Das "Plateau der Saurier"

Forscher entdecken auf einem Hochplateau ein Land, "das die Zeit vergessenen hat".
Auf dieser Story baut der amerikanische Abenteuerfilm "Caprona" aus den 1970er Jahren auf. Die Vorlage hat der Tarzan-Erfinder Edgar Rice Burroughs bereits vor mehr als einhundert Jahren geschrieben.
Um 1840 reisen deutsche Forschungsreisende zu einem Tafelberg im brasilianischen Urwald, der von den Eingeborenen "Roraima Tepui" (großer fruchtbarer Berg) genannt wird. Die Indianer selbst haben der Legende nach diese Hochebene nie bestiegen, aus Furcht vor bösen Geistern.
Die europäischen Geografen und Botaniker erforschen auf der 2000 Meter hoch gelegen Anhöhe u.a. fleischfressende Pflanzen, sowie eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, die zu 80% endemisch ist, also nur dort vorkommt.
Diese Entdeckungen haben den Schriftsteller, und später die Filmemacher, zu ihren Werken inspiriert.

Wie kommt man hin? Über Trekking und Backpacker Tours.

Eine filmreife Kulisse ...

Eine filmreife Kulisse ... (Bild: ChadoNihi / pixabay.com)

Der heilige Berg der Kreuze

Die Stadt Siauliai in Litauen war oft ein Ort blutiger Auseinandersetzungen. Der Ort bezieht seinen Namen nach einer sogenannten "Sonnenschlacht" zwischen den Kreuzrittern und den einheimischen Kämpfern aus dem Jahr 1236.

Jahrhundertealte Legenden erzählen aber auch von Wunderheilungen und göttlichem Beistand in Rechtsfragen. Die Menschen stellen möglicherweise schon seit dem 13. Jahrhundert auf einem Hügel bei der Stadt ihre Kreuze auf. Zu Sowjetzeiten war der Hügel ein Symbol für den nationalen Widerstand der Einheimischen.
Nach einer Zählung um das Jahr 1990 wurde von über 50.000 Kreuzen aus Holz und Metall berichtet. Die Gebetsstätte gilt als heiliger Ort der Katholiken. Papst Johannes Paul II. hat dort in den 1990er Jahren eine Messe gelesen. Es handelt sich also um einen Platz mit hohem Symbolwert und zugleich um einen außergewöhnlichen Pilgerort.
Es gibt in der Stadt ein Tourismuszentrum mit deutschsprachiger Homepage.

Der riesige Mendenhall Gletscher ...

… in Alaska ist fast zwanzig Kilometer lang. Er ist entstanden aus einem Eisfeld, das seinerseits eine Fläche von – 4000 Quadratkilometern – bedeckt. Geologen unterscheiden zwischen den Gletscherfluss, der besagte 20 Kilometer misst, und der Zunge, die 30 Meter hoch und zwei Kilometer breit ist.
Das wunderbare Panorama wird von mehreren Dreitausendern umsäumt. Das Naturschauspiel liegt in der Nähe von Juneau, Alaskas Hauptstadt.
Die 4000 Quadratkilometer des ursächlichen Eisfeldes bedeuten also eine Fläche, die wesentlich größer ist als das Saarland. 20 Kilometer Fließlänge entsprechen ungefähr der halben Strecke zwischen Berlin und Potsdam – alles Eis.

Von Juneau aus gibt es Mehrtagesfahrten in das Gletschergebiet zu buchen. Und Juneau's Restaurants empfehlen – fangfrischen Lachs.

50 Kilometer lange Höhlen

Die Entfernung zwischen Frankfurt und Wiesbaden beträgt circa 40 Autobahnkilometer.
In Vietnam können Sie die Strecke auch unterirdisch zurücklegen. Die Hang Son Doong Höhle gehört zu einem Hohlraumsystem, das sich über mehr als 50 Kilometer erstreckt. Die Haupthöhle allein könnte ein ganzes Hochhaus aufnehmen. Sie ist etwa 200 Meter hoch und an einigen Stellen 300 Meter breit.
Touristen sind seit einigen Jahren herzlich willkommen. Vietnam liegt im Trend. An Reise-Angeboten herrscht kein Mangel.

