Liebe geht auch durch die Nase

Selbst bei der Partnerwahl spielt der Duft eine große Rolle. In dem Satz "Ich kann dich nicht riechen" steckt mehr Wahrheit, als man denkt.

Der Geruch ist das Erste, was wir wahrnehmen. Unsere Riech- und Nervenzellen wandeln den Duft in elektrische Impulse. Diese bewirken dann, dass unser Gehirn blitzschnell entscheidet, ob wir jemanden "riechen" können oder nicht.

Die "Duftnote" mancher Menschen stößt uns also manchmal unbewusst so ab (auf Gerüche, die uns bewusst abstoßen, gehen wir jetzt besser nicht ein), dass wir uns je nachdem schon ein Urteil gebildet haben, und wissen es noch gar nicht.

Genauso kann es sein, dass wir uns zu jemandem hingezogen fühlen, und wir es uns gar nicht erklären können, da er eigentlich gar nicht unser Typ ist.

Ein Mensch kann ca. 10000 verschiedene Gerüche unterscheiden. Eine "geübte Nase", z.B. die eines Parfümeurs, sogar bis zu 30000.

Die Nase - Entspannung der 5 Sinne II

Ein Duftbad entspannt Körper und Nase

Herrliche Entspannung bietet ein Duftbad. Sie können fertige Badezusätze - in Form von Badesalzen, Schaumbädern, Badekugeln etc. - kaufen, oder Sie stellen sich Ihr eigenes, auf Ihre momentanen Bedürfnisse zugeschnittenes Bad, mit Hilfe von Duftessenzen, selbst zusammen.

Achten Sie bei der Verwendung ätherischer Öle aber unbedingt auf die Dosierung. Falsch dosiert können diese Öle Allergien oder sogar Vergiftungen hervorrufen. Der Duft soll ja schließlich auch nur sanft in die Nase steigen und nicht penetrant die Sinne vernebeln.

Da ätherische Öle nicht wasserlöslich sind, schütten Sie die Essenzen nicht einfach ins Badewasser, denn dann schwimmen die Tropfen nur auf der Wasseroberfläche, sondern verrühren Sie die Öle mit etwas Sahne oder Vollmilch.

Tipp: Sorgen Sie zusätzlich noch für das richtige Ambiente im Badezimmer, wie z.B. gedämpftes Licht, Kerzen und leise Musik.

Was der Nase sonst noch gut tut

Achten Sie darauf, dass die Luft in Ihrer Wohnung, besonders im Schlafzimmer nicht zu trocken ist.

Im Winter können Sie dazu natürlich einfach ein feuchtes Handtuch auf die Heizung legen. Es gibt aber auch spezielle Luftbefeuchter.

Der Luftbefeuchter hier auf dem Bild ist in verschiedenen Farben erhältlich, und das Wasser kann bei Bedarf auch noch mit Ätherischen Ölen versetzt werden.

Auf diese Weise können Sie noch mal eine extra Wohlfühlatmosphäre im Raum schaffen.

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Dampfbad: Der Klassiker bei Erkältung. Ist aber durchaus auch einfach mal so zu empfehlen.

Die Anwendung kennt wahrscheinlich jeder. Man nimmt eine Schüssel mit heißem Wasser und ein großes Handtuch, dann hält man das Gesicht über den heißen Dampf und legt das Handtuch über den Kopf und die Schüssel, damit möglichst wenig Dampf entweicht.

Während man bei einer Erkältung auf die gute alte Kamille zurückgreifen sollte, kann man sich sonst auch durchaus mal ein Dampfbad mit Blütenessenzen oder Ölen (Vorsicht bei der Dosierung!) gönnen. Positiver Nebeneffekt ist zudem noch die porenöffnende Wirkung des Dampfes.

Nasenspülung:  Bewirkt die Reinigung der Nase und der Nasenschleimhäute. Täglich angewandt, am besten mit Hilfe einer Nasendusche, wirkt eine Nasenspülung vorbeugend gegen Erkältungen, Grippe und Heuschnupfen. Nehmen Sie dazu warmes Wasser mit einer isotonischen Salzlösung.

Weitere "Dufte Ideen"

Potpourri

Der Begriff kommt aus dem französischen, und bedeutet so viel wie Allerlei. Man unterscheidet zwischen 2 Arten:

Einmal die trockenen Mischungen aus getrockneten Blütenblättern, Kräutern o.ä. Diese sehen schön aus, aber der Duft hält nicht sehr lange an. Deswegen sollte man ihn immer mal wieder mit etwas Öl auffrischen. 

Dann gibt es die feuchten Potpourris. Die haben zwar einen anhaltenden Duft, sind aber ziemlich matschig und deswegen nicht so schön aussehen.

Am besten stellt man Potpourris selber her. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, und man kann das Sammeln der Blüten wunderbar mit einem schönen Spaziergang verbinden.

Am besten eignen sich natürlich Blüten mit einem intensiven Duft z.b. Rosen, Jasmin, Lavendel, Veilchen, Flieder. Man kann aber auch Kräuter oder Gewürze, wie z.B. Vanille oder Nelken dageben. Gerade in der kalten Jahreszeit passen sehr gut Zimt oder getrocknete Obstschalen.

Suchen Sie sich dann nur noch einen passenden Behälter, z.B. ein Körbchen, ein flacher Teller oder eine Glasschüssel und füllen Sie ihn mit den Düften Ihrer Wahl.

Tipp: Trocknen Sie Orange-, Zitrone- oder Apfelschalen und stechen dann mit einem Plätzchenausstecher kleine Figuren aus den Schalen.

Räuchern - eine uralte Tradition

Räuchern nennt man das langsame verbrennen von Harzen, Kräutern, Hölzern, Rinden etc. Man kann damit eine besondere Atmosphäre im Raum erschaffen.

Die Tradition des Räucherns ist wahrscheinlich so alt wie die Entdeckung des Feuers selbst. Neben der praktischen Anwendung, z.B. um die Raumluft zu verbessern oder Lebensmittel haltbar zu machen, hat das Räuchern in vielen Kulturen auch eine religiöse oder spirituelle Bedeutung.

Auch hier gilt: Nicht einfach drauf losräuchern. Erkundigen Sie sich erst über die Dosierung und die Wirkung der Räucherwerke. Und auch dann: lieber klein anfangen.

Tipp: Um das Räuchern richtig genießen zu können, braucht man vor allen Dingen Ruhe. Am besten schafft man sich eine kleine Räucherecke, um sich zum Entspannen dorthin zurückzuziehen

   

Bücher über das Räuchern und Räuchermischungen
Räuchern mit heimischen Kräutern

Sie sehen, auch der Nase kann man etwas Zeit widmen. Gehen Sie doch bei Ihrem nächsten Spaziergang nicht nur mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend, sondern auch mit offener Nase.

Text © Monika Rosenbaum

monros, am 04.09.2010
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