Die Nordsee und das Wattenmeer

Beginnen wir im Norden Deutschlands. Dort finden wir an der Nordsee das Wattenmeer Diese faszinierende Küstenlandschaft erstreckt sich entlang der deutschen Küste bis zu den Niederlanden und Dänemark und ist weltweit das größte Wattenmeer mit Flachwasser und Prielen, Sandbänken, anschließenden Dünen und Salzwiesen. Es zählt zu den größten noch vorhandenen natürlichen Lebensräumen Westeuropas mit einer unglaublichen Artenvielfalt. Viele Zugvögel machen hier Zwischenstation, aber es ist auch Heimat vieler Brutvögel. Ebbe und Flut sind die bestimmenden Merkmale der Landschaft und zweimal am Tag fällt der Meeresboden auf etwa 10000 Quadratkilometer trocken. Ein Paradies für Vögel, da sich dort unzählige Würmer, Schnecken und Muscheln sowie in den Prielen kleinere Fische finden. Als gefährdete Region steht das Wattenmeer heute nahezu komplett unter Schutz.

Die Region lädt einen dazu ein, ausgedehnte Spaziergänge zu machen, barfuß durch den weichen Schlick zu gehen, in die Ferne zu blicken und die salzige Luft auf der Haut zu spüren und zu genießen.

Rügen und die berühmten Kreidefelsen

Wer noch nie auf Rügen war, der kennt zumindest seine berühmten Kreidefelsen in Öl gemalt. Das Ölgemälde von Caspar David Friedrich entstand 1818 und gehört zu den Hauptwerken der deutschen Romantik. Noch beeindruckender als im Museum sind sie aber in natura, wo sie bis zu 120 Meter hoch sind. Es sind aber natürlich nicht nur die Felsen, die die Gegend zu einer der schönsten Urlaubsregionen in Deutschland machen, sondern auch die dichte Waldlandschaft – vorwiegend Buchenwald – und die raue Ostsee. 1990 wurde die Steilküste zwischen Sassnitz und Lohme, die Wiesen, Moore und Wälder zum Nationalpark Jasmund erklärt. Spazierwege führen am Hochufer entlang und bieten atemberaubende Ausblicke. Besonders beliebt ist der »Königsstuhl«, ein auffälliger Felsvorsprung von dem man eine herrliche Aussicht genießen kann.

Felslandschaft der Sächsischen Schweiz

Wie verschiedenartig die Landschaften in Deutschland sein können macht die Urlaubsregion Sächsische Schweiz deutlich. Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges an der Grenze zu Tschechien gelegen, südöstlich von Dresden weist die bizarrsten Formen und Felsformationen auf, die man sich vorstellen kann. Sie bilden geradezu eine Mischung aus Schweiz und Australien und scheinen doch einer Märchenwelt zu entspringen. Eines der bekanntesten Fotomotive dürfte wohl die Brücke der Bastei sein. Wer sich bereits in den frühen Morgenstunden aufmacht, der wird ein unvergleichlich beeindruckendes Naturschauspiel erleben. Insbesondere im Frühjahr und Herbst, wenn der Boden morgens feucht ist. Dann ziehen kurz nach Sonnenaufgang oftmals Nebelschwaden um die Felsen und zaubern einen Eindruck, als befände man sich in einer völlig fernen, fremden Welt.

Die Lüneburger Heide

Foto: Pixabay / Marlis Dülsen

Die Lüneburger Heide war einst eine weite Heidelandschaft, die inzwischen jedoch auf ein Gebiet zwischen Hamburg, Bremen und Hannover zusammengeschrumpft ist. Dennoch gehört sie eindeutig zu den schönsten Urlaubsregionen in Deutschland und lohnt einen Besuch. Wer große Farbenteppiche liebt, der sollte unbedingt einmal seinen Urlaub in der Lüneburger Heide verbringen. Das Heidekraut, vorwiegend Erika und Wacholder verwandeln im August und September die ganze Region in ein riesiges lila Farbenmeer eingerahmt vom Grün der Kiefern und von weißen Birken. Geprägt wurde die Landschaft durch die wirtschaftliche Nutzung durch den Menschen über Jahrtausende hinweg. So widersprüchlich es klingen mag, aber all die »Naturwunder« sind kulturhistorisch bedingt, etwa durch Brennholzgewinnung, der Kultivierung von Mooren und dem bewusst offenhalten der Heideflächen. daneben finden sich zahlreiche Eiszeitliche Spuren wie Großsteingräber, die gerna auch als »Hünengräber« bezeichnet werden.

Die Zugspitzregion

Pixabay / Sebastian WDie bayerischen Alpen, das Wettersteingebirge mit der Zugspitze, dem mit 2962 Metern höchsten Berg Deutschlands, ist für Wanderbegeisterte und Outdoor-Fans die ideale Region um Aktivurlaub zu machen. Die Zugspitzregion bietet zu jeder Jahreszeit genügend Möglichkeiten aktiv zu sein. Zahlreiche gut gesicherte Klettersteige finden sich ebenso wie gut erschlossene Wanderwege. Kühlende Gletscherwanderungen bieten sich im Sommer an, im Winter kommen Skifahrer auf ihre Kosten. Immer ein kleines Erlebnis ist eine Fahrt mit der legendären Zugspitz-Zahnradbahn, von der eine erste Teilstrecke bereits 1929 eröffnet wurde und damals von Grainau bis zum Eibsee führte. Ein Jahr später wurde der letzte und zugleich spektakuläre Teil, nähmlich die Zahnradstrecke bis hoch zum Schneefernerhaus ein betrieb genommen.

