Star Trek I - Der Film/The Motion Picture

The Motion Picture war die lang ersehnte Wiederkunft des Raumschiffs Enterprise. Nach ihrer Absetzung gewann Star Trek durch regelmäßige Wiederholungen einen rasant wachsenden Fandom, der die Serie in Conventions feierte und lauthals nach einer Rückkehr von Captain Kirk und Mr. Spock verlangte. 10 Jahre nach Ende der Serie war es schließlich so weit. Mit einem der höchsten Budgets aller Star Trek Filme begann ihr Wechsel ins Kino, mit neuen Sets und einer für die Leinwand leicht modifizierten USS Enterprise. Aufbauend auf den verworfenen Ideen einer neuen Serie (Phase 2) muss die Enterprise der gigantischen Weltraumsonde V'Ger entgegentreten, der keine Macht gewachsen zu sein scheint. Unter Fans gehört der Film bis heute zu den umstrittensten. Sein Erzählstil wirkt oft langatmig und viele Fans vermissen die spritzigen Charakterinteraktionen, für die Star Trek berühmt wurde. In weiten Strecken wird er von aufwändigen Bildern der V'Ger-Sonde und  Jerry Goldsmiths grandioser Musikuntermalung getragen. Die Charaktere erscheinen gegenüber den kunstvoll gestalteten Bildern und Goldsmiths Komposition zu Statisten zu verkommen. Die Geschichte ist sehr kopflastig und stellt den sogenannten "sense of wonder" sowie philosophische Themen zur Menschlichkeit in den Mittelpunkt. V'Ger erweist sich als Eigenkreation der Menschheit, die den menschlichen Forscherdrang einprogrammiert bekam, ohne jedoch die Emotion dahinter verstehen zu können. Ihre Beschränktheit auf pure Logik bringt sie in ihrer Suche nach einem Sinn an eine unüberwindbare Grenze und Leere. Erst die Verschmelzung mit dem Menschen und die Integration von Gefühlen verschafft ihr eine abschließende Erlösung.

Star Trek II - Der Zorn des Khan/The Wrath of Khan

Der Zorn des Khan lautet der 2. Star Trek Kinofilm, der unter Fans als der beste angepriesen wird. Nach den eher durchwachsenen Kritiken des 1. Films übernahm Regisseur Nicholas Meyer das Steuer. Eigenen Aussagen zufolge war Meyer nie ein großer Star Trek Fan und brachte darum viele eigene Ideen in die Produktion hinein. Ihm gelang es, woran viele seiner Nachfolger scheiterten, Star Trek fürs Kino aufzubereiten. Im Vergleich zu Star Trek Der Film zieht Der Zorn des Khan die Erzählgeschwindigkeit stark an.

Der Spannungsverlauf des Films ist dramaturgisch exzellent gestaltet. Die Charaktere erhalten bedeutend mehr Tiefe. Das bereits in Star Trek 1 angeklungene Thema von Vergänglichkeit und Altern wird wieder aufgegriffen und am Beispiel Kirks weiter vertieft. Zum Geburtstag erhält der gegen moderne Medizin allergische Kirk eine Brille gegen seine Weitsichtigkeit. Das Thema Altern und Vergänglichkeit wird sich wie ein roter Faden durch viele der Star Trek Filme ziehen. Während Kirk seinen Geburtstag feiert und junge Kadetten testet stößt derweil am anderen Ende des Föderationsraums ein Sternenflottenraumschiff auf den in der Episode Der schafende Tiger ausgesetzten Khan, ein genetisch aufgewerteter Supermensch. Khan übernimmt die Kontrolle über das Raumschiff. Es folgt eine Hetzjagd zwischen Kirk und Khan um das Genesis-Projekt. Genesis ist eine Maschine, die Leben aus dem Nichts erschaffen kann. Während dieses aus der Ferne ausgetragenen Zweikampfs kommt Kirk wieder mit einer Ex-Freundin und ihrem gemeinsamen Sohn David in Kontakt. Er muss sich abermals der stets vermiedenen Frage stellen, ob es wahrhaft ausweglose Situationen gibt. Am Ende triumphiert die Enterprise, jedoch unter einem hohen Preis. Nach einer der mitreißendsten Freundschaftsbekundungen der Filmgeschichte stirbt Spock und findet seine letzte Ruhestätte auf dem neu geschaffenen Genesis-Planeten.

Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock/The Search for Spock

Der Titel verrät bereits worum es in Auf der Suche nach Mr. Spock geht: Spock ist gar nicht tot. Sein Körper wurde durch den Genesis-Effekt auf dem Genesis-Planeten neu geboren. Spocks Geist lebt mittels Gedankenverschmelzung in McCoy fort. Die Beschreibung liest sich bereits als handele es sich nur um ein Zwischenkapital und genau so fühlt es sich in der Tat auch an. Als existiere Star Trek 3 nur um eine Brücke zwischen Der Zorn des Khan und Zurück in die Gegenwart zu schlagen. Obwohl es dem dritten im Bunde nicht gelingt das große Kinoerlebnis seiner Vorgänger zu wiederholen, lohnt sich der Film allemal. Insbesondere die erste Hälfte des Films sorgt für manch einen Lacher. Spock in McCoys Körper, die Befreiungsaktion McCoys aus einer Arrestzelle, Scottys Sabotage der USS Excelsior und der Diebstahl der in Ruhestand geschickten USS Enterprise strotzen von Humor und Wortwitz. Trotzdem ist der Film keine Komödie, eine Reihe tragischer Ereignisse überschatten die Auferstehung Spocks. Die Klingonen wollen an das Genesis-Projekt, um damit die ultimative Massenvernichtungswaffe zu besitzen. Denn wird Genesis auf bereits bewohnten Planeten eingesetzt, vernichtet es alles Leben ehe es neues erschafft. Die nur von den Hauptcharakteren besetzte Enterprise ist chancenlos gegen einen klingonischen Bird of Prey. Die Klingonen töten Kirks Sohn und die USS Enterprise wird während ihres Enterversuchs in die Luft gesprengt. Der Tod Davids und Kirks leises Entsetzen, wie er den Captainstuhl verfehlt und nach Luft ringen muss, stellen den schauspielerischen Höhepunkt des Films dar. Es ist eine Szene, die Kirks Verhältnis zu den Klingonen prägen und noch in Star Trek 6 Folgen haben wird.

Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart/The Voyage Home

Star Trek als Komödie, so kann man den vierten Film der Reihe zusammenfassen. Wer Star Trek 4 zum ersten Mal sieht wird aus dem Lachen nicht mehr herauskommen. Die Witze wirken aber keineswegs plump oder erzwungen, sie fügen sich elegant in die Geschichte ein und entstehen natürlich aus der eingespielten Dynamik zwischen den Charakteren.

Im Gegensatz zu anderen Kinofilmen kommen hier auch Nebencharaktere wie Uhura oder Chekov zu erinnerungswürdigen Szenen. Dennoch spielt Zurück in der Gegenwart vor einem sehr ernsten Hintergrund: Der insbesondere in den 80ern sehr präsenten Thematik vom Aussterben bedrohter Wale. Eine außerirdische Sonde versucht Kontakt mit den im 23. Jahrhundert bereits ausgestorbenen Walen aufzunehmen. Es droht die Auslöschung der Menschheit, wenn es nicht gelingt die Weltmeere der Erde mit Walen neu zu besiedeln. Die Enterprisecrew macht sich auf zwei Wale aus der Vergangenheit zu holen. Sie reisen zurück ins 20. Jahrhundert. Einige der dabei gefilmten Aufnahmen im Stadtzentrum San Franciscos wurden mit versteckter Kamera gedreht, was zur Komik der hilflos im 20. Jahrhundert herumirrenden Crew beiträgt. Ein Russe, der mitten im Kalten Krieg versucht den Weg zum nächsten Flugzeugträger zu erfragen. Und auch die USS Enterprise hat ihren Moment, als Flugzeugträger im Hafen San Franciscos.

