Mit der Gegenstromanlage gegen den Strom

Schwimmen wie im Hamsterrad

Gehört man nicht gerade zu den Großgrundbesitzern mit dem nötigen Kleingeld auf der Bank, so dürfte der eigene Pool im Garten von der Größe her eher etwas bescheidener ausfallen und eher der Hochsommerlichen Erfrischung dienen, oder aber ist den Kindern vorbehalten, die nach der Schule darin planschen können. Es gibt auch heute noch eher wenige Swimminpools in privaten Gärten, die das Wort "Swimming" tatsächlich verdient haben.

Selbst, dann wenn ein Schwimmen im geringeren Umfang möglich wäre, wird es doch recht schnell eintönig, da eine Länge meist schon mit wenigen Armzügen geschafft ist. Wer dennoch seinen Swimmingpool nicht nur als Planschbecken nutzen, sondern darin aktiv etwas für seine Fitness tun möchte, für den eignet sich eine Gegenstromanlage, die auf den ersten Blick zwar nicht ganz billig ist, aber im Vergleich zu einem großen Becken die günstigste und sicherlich beste Alternative darstellt. Die Gegenstromanlage oder Gegenschwimmanlage ist einem großen Becken für das Fitnesstraining sogar noch eindeutig überlegen, da die Ausdauer ohne störendes Wenden noch besser trainiert werden kann. Wer möchte und dazu körperlich in der Lage ist, kann mit einer Gegenstromanlage bzw. Gegenschwimmanlage Kilometer langes Schwimmen simulieren, fast wie ein Hamster in seinem Laufrad …

Der Trick oder das Grundprinzip bei einer Gegenstromanlage ist der, dass etwas unterhalb der Wasseroberfläche ein Wasserstrahl erzeugt wird, durch den eine Strömung im Wasser entsteht. Gegen diese Strömung versucht der Schwimmer mit Schwimmbewegungen anzukommen und bewegt sich somit in Relation zur Strömung vorwärts, relativ zum Becken hingegen auf der Stelle.

Die Gegenstromanlage / Gegenschwimmanlage nach Maß

Auch bei der Gegenstromanlage gibt es zahlreiche Varianten und Unterschiede in Details ebenso wie im Preis und den Herstellern. Dennoch lassen sich im Wesentlichen zwei unterschiedliche Bauweisen der Gegenstromanlage unterscheiden: die Einbau-Gegenstromanlage und die Einhänge-Gegenschwimmanlage. Die ideale Lösung ist sicherlich die Einbau-Gegenstromanlage, die man bereits bei der Planung eines neuen Swimmingpools berücksichtigen sollte. Sie ist in die Beckenwand integriert und stört somit auch nicht in den Zeiten, in denen sie nicht genutzt wird.

Besteht bereits ein Pool, lässt sich eine Einbau-Gegenstromanlage zwar auch noch nachträglich installieren, doch ist dies mit einem großen Aufwand und deutlichen Kosten verbunden. In solch einem Fall, ebenso wie für Fertigbecken, ist die Einhänge-Gegenschwimmanlage die Lösung der Wahl. Diese können jederzeit am Beckenrand eingehängt und nach Gebrauch wieder abgebaut werden. Ein weiterer Vorteil kommt dieser Einhänge-Gegenschwimmanlage zu, sie benötigt nämlich keinen separaten Schacht.

Wie funktioniert eine Gegenstromanlage bzw. Gegenschwimmanlage

Einfaches aber wirkungsvolles Prinzip

Um einen Gegenstrom zu erzeugen, benötigt eine Gegenstromanlage zunächst einmal eine starke Pumpe. Diese saugt das Wasser direkt aus dem Pool und spritzt es mit großem Druck wieder ins Becken, vom Grundprinzip her also wie eine "getunte" Filterpumpe. Der Hauptunterschied besteht demnach auch darin, dass die Pumpe der Gegenstromanlage mit einer Förderleistung von 40 bis 80 Kubikmeter Wasser pro Stunde aufwarten kann. Auf diese Weise lassen sich Strömungsgeschwindigkeiten von bis zu 7 km/h erreichen, gerechnet im Abstand von ungefähr einem Meter zur Einstrahldüse. Diese Geschwindigkeit ist selbst für einen geübten Schwimmer eine Herausforderung und sollte demzufolge reichlich genügen. Die Gegenstromanlage / Gegenschwimmanlage lässt sich aber in ihrer Stärke den eigenen Bedürfnissen individuell anpassen, da solche Geschwindigkeiten schlicht von Freizeitschwimmern nicht und schon gar nicht dauerhaft zu erreichen sind.

Gegenschwimmanlage im Erweiterungsset

Mit einem Erweiterungsset für noch mehr Badespaß sorgen.

Auch als Nicht-Fachmann ist es heute kein Problem mehr die passende Gegenstromanlage zu finden und selbst zu installieren. So gibt es fertige Erweiterungssets mit Gegenstromanlage und sämtlichem benötigten Zubehör, wie etwa Einstrahldüsen, Hähne, Rohre und nicht zuletzt inklusive der elektronischen Steuerung. Eine gute Gegenschwimmanlage lässt sich außerdem auch später noch mit Sonderzubehör erweitern. So kann man sich Stück für Stück seine eigene Wellness-Oase zusammenstellen und etwa noch Massagedüsen oder Luftsprudeldüsen hinzukaufen. Auch Haltegriffe oder individuell verstellbare Düsen werden von einigen Herstellern angeboten. Und wer es ganz romantisch haben möchte, für den gibt es Modelle mit integrierten Unterwasserscheinwerfern, die den Swimmingpool auch Nachts ins rechte Licht rücken.

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