Der Teutoburger Wald und die Externsteine

Foto: Pixabay / Erwin DamhuisNahe der Stadt Horn-Bad Meinberg in Nordrein-Westfalen gelegen, ragen 13 Sandsteinfelsen, die Externsteine, empor. Sie entstanden bei der Auffaltung des Eggegebirges vor etwa 80 Millionen Jahren und wurden durch Erosion im Laufe der Zeit freigelegt. Bereits seit 1926 stehen sie und ihre Umgebung unter Naturschutz und genießt seit 2004 außerdem europaweiten Schutz nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und sind somit ein Teil des europäischen Naturerbes. Um die Externsteine ranken sich schon immer zahlreiche Mythen über Druiden, Schamanen und Geschehnisse in den Walpurgisnächten. Tatsächlich wurden die Felsen in der Geschichte als Kultstätte genutzt, wie eine Grabstätte, ein Kreuzrelief und eine Kapelle belegen. Heute kann man über einen Stufenweg die Felsen besteigen und den Rundblick über die trockenen Bergheiden, die Auenwälder und die Übergangs- und Schwinggrasmore genießen.

Berchtesgadner Land mit dem Königssee

Foto: Pixabay / MaLyKaEtwa 160 Kilometer von München in Richtung Süden liegt einer der schönsten gut erreichbaren Gebirgsseen Deutschlands, der Königsee. Eiskaltes und kristallklares Wasser wird eingerahmt von hohen Felswänden des sagenhaften und von Ambros/Tauchen/ Prokopetz besungenen Watzmanns. Die Lage des Sees im Berchtesgadener Land zeigt genau die Idylle, die man sich vorstellt, wenn man an alte Heimatfilme und an die Urlaubserzählungen der Großeltern denkt.

Wie ein Spiegel zwischen steilen bewachsenen Berghängen liegt der Königssee da, und lässt durch das Spiegelbild die Berge noch beeindruckender erscheinen. Eines der bekanntesten Fotomotive und zugleich Wahrzeichen der Region ist die Wallfahrtskirche St. Bartholomä, die ausschließlich mit dem Schiff zu erreichen ist. Ein Ausflug dorthin lässt sich auch gleich mit dem Besuch des Gasthauses direkt nebenan verbinden, das in einen romantischen ehemaligen Jagdschlösschen untergebracht ist …

Spreewald

Foto:Pixabay / travelspotAtemberaubend schön! So muss man wohl zwingend den Spreewald in Brandenburg beschreiben. Unzählige Seitenarme von Elbe, Oder, Spree und Havel durchschneiden die Landschaft in Form eines riesigen Geflechts. Kanäle in denen man sich verirren könnte führen entlang von mit Schilf bewachsenen Ufern, vorbei an Mooren und alten Dörfern, durch Wälder hindurch und lassen einen alles vergessen, was irgendwie mit Arbeit und Stress zu tun hat. Als Biosphärenreservat steht die Landschaft unter dem Schutz der UNESCO. Für Wassersportler und ist der Spreewald nicht nur einer der schönsten Urlaubsregionen Deutshlands, sondern geradezu das Paradies. Fast 1000 Kilometer lassen sich mit Kanu oder Kajak zurücklegen und erkunden und dabei etwa Kraniche und andere Tiere beobachten.

Die Eifel / Vulkaneifel

Foto: Pixabay / Siegbert PingerZwischen Aachen, Köln, Koblenz und Trier erstreckt sich die Eifel, das deutsche Mittelgebirge das Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen verbindet. Der Grund, dass die Eifel zu den schönsten Urlaubsregionen in Deutschland gehört liegt auf der Hand: auf in Relation gesehen kleinem Gebiet herrscht eine landschaftliche Vielfalt, die für echte Abwechslung sorgt. Aufragende bizarr anmutende Felsformationen in einer Hügellandschaft durchschnitten von wilden Gewässern machen den Süden der Eifel aus. Hier und da Gehöfte mit ausladendem Blumenschmuck geben dem ganzen ein wenig den Charakter einer Modelllandschaft. Weiter im Norden finden sich noch intakte Moore und weite Wälder, mittelalterliche Städtchen und Gebirgige. Verstreut liegen wild romantische Burgen. Dazwischen befinden sich ein Gebiet mit etwa 75 Vulkankratern wovon wiederum einige vor über 10000 Jahren zu Vulkanseen wurden. Drei davon sind nahezu perfekt rund, die Dauner Maare, die die Dichterin Clara Viebig, von der einige Werke in der Eifel spielen, eins als »Augen der Eifel« bezeichnete. Hier findet man auch seltene Orchideen, Wachholderheiden die auf kargen Böden gedeihen und natürliche Mineralquellen.

Die Saarschleife

Foto: Pixabay / Mary_R_SmithDas Saarland hat einige schöne Ecken zu bieten, die berühmteste ist jedoch die Saarschleife (wenngleich der Begriff »Ecke« hier vielleicht weniger treffend ist). Fast schon unwirklich hat die Saar sich bei Mettlach über Millionen von Jahren hinweg einen mäandrischen Lauf in das Taunusquarzit gegraben. In keinem Bildband oder Reiseführer über das Saarland darf ein Foto der Saarschleife fehlen, das vom Aussichtspunkt Cloef in Orscholz gemacht wurde. Er liegt knapp 200 Meter oberhalb der Saar und bietet eine unglaubliche Perspektive. Ein Rad- und Wanderweg entlang der Saar bietet optimale Möglichkeiten für Radtouren auch mit Kindern, da er kein unliebsames auf und ab hat. Zum anderen Flussufer auf der Innenseite der Schleife gelangt man mit der Fähre und kann dort eine Kirche und eine Burgruine anschauen.

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