welt an. Anonymisierte Benutzerbilder auf Foren werden ebenfalls Avatare genannt.

(Bild: Nemo/ pixabay)

You are my Destiny

Kommen wir zum Computerspiel.

Destiny heißt auf Deutsch "Schicksal". Was ist Schicksal?
Bevor wir uns extern informieren, raten wir. Bestimmung? Der Weg, der dir vorgegeben ist? Von Gott, von den Genen, von wem oder was?

 

Schicksal ist ein Begriff, mit dem der Alltagsmensch sich nicht unbedingt jeden Monat beschäftigt. Also müssen wir nachlesen.
Aha, wir lagen richtig. Schicksal ist das persönliche Los, das von göttlichen Mächten vorbestimmt wird. Aber der Mensch hat einen Spielraum, den ihm der freie Wille gewährt.

Spielraum. Hier stoßen wir auf den Begriff vom Spiel des Lebens.

(Bild: Nemo/ pixabay)

Uns schwant die Aussicht auf eine endlose philosophische Nabelschau um die Begriffe Schicksal und Freier Wille. Wir verzichten heute auf diese tiefschürfenden Überlegungen und schauen uns das Spiel selbst an.

Destiny - das Spiel

Erst einmal stellen wir fest, dass das Game im September 2014 auf der Playstation von Sony und der Xbox von Microsoft, nicht aber auf einer PC Plattform verfügbar ist. Als PC User lesen wir daher Testberichte im Internet und schauen uns Videos auf YouTube an.

Auch bei Destiny geht es um Science Fiction und Weltraumabenteuer. Es gibt wohl jede Menge Waffen und Charaktere. Und dem Gamer wird empfohlen, in Gruppen online zu spielen.
Wir sehen uns auf YouTube ein Video an. Aha, es sieht aus wie ein Shooter im Weltraum-Look.

Spiel und Wortbedeutung

Wir suchen in Berichten zum Spiel weiter nach Begriffen wie Vorsehung, Los oder Mythologie. Aber wir werden zurzeit noch nicht recht fündig.
Wir lesen wieder, dass der Spieler verschiedene Charaktere annehmen kann. Mit diesen muss er bestimmte Aufgaben erfüllen. Get your job done.

Schließt sich hier der Kreis vom knackigen Spieltitel zum philosophischen Verständnis des individuellen Schicksals als Bestimmung = Destiny? Ein Stück weit.

Die Frage nach Lebensaufgabe/ Joberfüllung und Schicksal gibt jedenfalls einen Anstoß zum weiteren Nachdenken.

Science Fiction und Fantasy Fiction

Science Fiction zeigt uns immer alternative Sicht- und Handlungsweisen in einer weit voraus liegenden Zukunft. Fantasy mischt Mythen und Sagen in das Geschehen.

Science Fiction und Mythen wollen uns neben dem Unterhaltungswert auch immer etwas sagen.

Wir haben hier zwei bombastische Werke aus diesem Genre bekommen. Das ist dann auch ein paar Überlegungen wert.

Avatar und Destiny – was sagen sie uns also?

Vielleicht kommt die Message von Game und Movie in dieser Form daher:
Destiny ist die Aufgabe, die wir in unserem Leben bekommen haben, damit es hier unten weitergeht. Und der Avatar ist der Regulator, der die Dinge hinbiegt, die wir vermurksen.

Vielleicht ist auch alles just for fun.

Message oder Fun: das Spiel des Lebens geht weiter.
Dabei wünschen wir spannende Momente.

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