Wo liegt Panama?

In Mittelamerika, das ist weitgehend bekannt. Doch wenn man einmal einen Blick auf die Weltkarte im Detail wirft, dann wird die Bedeutung des Panamakanals für den Welthandel sehr deutlich.

Die Lage des Panamakanals

Ohne den Kanal mussten unsere Vorfahren einen großen Umweg um das Kap Hoorn herumfahren. Das kostete Zeit, und Zeit ist Geld.

Vor der Existenz des Kanals betrug der Seeweg für die Strecke von New York nach San Francisco etwa 25.000 Kilometer. Über den Kanal verkürzte sich der Weg auf 10.000 Kilometer. Die zeitliche Einsparung soll bei der Schiffstechnologie der Vergangenheit bei etwa drei Wochen Fahrzeit gelegen haben (*).

Wer also, wie die Deutschen, mit der Westküste Amerikas und mit Asien Geschäfte machte und westwärts fuhr, der profitierte - und zwar gewaltig.

Von New York nach San Francisco auf dem Seeweg über Kap Hoorn

Wer hatte die Idee für den Bau?

Die Spanier, Goethe, Ferdinand de Lesseps und die amerikanische Regierung. Eine etwas ausführlichere Story folgt weiter unten.

Der Kanal wurde im Jahr 1914 eröffnet. Er ist ungefähr 80 Kilometer lang. Die Skipper sind also schon eine Zeit lang innerhalb der Wasserstraße unterwegs, etwa 12 Stunden.

Einige Fakten. Pro Jahr fahren etwa 15.000 Schiffe durch den Kanal. Davon sind 6.000 größere Fahrzeuge der "Panamax-Klasse".
Die Strecke ist sinnvollerweise zweispurig ausgelegt. Die Durchfahrt funktioniert also mit Gegenverkehr.

Die Eigentümer. Die Schifffahrtstraße wird als neutrales Gebiet bezeichnet(*). Die Amerikaner hatten den Kanal gebaut und im Jahr 1999 an eine panamaische Behörde übergeben. Ein interessantes Detail aus dem Wikipedia Artikel (*) weist darauf hin, dass der Kanal " ein unveräußerliches Eigentum des panamaischen Volkes" darstellt.

Warum wurde der Kanal erweitert?

Bisher konnten nur mittelgroße Schiffe den Kanal passieren. Es wurde ein sogenanntes Panamax als Zielgröße eingeführt, dass die Zufahrt zum Beispiel für Containerschiffe auf eine bestimmte Größe begrenzte (*).

Der Weg war vor der aktuellen Erweiterung so eng, dass einige der größeren zugelassenen Schiffe gerade einmal etwas mehr als einen halben Meter Abstand zu den Seitenwänden hatten.

Was ist die wirtschaftliche Bedeutung des Kanals?

Fünf Prozent des weltweiten Seehandels werden über diese Wasserstraße abgewickelt. Die USA und China werden als die Hauptnutzer der Verbindung bezeichnet (*).

Hier sehen Sie eine kurze Übersicht:

(Bild: schreibspass bei Pagewizz.com)

Die Bedeutung für den deutschen Export? Die USA und China gehören zu den Haupthandelspartnern unseres Landes. Jede Verbesserung der internationalen Verkehrswege schlägt sich auch in Vorteilen für die deutsche Exportwirtschaft nieder.

Was man noch wissen möchte

  • Die ursprüngliche Idee stammt aus der Zeit um 1500. Ein Abenteurer hatte auf der Flucht vor der Polizei als erster die Landenge bei Panama durchquert. Kaiser und Könige diskutierten Jahrhundert lang über die Machbarkeit eines Kanals. Wilhelm von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe waren ebenfalls supporter der Idee.
  • Um 1870 wurde unter der Leitung von Ferdinand de Lesseps der Sueskanal fertiggestellt. Einen größeren Stichkanal zu bauen, das ging also. Um 1880 wurde mit dem Bau des Panamakanals begonnen. Erst dreißig Jahre später, im Jahr 1914, wurde der Kanal in Betrieb genommen. Querelen aller Art gab es ohne Ende.
  • Die Ingenieure sprengen mit Dynamit Felsen weg, deren Schuttberge etwa zwanzig Mal die Höhe der Cheops Pyramide erreicht hätten (*).
  • Jetzt kommen Pläne für Konkurrenzprodukte an die Öffentlichkeit. Mexico und Nicaragua/ Costa Rica sind auf der Bildfläche als Konkurrenten erschienen. Kolumbien will eine Bahnlinie quer über den Kontinent bauen.

Was bleibt?

Clever muss der Mensch sein. Einige kluge Köpfe lassen sich einen Kanal zwischen zwei Halbkontinenten einfallen. Andere kluge Menschen setzen das Projekt um. Und die internationalen Wirtschaftspartner, einschließlich Deutschland, profitieren gemeinsam.
Manche Dinge können durch ihre kreative Umsetzung Mut machen im Hinblick auf ähnliche Unternehmungen für die Zukunft.

What next? (Bild: Unsplash/ pixabay.com)

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