Polymorphe Lichtdermatose (PLD)

Dies ist die klassische Sonnenallergie. Die Haut wird fleckig Rot, juckt und eventuell treten Pusteln oder Bläschen auf. Die Veränderungen der Haut treten einige Stunden bis Tage nach der Sonneneinstrahlung vor allem an unbedeckten Körperstellen auf. Das erleichtert die Abgrenzung zu anderen allergischen Hautreaktionen, wie zum Beispiel dem Kontaktekzem.

Mallorca-Akne

In der Haut bilden sich kleine Knötchen, die an Akne erinnern. Auslöser sind die Fette in Sonnencremes, Body-Lotions und in einigen Fällen auch der körpereigene Talg. Die Knötchen bilden sich schnell wieder zurück, wenn fettfreie Sonnengels verwendet wird und in Zukunft auf fetthaltige Cremes und Lotionen verzichtet wird.

Mädchen und Jungen in der Pubertät, die durch die erhöhte Talg-Produktion während dieser Phase, an Mallorca-Akne leiden, können von einer homöopathischen Behandlung profitieren.

Photoallergische Reaktion

Einige Medikamente führen in Verbindung mit Sonnenbestrahlung der Haut zu unerwünschten Reaktionen. Dazu gehören Antibiotika, einige Schmerzmittel und Entwässerungsmittel. Besondere Vorsicht ist bei Johanniskraut-Präparaten geboten. Lesen Sie die Packungsbeilage ihrer eingenommenen Medikamente und fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker nach Alternativen.

Möglichkeiten der homöopathischen Behandlung

Eine homöopathische Behandlung ist dann sinnvoll, wenn sie sich eine Alternative zur schulmedizinischen Therapie wünschen. Die Homöopathie bietet in der Behandlung der Sonnenallergie zwei Möglichkeiten. Da ist zum Einen die homöopathische Konstitutionsbehandlung und zum Anderen die Behandlung im Akut-Fall.

Die homöopathische Konstitutionsbehandlung der Sonnenallergie

Die Homöopathie geht davon aus, dass Erkrankungen durch Verstimmung der Lebenskraft entstehen und bemüht sich, diese Verstimmung zu  beheben und das Immunsystem zu stärken, indem es einen Reiz setzt, der die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt.

Dies geschieht durch die Gabe eines homöopathischen Mittels, welches alle Beschwerden und Eigenheiten des Betroffenen, seine seelische Verfassung, sowie seine Vorlieben und Abneigungen, abdeckt.

 

Der erste Schritt ist eine umfangreiche Anamnese (Erfassung der Krankengeschichte) durch einen Homöopathen. Erfragt, werden nicht nur die körperlichen Beschwerden, sondern auch die Gemütssymptomatik und allgemeine Befindlichkeiten und Beschwerden. Nach dieser Anamnese wird ein Mittel herausgesucht, welches genau auf den Betroffenen passt, mit all seinen Facetten und Befindlichkeiten.

 

Die homöopathische Konstitutionsbehandlung erfolgt in der Regel mit hohen C-Potenzen (C30, C200, C1000 oder C10.000 in großen Abständen ) oder mit LM-Potenzen (täglich oder mehrmals wöchentlich).

 

Da die Konstitutionsbehandlung eine gründliche homöopathische Ausbildung und Erfahrung voraussetzt, eignet sie sich nicht zur Selbstbehandlung. Suchen Sie sich also einen Homöopathen oder eine Homöopathin in ihrer Nähe.

 

Im Idealfall beginnen Sie die Behandlung im Herbst oder Winter, so dass sich der Körper in Ruhe umstellen kann und dann im Sommer nicht mehr so überempfindlich auf die Sonne reagiert.

 

Die homöopathische Behandlung der akuten Beschwerden

Die homöopathische Behandlung im Akut-Fall sieht anders aus. Da wird das Augenmerk auf die aktuell vorhandenen körperlichen Beschwerden gelegt. Jucken und Röte der Haut sind die allgemeinen Symptome der Sonnenallergie. In Frage kommen eine größere Anzahl an Mitteln, denen gemeinsam ist, dass Sie empfindlich auf Sonneneinwirkung reagieren.

