Trend?

Mitunter ist es ein wenig aus der Mode gekommen, das Batiken. Es ist zu unrecht in eine Ecke gedrängt worden, in dem es in erster Linie den Hippies, Auswanderern und den Sonne-suchenden Esoterikern zugeschrieben wurde. Und dabei – was ist eigentlich so schlecht daran? Viele suchen, spätestens nach Corona, einen Weg, aus dem Hamsterrad auszusteigen und sich im sonnigen Süden eine Bleibe zu suchen, möglicherweise zu renovieren und sich einer Community anzuschließen, die sich den Ideen der Aufbruchsgenerationen verschrieben hat. Nun wollen wir uns nicht gleich vom "Batiken" in ein Extrem springen, doch ist der Gedanke – spätestens seit Europa zu einem großen Wirtschaftsraum zusammengewachsen ist – völlig legitim. Es ist durchaus möglich, im entlegenen Süden tätig zu sein oder auch sein Business von einer entlegenen Gegend aus zu führen. Die modernen Technologien machen es möglich, sich mit Hilfe von Telefon, Internet und diversen Plattformen weiterhin im Zentrum des Geschehens zu befinden, aber am Nachmittag in ein kühles Nass zu springen.

Färben & Batik. Eine Farbe und viele neue Entwicklungen am Markt

Wie geht das nun mit dem Färben?

 

Zunächst sollte man herausfinden, mit welcher Faser man es zu tun hat. Ist das Wäschestück einheitlich oder weist es bereits Verfärbungen auf? Denn wenn das so ist, ist der Entfärber derselben Marke empfohlen. Bereits stumpfe Farben können mit den Farben aufgefrischt werden. Es handelt sich um Kaltfarben, die auch im Bereich von 30 ° bereits ein Färbeergebnis erzielen. Anders ist das beim Farbton Schwarz, der ist bei 95 ° und meist nur bei Naturfasern erzielbar. Die Dosierung hängt von der Menge ab, die gefärbt werden soll. Die Färbedauer ist bei helleren Farben etwa eine halbe, bei satten Farben eine Dauer von 1 Stunde. Soweit das Färben. Bislang haben wir nur einfärbige oder zart marmorierte Wäsche erzielt ... 

 

 

Wie geht das mit dem Batiken?

 

Die Batik ist ein Hobby, bei dem man die einzelnen Wäschestücke so vorbehandelt, dass sich auf ihnen Farbmuster abzeichnen. Sie werden damit Einzelstücke, denn jede Batikerin und jeder Batiker schafft eigene Muster und eigene Farbzusammenstellungen. Und unterschätzen Sie diese Methode nicht – es gibt wahre Virtuosen auf dem Gebiet der Batik-Gestaltung. Es wird mit Wachs gearbeitet, das Stellen schafft, auf denen die Farbe nicht so greift. Andererseits kann mit Falttechniken oder Bindungen gearbeitet werden, die zu Mustern führen. Das Spannende daran ist der große Moment, wenn man das Muster erstmals entfaltet. Mitunter werden die Färbevorgänge dann auf unterschiedliche Weise wiederholt um Überlagerungen zu erreichen. Oder aber man ergänzt auf dem Wäschestück dann weitere Arten der Gestaltung – etwa Verzierungen mit Perlenstifte, Straßsteine oder andere Elemente. Auch unbehandelte Stoffe selbst, lassen sich gut gestalten. (Etsy.com ist übrigens eine gute Adresse, wenn man sich für Batik-Stoffpakete interessiert.)

 

Nach dem Färbebad wird von der Farbenfirma ein Fixierbad empfohlen um die Waschechtheit der Farbe zu erhöhen. Wer ein Wäschestück in einer bestimmten Form möchte, etwa ein Spitzen-Tuch, dem wird das Aufspannen mit Hilfe von Stecknadeln nahegelegt. Meine Erfahrung ist, dass man, wenn man einzelne Wäschestücke im Topf färbt, einen eher alten Topf benutzen sollte. Mitunter ist es möglich, dass sich die Farbe auch auf dem Topf länger manifestiert. Natürlich können Sie auch in der Maschine Färben oder Batiken.

Small Trend.

Ein genereller und großer Trend ist es momentan nicht. Es gibt, etwa in Malaysia, Künstler, die sich nicht nur aufs Batiken verstehen, sondern auch auf den dadurch entstandenen Stoffen Motive malen. Es entstehen Kunstwerke, die kaum noch als Batik zu erkennen sind. 

Daneben sind große Modefirmen wie s'Oliver und Handelshäuser mit kleinen und dezenten Batik-Motiven am Start. Es sind oft sehr zurückgehaltene Designs an T-Shirts, mitunter hervorragend farbenfrohe Bikinis und Badeanzüge. Schon spannender sind da auch die Kleider, die zunächst durch gebatikten Stoff entstanden sind. 

Auf Youtube gibt es hingegen Gestalter, die sich mit den neuen Farben am Markt auseinandersetzen und nicht nur die herkömmlichen Motive (zB Schnecke) wiedererwecken, sondern auch durch Entwicklungen der Motive (zB Edelstein) stahlen. Es sind nicht mehr die faden brau-blauen und gedeckten, mitunter dunklen Motive, die die vor allem Jungs hierzulande bevorzugen. (Dezenz st king.) Es sind klare Farben. Hell-Dunkel-Mischungen. Abenteuerliche Kombinationen. Die Tätigkeit selbst wirkt aber tatsächlich entspannend und kann, mit entsprechend entspannenden Klängen und kulinarischen Genüssen zum Tipp werden. Und die entstandene Mode ist einzigartig. 

 

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