Waalwanderweg

Im Zuge der Waale entstand ein ganz neuer Berufszweig: Die Waaler waren für die Instandhaltung und für die Pflege der Waale zuständig und legten dazu meist einen schmalen Weg an, der neben den Waalen verläuft. Der Waaler sorgte dann für die Funktionstüchtigkeit des Waals und für die gerechte Verteilung des kostbaren Wassers. Heute sind aus diesen Pfaden schöne, beliebte und ganzjährig zu begehende Wander- und Spazierwege geworden, die Wanderer aller Altersklassen begeistern.

Bekannte Waalwege in der Meraner Gegend

Algunder Waalweg

Der Algunder Waal ist etwa etwa 6 km lang und setzt sich aus drei – von der Baugeschichte her begründeten – Abschnitten zusammen, Plarser, Algunder und Gratscher Waal. Er wird heute noch benutzt und verläuft oberhalb von Algund bis nach Gratsch bei Meran. Der Waalweg kann in rund 2 Stunden begangen werden. Der Waalweg bietet viel Abwechslung und reizvolle Ausblicke auf den Meraner Talkessel.

Schenner Waalweg

Der Schenner Waalweg ist etwa 6,5 km lang und führt von Verdins bis ins Naiftal.  Dabei werden vor allem Mischwälder und Obstwiesen durchwandert und immer wieder erlauben Aussichtspunkte den Blick ins Tal. Besonders schön ist die Sicht auf das Dorf Sankt Georgen direkt unter dem Waal.

Marlinger Waalweg

Der Marlinger Waalweg ist mit seinen 12 km Länge der längste Waal in Südtirol. Er wurde auf Betreiben des Klosters Allerengelberg in Schnals als Gemeinschaftswerk mit der Gemeinde Marling zwischen 1737 und 1756 erbaut. Der Waal beginnt bei der Töll, endet in Oberlana und bietet grandiose Blicke auf das Meraner Becken.

Partschinser Waalweg

Der Partschinser Waalweg ist 5 km lang und beginnt etwas unterhalb des Partschinser Wasserfalls. Er verläuft in östlicher Richtung, führt, eben bis leicht ansteigend entlang dem Bewässerungskanal durch den Partschinser Laubwald bis zum Ortsteil Vertigen, wo er inmitten von Obstwiesen endet.

Maiser Waalweg

Der Maiser Waalweg ist etwa 8 km lang und führt von Saltaus im Passeiertal immer der Passer entlang nach Meran. Er kombiniert wie kein anderer Waalweg Land- und Stadtgebiet miteinander. Am Oberlauf des Maiser Waalwegs befindet man sich noch mitten im Wald, nähert sich dann aber mit jedem Schritt der Kulturlandschaft des Meraner Beckens, das durch Obst- und Weinbau geprägt ist. Der Weg endet schließlich im Zentrum der Kurstadt Meran, wo sich die wilde Passer durch eine südlich geprägte Villen- und Gartenlandschaft schlängelt.

Mein Favorit - Der Partschinser Waalweg

Oft wird der Marlinger Waalweg als schönster Waal in der Meraner Gegend beschrieben. Mir persönlich hat aber der Partschinser Waalweg besser gefallen. Zum einen lohnt es sich, zuerst den Partschinser Wasserfall zu besichtigen, der garantiert jeden Besucher erstaunen läßt.

Im Gegensatz zum Marlinger Waalweg bietet der Partschinser Waalweg mit seinen kleinen Steigungen, dem lichten Mischwald und den schönen Ausblicken auf Partschins viel Natur, ohne dass man durch Autolärm oder Eisenbahnzüge gestört wird. Allerdings muss man sagen, dass wir die Waalwege im Sommer gegangen sind. Im Frühjahr, wenn die Obstbäume blühen, hat der Marlinger Waalweg sicher auch einiges zu bieten.

 

Der Partschinser Wasserfall ...

Der Marlinger Waalwanderweg

Im Gegensatz zum Partschinser Waal verläuft der Marlinger Waal viel näher im Tal. Er bietet einen fantastischen Ausblick ins Meraner Becken, der Blick streift aber ab und zu auch auf Schnellstraßen und die Eisenbahn, die sehr nahe am Wanderweg verlaufen. Dafür dürften im Frühjahr die blühenden Obstbäume eine wahre Pracht sein und das Wanderherz beflügeln.

Weitere Informationen speziell zum Marlinger und Maiser Waalwanderweg findet Ihr auf der Seite von Adele.

Auch der Marlinger Waalwanderweg ist gut ausgeschildert

Die Rückfahrt über das Timmelsjoch

Wer die Rückfahrt antreten muss, kann sich den Nach-Hause-Weg etwas interessanter gestalten, indem man über das Timmelsjoch fährt. Das Timmelsjoch bietet mit dem 2509 m hohen Paß einen fantastischen Ausblick auf die Bergwelt. Nebenbei sind noch einige interessante Kunstwerke zu bewundern, die in der Landschaft aufgestellt sind. Und wer Interesse an Fauna und Flora hat, wird ebenso reich belohnt, wie der Steinesammler, der hier oben Glimmer und mit etwas Glück auch kleine Granate, die im Muttergestein eingeschlossen sind, findet.

Auf dem Weg zum ...

Hans, am 11.09.2010
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Bildquelle:
Heidelberger (Was macht die Speicherstadt Hamburg zum Weltkulturerbe?)
Eigenwerk (Wo ist es am Bodensee am schönsten? – Lieblingsplätze am "schwäbisc...)

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