 

Ausgewählt wird das Mittel in der Regel nach den sogenannten Modalitäten. Es wird geschaut, wodurch die Beschwerden sich bessern und wodurch sie schlimmer werden. Dem Einen tun kalte Umschläge gut, dem Anderen warme Umschläge. Auch ein veränderter Gemütszustand mit Einsetzen der Sonnenallergie kann wegweisend bei der Mittelauswahl sein. Das Mittel wird in niedrigeren D- oder C-Potenzen gegeben. Zu Anfang der Beschwerden kann die Gabe halbstündlich bis stündlich erfolgen. Die Abstände vergrößern sich mit Besserung der Beschwerden.

Sonnenallergie: Welche homöopathischen Mittel helfen?

In Frage kommen Mittel, die in ihrer Arzneimittelbeschreibung eine generelle Verschlechterung durch Sonne haben und die einen Bezug zur Haut haben.

Schlimmer durch Wärme und besser durch Kälte

Werden die Beschwerden schlimmer durch warme Anwendungen und besser durch kalte Anwendungen kann generell an Acidum fluoricum gedacht werden.

Sulfur und Arsenicum bei brennenden Schmerzen

Typisch für Arsenicum, ist die ungewöhnliche Tatsache, dass brennende Schmerzen durch Wärme gelindert werden. Zusätzlich besteht eine große Angst, dass es sich um eine schwerwiegende Erkrankung handeln könne.

Besteht zusätzlich zu den brennenden Schmerzen ein starker Juckreiz, der nachts in der Bettwärme oder durch Kontakt mit Wasser schlimmer wird, so weist dies auf das homöopathische Mittel Sulfur hin. Die Beschwerden sind typischerweise morgens gegen 11 Uhr am schlimmsten und können durch kalte Anwendungen gelindert werden.

Apis und Lachesis bei Schwellungen

Hellrosafarbene Verfärbungen der geschwollenen Hautareale, die jucken, brennen oder stechen, sprechen gut auf Apis an. Durch kalte Anwendungen werden die Beschwerden gelindert.

Bei starker Empfindlichkeit der Haut gegenüber Berührung kann an Lachesis gedacht werden. Typisch für Lachesis ist eine Verschlimmerung der Beschwerden nach dem Schlaf am frühen Morgen oder nach einem kurzen Nickerchen.

 

Rhus toxicodendron und Urtica urens bei Bläschen und Pusteln

Bläschen, die aussehen, als wenn die Haut mit Brenneseln in Kontakt gekommen wäre, sprechen gut auf Urtica urens an. Die Haut juckt und brennt und es fühlt sich an, als wenn Ameisen über die Haut laufen würden.

Typisch für Rhus toxicodendron sind stark juckende Bläschen. Durch den Kontakt mit Wasser verschlimmern sich die Beschwerden.

Natrium chloratum, Pulsatilla und Sepia bei verändertem Gemütszustand

Menschen, die durch einen langen Kummer geschwächt sind und zusätzlich eine Sonnenallergie entwickeln, sprechen gut auf Natrium chloratum an. Morgens zwischen 9 und 11 Uhr geht es ihnen am schlechtesten. Typisch ist ein großes Verlangen nach salzigen Dingen.

Menschen, die nach Zuwendung und Trost verlangen und nicht gerne alleine sind, wenn sie unter den Beschwerden der Sonnenallergie leiden, können Pulsatilla gebrauchen.

Sepia möchte dagegen gerne alleine sein und erfährt Besserung im warmen Zimmer. Die Stimmung ist allerdings eher gereizt.

Bei Sonnenallergie die Sonne meiden

In jedem Fall, sollten Sie sofort aus der Sonne in den Schatten gehen, sobald Beschwerden auftauchen. Bis zum Abklingen der Symptome sollte die direkte Sonneneinstrahlung gemieden werden.

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