Star Trek V - Am Rande des Universums/The Final Frontier

Mit der Star Trek Fanfare und mit der von Goldsmith einst für Star Trek Der Film komponierten Titelmusik beginnt Star Trek 5 auf sehr eindrucksvolle Art und Weise. Jedoch kann der Film den imposanten Beginn nicht fortsetzen. Am Rande des Universums ist der wohl schwächste aller 11 Star Trek Filme. Auch der wieder einmal ausgezeichnete Humor des ersten Viertels kann den Film nicht retten. Die Ideen sind gut:

Spocks Halbbruder Sybock als Sektenführer, der seine telepathischen Kräfte nutzt die Ängste und das Leid anderer Menschen zu mildern, um auf diese Weise neue Jünger für seine Suche nach Gott an sich zu binden. Jedoch mangelt es an der Umsetzung. Star Trek 5 kränkelte schon von Anfang an. Ursprünglich hätte Sean Connery Spocks von der vulkanischen Gesellschaft verbannten Halbbruder spielen sollen. An ihn erinnert nur noch der Name des vulkanischen Himmels Sha Ka Ree. Dem Zuschauer kann nie wirklich vermittelt werden worin die verführerische Kraft Sybocks liegt. Zur Verbildlichung seiner Kraft werden die inneren Schmerzen von Spock und McCoy lebendig gemacht: McCoy wie er seinem Vater Sterbehilfe leistet, Spock wie er von seinem Vater als zu menschlich verworfen wird. Trotz dieser eindrucksvollen Szene kann der Zuschauer dem Geschehen emotional nicht folgen. Der Wandel hin zum willenlosen Anhänger Sybocks geschieht zu plötzlich und kann die Verführung, wie sie auch bei realen Sekten vorzufinden ist, nicht greifbar machen. Am Ende stellt sich heraus, dass auch Sybock in die Fänge eines Verführers geraten ist und der Gott, dem er folgte, nur ein Energiewesen war, das seinem Gefängnis entkommen möchte.

Star Trek VI - Das unentdeckte Land/The Undiscovered Country

"taH pagh taHbe" - Sein oder nicht sein. Der Kampf ums Dasein ist Thema dieses Films. Die Star Trek Adaption vom Ende des Kalten Kriegs. Hier explodiert nicht Tschernobyl sondern ein klingonischer Mond, Glasnost und Perestroika werden vom klingonischen Kanzler Gorkon ausgerufen. Und das unentdeckte Land ist nicht wie bei Hamlet der Tod, dem die verseuchte klingonische Heimatwelt entgegensteuert, sondern die Zukunft, die Gorkon nach einem Mordanschlag nicht mehr erleben wird.

"Rate mal wer zum Essen kommt" wird Chekov als Anspielung auf Stanley Kramer in den Mund gelegt, ein Ausdruck bitterster Vorurteile gegen den jahrelangen Feind. Gorkon sagt zu Kirk, aber auch zum amerikanischen Zuschauer, der sich mit dem Bild des bösen Russen zu wohl fühlte, dass ihre Generation es am schwersten haben würde in dieser neuen Welt zu leben. Nicholas Meyers zweiter Star Trek Film ist zugleich wieder einer der stärksten und beweist eindrucksvoll was man aus dem Star Trek Universum herausholen kann. Auf einzigartige Weise wird das gegenwärtige Gefühl der Wende aufgegriffen, mit Anspielungen auf Shakespeare und andere große Werke der Vergangenheit verknüpft und in die fiktive Zukunft des 23. Jahrhunderts übertragen. Auf beiden Seiten versuchen Ewiggestrige den Wandel zu verhindern. Alte Feindbilder erweisen sich als hartnäckig. Und Kirk scheint im ersten Moment einer dieser Ewiggestrigen zu sein. Er kann den Klingonen den Tod seines Sohns nicht verzeihen, vergleicht General Chang mit Hitler und rät Spock die Klingonen doch einfach sterben zu lassen. Doch ihm und der Enterprisecrew gelingt es ihre Vorurteile zu überwinden, für die neue Zukunft, die Hoffnung auf Frieden zu kämpfen.

