Der eine hat den „grünen Daumen“ - und der andere hat ihn nicht...

Das nimmt ein so mancher an – doch es geht auch anders! Mit ein bisschen Mühe und  Beachtung einiger Grundregeln kann jeder Zimmerpflanzen ein lebenswertes Zuhause bieten.

Wer kennt das nicht? Man bekommt bei irgendeinem Anlass von irgendjemanden ein Pflanzenexemplar für die Fensterbank geschenkt – oder man hat die "grünen Freuden" sogar selbst erstanden. Voller guter Vorsätze stellt man den neuen "Hausgenossen" auf seinen anberaumten Platz und hegt und pflegt ihn mit großer Hingabe.
Doch nach nur wenigen Tagen nimmt das unheilvolle Geschehen seinen Lauf. Die geliebte Pflanzenpracht beginnt zu kränkeln, siecht schließlich trotz aller Bemühungen dahin und verkümmert. Was ist der Grund dafür?

Nicht nur der Mensch hat Bedürfnisse - Die Zimmerpflanze hat sie auch… - Lichtverhältnisse und Temperatur

ficus benjamin



 

 

 

 

 

 

 

 


Bildquellenangabe (auch zum Vorschaubild): www.pixelio.de  © wrw / pixelio.de

Jede Pflanze assimiliert – und bildet ständig neues Chlorophyll. Dieser Vorgang ist nötig, um weitere Blätter zu bilden und auch wachsen zu können - Ein wichtiger Baustein des Lebens für alle Pflanzen. Existenziell notwendig hierbei sind Licht und Sonne.
Jede Pflanze braucht ein Mindestmaß an Licht, um gut gedeihen zu können, nur die Ansprüche an das Maß sind individuell verschieden.


Gewöhnlich sollte man folgende Regel beachten: Buntblättrige Züchtungen der pflanzlichen Freunde sind immer empfindlicher, als die ursprüngliche, grüne Art und deshalb auch in der Pflege schwieriger. Sie benötigen jedoch auch mehr Licht als die Ursprungsart (z.B.: 'Ficus Benjamin').
Viele Exoten, die aus tropischen Ländern stammen gedeihen in ihrem Heimatland unter viel besseren Licht- und Temperaturbedingungen, als es bei uns möglich ist. Solche Pflanzen bei sich zuhause auf der Fensterbank zu beheimaten, ähnelt immer einen Experiment, ist oft schwer zu bewerkstelligen und erfordert einen enormen Pflegeaufwand. Jeder Blumenfreund sollte für sich selbst entscheiden, inwieweit er Zeit in darin investieren will.


Die Temperatur ist ebenfalls ein wichtiger Faktor in der Pflanzenpflege. Wichtig für die grünen Gesellen ist häufig eine gleichbleibende Temperatur, in etwa 18 bis 24 Grad (Zimmertemperatur). Kurze Temperaturschwankungen werden von der Pflanze oft gut verkraftet, Kälteschocks dagegen können sich verheerend auswirken.

Wasser und Dünger

…auch Pflanzen haben Durst – und benötigen Wasser mit Nährstoffen - die einen mehr, die anderen weniger.  Ein Manko ist jedoch, dass die meisten Pflanzen einfach unwissentlich "zu Tode" gegossen werden.
Ein Tipp am Rande: Man sollte immer mit dem Finger prüfen, wie feucht das Substrat noch ist, bevor man die Gießkanne holt. Nasse Erde braucht man nicht noch einmal gießen! Überschüssige Feuchtigkeit sollte ebenfalls immer aus dem Topf entweichen können, denn zuviel Gießen macht die Wurzeln schlecht!

Dafür gibt es folgenden simplen aber wirkungsvollen Trick: Statt der bunten Übertöpfe kann man kurzerhand Topfuntersetzer verwenden, in denen das "Zuviel an Wasser" abfließen kann. In den Übertöpfen sieht man es der Pflanze meist nicht an, wenn sie bereit viel zu häufig und zu lange mit "nassen Füßen" gestanden hat.
Im Normalfall müsste sich nach dem Gießen das Substrat im Topf nach einer ½ Stunde wieder ausreichend durchfeuchtet haben. Ist nach dieser Zeitspanne noch Wasser im Untersetzer, kann man dieses bedenkenlos abgießen.  Ist eine Pflanze andernfalls einmal sehr ausgetrocknet und lässt die Blätter hängen, ist es auch möglich, diese kurzzeitig in einen Eimer mit Wasser zu stellen, damit sich das Erdreich wieder voll Feuchtigkeit saugen kann. Der "grüner Freund" wird es ihnen danken und sich schnell wieder erholen.
Gut bewährt haben sich gegen Übernässung auch Tongranulate, die man anstatt der Erde in den Blumentopf gibt. Ein beigefügter Wasseranzeiger erinnert ans Gießen und hilft dabei, Fehler zu vermeiden.
Düngen sollte man im Winter ab und an, im Frühjahr bis Herbst ca. einmal in der Woche. Ein handelsüblicher Blumendünger ist dabei für fast alle Pflanzen die richtige Wahl. Da im Winter sowieso schlechtere Lichtverhältnisse herrschen, ist es ratsam, auch den Pflanzen in dieser Zeit eine Ruhepause in punkto Wachstum zu gönnen.

Der richtige Topf – so wichtig wie die richtige Schuhgröße

Ist einmal die Zeit des Umsetzens für die Zimmerpflanze da, ist der richtige Augenblick gekommen, wenn beinahe der gesamte Erdballen von Wurzeln durchzogen und nicht mehr viel Substrat vorhanden ist. Manchmal hebt sich das Erdreich oder die Wurzeln bereits oben aus den Topf, weil dieser zu klein geworden ist. Der neue Topf sollte dann 2-3 cm größer sein, als der alte. Eventuelle schlechte Wurzeln werden vorsichtig entfernt und die Pflanze daraufhin in neues Substrat eingesetzt. Die ideale Zeit für dieses Vorhaben ist der Beginn der Wachstumsperiode, also das zeitige Frühjahr.

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