Und falls Sie nach dem Spaziergang in Vietnam noch Zeit und Lust haben, dann wartet die Mammut-Höhle in Kentucky noch auf Sie – mit einer Gesamtlänge von über 600 Kilometern.

beispielhafte Darstellung

beispielhafte Darstellung (Bild: Vittorio/ pixabay.com)

Der Partnachklamm auf Amerikanisch

Kentucky ist also nicht nur als "Blue Grass Land" eine Reise wert.
Bei dieser Gelegenheit können Sie gleich einmal beim Antelope Canyon in Arizona vorbeischauen. Es handelt sich um einen Slot Canyon, also um eine Art von Schlot. Bei uns sagt man dazu Klamm.

Dieses wunderbare Naturschauspiel ist durch Wassererosion entstanden. Für Fototouristen stellt dieses Gelände ein einzigartiges Paradies dar. Bei plötzlich auftretenden Sturzwassern mussten die Menschen allerdings auch schon um ihr Leben laufen.

Der Antelope Canyon liegt im Südwesten der USA. Filmfreunde haben es dann nicht mehr weit bis zum Monument Valley.

Die Japanische Geisterinsel

Geisterstädte haben es uns angetan. Der Mensch braucht auch das Gruseln.
Bekannt sind die amerikanischen Geisterstädte aus der Goldgräberzeit. Aber wussten Sie, dass Japan ebenfalls mit einer solchen "Attraktion" aufwarten kann?
Hashima ist eine Insel am südwestlichen Zipfel des Landes mit einer ungewöhnlichen Vergangenheit. Dort wurde vor etwa einhundert Jahren Kohle gefunden. Die ursprüngliche Insel maß etwa 100 mal 300 Meter, und sie wurde schließlich auf das doppelte Volumen ausgebaut.
Um 1960 hatte die Insel die höchste Bevölkerungsdichte, die bisher auf der Welt gemessen wurde. Mitte der 1970er Jahre wurde die Kohleförderung aufgegeben. Alle Bewohner verließen die Insel, und heute ist sie menschenleer.
Das Panorama könnte sehr gut die Kulisse für einen Endzeit-Film hergeben.

Zurück in der Realität, findet der Abenteuer-Tourist in der Nähe einen Anschluss zum Hokkaido-Express nach Tokio.

Das Auge der Sahara

Im Norden der Sahara befindet sich ein mysteriöses, kraterähnliches Gebilde. Fünf Ringhügel bedecken eine Gesamtfläche von fast 50 Quadratkilometern.
Der erste Gedanke über die Entstehung geht in Richtung von Meteoriteneinschlägen. Allerdings wurden bisher keine sogenannten "Impakt-Gesteine" gefunden. Vulkanische Aktivitäten bieten sich als alternative Entstehungsursache an. Die Fachleute sind sich noch nicht einig.

Die auffällige Form ist nicht nur bei Geologen beliebt. Astronauten benutzen die ringförmige Gestalt auch gern zur Orientierung aus dem Orbit.
Als "Space Tourists" werden wir diese Aussage in absehbarer Zukunft überprüfen können.

Fazit.

Die Welt ist voller Wunder, und noch lange sind nicht alle entdeckt oder enträtselt. Dies wird wohl auch noch eine Weile so bleiben.
In der Zwischenzeit schickt die Nasa ein Unterseeboot in das Eismeer auf den Saturnmond Enceladus. Mit einem Fernrohr mit 20-facher Vergrößerung soll das Objekt von der Erde aus gut sichtbar sein.

 

Textquelle: wikipedia.de, Fotoquelle: pixabay.com

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