Star Trek VII - Treffen der Generationen/Generations

Die Zusammenführung zweier Crews, zweier Enterprises, zweier Serien, das ist mit Treffen der Generationen gemeint. Tatsächlich treffen werden sich nur ihre Kapitäne Picard und Kirk. Jedoch hat der geheimnisvolle Nexus, auf den Kirk beim Jungfernflug der USS Enterprise-B traf, inhaltliche Auswirkungen auf das 24. Jahrhundert und Picards USS Enterprise-D.

Ein Überlebender der Ereignisse der Vergangenheit, der El-Aurianer Soran, möchte zurück in den Nexus, eine Art Tor ins Paradies, wo alle Wünsche Wirklichkeit werden. Dafür zerstört er eine Sonne und nimmt es mit der USS Enterprise-D auf. Der Film beschränkt sich jedoch nicht nur darauf die Fackel symbolisch von der alten an die neue Crew weiterzureichen, er greift das in den Filmen stets unterschwellig mitschwingende Thema der Vergänglichkeit neu auf. Picards Neffe stirbt und stellt den sonst unerschütterlichen Captain vor eine innere Zerreißprobe. Er hatte seinen Familienwunsch hinten an gestellt und der Karriere  den Vorrang gegeben. Nun ist er der letzte übrige Picard. "Die Zeit ist das Feuer, in dem wir verbrennen" spricht Soran Picards heimlichen Kummer und seine eigene Sehnsucht nach dem Nexus an. Zuerst scheint Sorans Plan zu gelingen, die Sonne und die Enterprise werden zerstört, Soran und Picard landen im Nexus. Doch Picard findet im Nexus einen neuen Verbündeten. Kirk ist dort seit den Ereignissen um die USS Enterprise-B zu Hause. Der Nexus erweist sich als verführerisch, aber zu perfekt, um Kirk dauerhaft zu binden. Gemeinsam gelingt ihnen, was Picard alleine nicht vermochte.

Star Trek VIII - Der erste Kontakt/First Contact

Ist Star Trek 4 die Komödie im Star Trek Universum, so ist Der erste Kontakt ihr Horrorfilm, mit den Borg als unwiderstehliche Zombies. Obwohl der Film sich sehr actiongeladen anfühlt werden die großen Spezialeffekte bereits gleich am Anfang verschossen. Die Borg greifen an, kybernetische Wesen, die Welt nach Welt in ihr bienenartiges Kollektiv assymilieren. Auch Picard wurde in der Episode In den Händen der Borg in das Borgkollektiv eingeführt und lebt seither in ständiger Angst.

Mit einem surreal anmutenden Alptraum innerhalb des Borghives beginnt der Film. Es folgt die größte bis dato in einem Star Trek Kinofilm gezeigte Schlacht. Eine riesige Föderationsflotte umringt das würfelförmige Borgschiff. Erst Picards Eingreifen aber, der noch immer die Stimme des Kollektivs vernimmt, kann den Borgkubus vernichten. Eine Rettungskapsel setzt sich jedoch ab und dringt per Zeitreise in die Vergangenheit vor. Die Enterprise muss ihr zurück ins 21. Jahrhundert folgen, wenige Tage vor der ersten Warpreise und dem ersten Kontakt mit einem Außerirdischen. Von da an spaltet sich die Geschichte. Riker, Troi und Geordie versuchen Cochrane, dem Erfinder des Warpantriebs, zu helfen sein Warpschiff aus einer alten Atomrakete fertig zu stellen. Picard, Data und Worf bekämpfen die Borg, die auf die Enterprise beamten und diese übernehmen wollen. Der Kampf gegen die Borg erinnert stilistisch an Alien und hat einige Gänsehautmomente zu bieten. Um dem Borgkollektiv ein Gesicht zu verleihen wurde eine Borgkönigin erfunden, die stellvertretend für das Kollektiv spricht und den Androiden Data bezirzen möchte. Die Geschichte ist so gestaltet, dass ihr problemlos jeder folgen kann, auch ohne je etwas von Star Trek gesehen zu haben. Subtil wird dem Zuschauer jedes Detail erklärt. Was ist die Föderation? Was sind die Borg? Aber auch für den Star Trek Fan finden sich jede Menge Anspielungen. Cochrane kam bereits in der TOS Episode Metamorphose vor, ähnelt dem dort gezeigten idealistischen Charakter aber kaum. Eine Anspielung auf Roddenberry, der von Fans als Idealist gefeiert wird, zu Beginn jedoch mehr dem hier charakterisierten Cochrane entsprach, der den Warpantrieb aus Geldmotiven und für "nackte Weiber" erfand. Die Geschichte baut auf den Ereignissen der Serie auf und vertieft Picards Hass auf die Borg. Auch Datas Bestreben menschlicher zu werden wird eine neue Perspektive verliehen. Insgesamt ist Der erste Kontakt der wahrscheinlich beste aller TNG Kinofilme.

Star Trek IX - Der Aufstand/Insurrection

Star Trek 9 war vermutlich der moralischste aller Star Trek Kinofilme. Der Film wird insbesondere durch Patrick Stewarts herausragendes schauspielerisches Talent getragen. Im Zentrum des Films steht der moralische Konflikt, ob für das Wohl der Mehrheit die Bedürfnisse einer kleinen Minderheit übergangen werden dürfen. Auf einem versteckten Planeten wurde ein Heilmittel für alle Krankheiten und gegen das Sterben selbst gefunden. Um jedoch an die heilsame Kraft des Planeten zu gelangen muss die dort wohnende Bevölkerung gewaltsam umgesiedelt werden. Es steht bereits ein getarntes Schiff auf dem Planeten bereit, mit welchem heimlich eine Umsiedlung stattfinden soll. Picard sträubt sich gegen dieses Vorgehen der Föderation, er sieht die Umsiedlung in einer Tradition mit vergangenen Gewaltakten wie z.B. der Vertreibung der Indianer Nordamerikas. Picard stellt die philosophische Frage, wann aus Recht Unrecht wird. Benötigt es dafür eine Mindestanzahl betroffener Menschen oder wiegen die Rechte des Individuums gleich schwer wie jene der Gruppe? Für ihn ist das Wohl dieser kleinen Gruppe nicht hinter das Wohlergehen der großen Mehrheit anzustellen, selbst dann nicht wenn der Gewinn die Unsterblichkeit ist. Star Trek 9 punktet vor allem in seiner ersten Hälfte, in der die Frage nach der Moral im Vordergrund steht. Jedoch schwächelt es sobald Picard seinen Entschluss zur Rebellion getroffen hat und die wenig spannend in Szene gesetzte Action beginnt. Neben Picard wirken alle anderen Crewmitglieder wie Statisten. Lediglich Data erhält ein paar wenig interessante Momente. Ursprünglich war Der Aufstand als Drama mit dem Tod Datas als tragischen Höhepunkt geplant gewesen. Jedoch verlangte Paramount eine Komödie in der Tradition von Star Trek 4. Das Resultat sind erzwungen wirkende Witze, eingebettet in inkonsequente Actionszenen. Der Moraldiskussion wegen ist er dennoch der Film, der am besten zur TNG-Crew passt.

Star Trek X - Nemesis

Star Trek 10 ist der letzte Film der TNG-Crew. Er besiegelt das Ende einer langen Reise. Jedoch ist er auch der schwächste Kinofilm rund um Picard und Data. Viele wichtige Szenen wurden herausgeschnitten, um ihn als Actionfilm vermarkten zu können. Dadurch fehlt es an Charakterinteraktionen und Emotionalität. Datas Tod hätte eine tiefere Wirkung entfaltet, hätte man vorhergehende Dialoge und die anschließende Trauer nicht gekürzt.

So ist Nemesis ein eher unwürdiger Abschied einer großen Crew. Auch in Nemesis versucht man sich an einem philosophischen Diskurs, was uns zu dem macht, der wir sind. Picard trifft in Nemesis auf seine Nemesis, einen Klon namens Shinzon, der die Kontrolle über das romulanische Imperium übernommen hat und nach Rache gegenüber den Menschen und Picard strebt. Data findet zeitgleich ein primitiveres Vorgängermodell seiner selbst, den die Romulaner als Spion platziert haben. Nach anfänglicher Hoffnung auf kommenden Frieden, wird schnell klar, dass die Romulaner die USS Enterprise-E nicht zum Kaffeeklatsch nach Romulus riefen sondern um einen Krieg vorzubereiten. Eine überlegene neue Raumschiffklasse trägt eine tödliche Massenvernichtungswaffe an Bord, mit dem Ziel die Erde auszulöschen. Shinzon benötigt eine vollständige DNA Transfusion, um einem Konstruktionsfehler entgegenzuwirken, und trachtet daher nach Picards Tod. Am Ende stirbt mit Data ein ganz anderer. In einer bedrückenden Szene stehen all seine Freunde in Picards Zimmer beisammen und stoßen auf Data an, der sich für die Crew geopfert hat. Das ist der Beginn des Endes. Die Crew zerfällt. Data ist tot, die frisch verheirateten Troi und Riker wechseln auf ein neues Schiff und Worf war ohnehin nur zu Besuch. 

Star Trek XI

Star Trek 11 ist Sequel, Prequel und Reboot in einem und dürfte damit eine ganz neue Gattung Film geschaffen haben. Im 24. Jahrhundert wird die Heimatwelt des Romulaners Nero durch eine Supernova vernichtet. Sein Schiff wird gemeinsam mit dem des von Leonard Nimoy gespielten alten Spocks in den Strudels eines schwarzen Lochs gezogen und landet dabei im 23. Jahrhundert bei Kirks Geburt. Kirks Vater ist Kommandant der USS Kelvin und wird bei einem wagemutigen Kamikaze-Manöver getötet, welches die Mannschaft und seinen Sohn vor Nero rettet. Mit dieser Veränderung entsteht ein neue alternative Zeitlinie, die insbesondere auf Designebene leicht von der bekannten Zeitlinie abweicht.

Es wird die Vorgeschichte von Kirk, Spock und McCoy erzählt, wie sie auf der Akademie zusammenkommen und ihren ersten gemeinsamen Auftrag lösen müssen, als Nero nach 20 Jahren wieder aus der Versenkung erscheint. Die alten Charaktere werden mit neuen Schauspielern dargestellt, die ihre Sache mit nur wenigen Ausnahmen sehr gut machen und die Enterprisecrew auf glaubwürdige Art und Weise neu interpretieren. Die Lebensläufe der Charaktere sind durch Neros Eingreifen leicht verändert, ohne jedoch zu verschieden zu sein. Der dramatische Höhepunkt des Films und die größte Abweichung vom Original ereignet sich durch die Zerstörung Vulkans. Wie es Star Wars nicht besser hätte darstellen können, löscht Nero in seiner blinden Vernichtungswut einen ganzen Planeten aus. Sein Motiv ist es den auf einem Nachbarmond ausgesetzten alten Spock dasselbe Leid spüren zu lassen, das auch er bei der Vernichtung von Romulus verspürte. Sein Hass auf Spock erscheint jedoch weitgehend irrational, der Verlust seiner Familie und Heimat hat vermutlich in den Wahnsinn geführt. Neros nächstes Ziel ist die Erde. Die Enterprise unter dem stellvertretenden Captain Kirk macht sich auf wenigstens sie noch zu retten.

Autor seit 4 Jahren
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