Auf ein Wort

Das Thema DNA-Zugriff ist aktueller als manchem Internet User möglicherweise bewusst ist. Den Zugang zum Smartphone kann man inzwischen per Fingerabdruck-Scanner verschlüsseln. Aus US-amerikanischen Abenteuerfilmen kennen wir die Methode der Iris-Erkennung, um Geheimtüren zu öffnen. Nun soll der DNA-Code zum Einsatz kommen. Warum nicht.
Das Erbgut wird im Moment reihenweise sequenziert. Für eintausend Dollar kann jeder Mensch sich sein Genprofil ausdrucken oder auf CD pressen lassen lassen. Die digitale Umsetzung ist also eine bekannte Methode – es fehlt lediglich noch die Umsetzung in einen entsprechenden Access Code für das Internet.
Darüber hinaus macht die Neurowissenschaft als anerkannte Disziplin von sich reden. In einem ReSource genannten Forschungsprojekt versuchen Ökonomen und Kognitionswissenschaftler, die gesellschaftlichen Denkmuster durch mentale Übungsmethoden zu verändern.

Daher teilt sich das vorliegende Thema vom DNA-Zugriff auf das Internet in die Themenkreise Grundlagen (Moleküle, Elemente, virtuelle Teilchen) und Maßnahmen (Bewusstseinserweiterung, intelligente Zellen) auf.
Die technische Beschreibung des geplanten Zugangsverfahrens muss aus gegebenem Anlass in diesem Beitrag noch zu kurz kommen. Der Titel kann daher eher als eine Anregung zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema verstanden werden.

Das Thema ist aktuell und gehörig im Fluss. Es wird in der nahen Zukunft ausreichend Gelegenheit geben, den vorliegenden Text zu erweitern oder um zusätzliche Beiträge zu ergänzen.

Die Grundlagen - Wir wissen schon einiges

In der Welt der kleinsten Teilchen ist ganz schön etwas los. Moleküle in lebenden Zellen bilden ständig neue Verbindungen. Man kennt das aus dem Biologie-Unterricht. In jeder Sekunde sterben Milliarden von Hautzellen zum Beispiel, und sie werden passgenau im fast selben Augenblick ersetzt. Der Mensch hat zu Lebzeiten immer mehr oder weniger die gleiche Erscheinungsform. Wie ist dies möglich? Ein Kopiervorgang innerhalb der Zellen sorgt für die fortlaufende Erneuerung.

Diese Erkenntnis führt zum Begriff der DNA. Diese wird als Biomolekül bezeichnet (1). Ein Molekül ist ein Stoff, den die Natur hergestellt hat. Die kleinste Einheit der Materie, die man chemisch nicht mehr zerteilen kann, wird Element genannt. Und diese treten mit anderen Elementen eine chemische Verbindung ein. Bis heute haben wir etwas über 100 Elemente in der Natur gefunden. Diese werden in dem bekannten Periodensystem dargestellt

Diese 100+ Elemente. bestehen aus Atomen. Atome bilden die sichtbare und messbare Welt, also die Materie. Materie hat immer einen Körper, also Masse und Raum. Auch die für das menschliche Auge unsichtbare Materie wie Gase oder das nicht sichtbare Licht haben als Objekte eine gewisse Masse und bewegen sich in einem Raumgefüge. Mit physikalischen Verfahren und Instrumenten kann man auch diese Elemente erfahrbar machen.
Physiker und Chemiker haben aufgrund dieser Erkenntnisse dann auch eine Anzahl von Verfahren und Kunststoffen entwickelt, die das Leben mitunter vereinfachen können.

Das berühmte Vakuum im Weltall

Materie hat eine Masse. Was bedeutet eigentlich: Masse? Es ist eine sogenannte extensive Größe, also eine Größenbezeichnung, die von Menschen festgelegt wurde. Das Gegenteil von Masse ist keine Masse, also Leere oder Vakuum, auch Kraftfeld genannt. Ein Vakuum ist Nicht-Materie oder die Abwesenheit von Materie.

An diesem Punkt erscheint dem Leser zum ersten Mal die Weisheit des Menschen an ihrem Ende angelangt zu sein. Es fehlen ihm, dem Wissenschaftler, die Worte. Dabei ist an dieser Stelle mit dem Vakuum nicht der leergepumpte Glaszylinder aus dem Physik-Unterricht gemeint. Es geht um den quantenfeldtheoretischen Ansatz.
Die klassische Physik misst, zählt und wiegt die Welt im Großen. Die Quantenphysik untersucht die kleinsten Dinge - und die dortigen Vorgänge. Im Vakuum haben alle Teilchen den Wert Null. Das Weltall soll zu einem großen Teil aus Vakuum bestehen. Dies gilt für die großen wie für die kleinen Dimensionen. Wieso bewegt sich dennoch etwas in der Welt? Weil nach der Vorstellung der klügsten Köpfe auf diesem Planeten ständig scheinbare (virtuelle) Teilchen erzeugt werden.

Alles nur Einbildung?

Was ist ein virtuelles Teilchen? Eine Idee - ein Konzept, nichts, das man sehen oder anfassen kann. Die Wissenschaftler stellen sich das virtuelle Teilchen als einen Zustand vor, der auftritt, wenn zwei wirkliche, beobachtbare und messbare Teilchen miteinander in eine Wechselwirkung treten. Im Prinzip, so wird behauptet, kann jedes reelle Teilchen auch einen virtuellen Zustand annehmen. (3)

Alle alten Kulturen, zeitlich weit vor der industriellen Revolution und dem Bau entsprechender wissenschaftliche Apparate, haben vom Feld aller Möglichkeiten gesprochen. Das moderne physikalische Vakuum wird auch Kraftfeld genannt, darin kann man vom Ausdruck her gewisse Übereinstimmungen sehen. Das virtuelle Teilchen der modernen Erkenntnis hat keine Masse, aber es erzeugt einen Impuls, eine Initialzündung wie beim Anlasser im Auto.
Ist es ein Gedankenblitz? Oder gar Bewusstsein? Jeder Mensch hat ein Bewusstsein. Kann er dann auch virtuelle Teilchen erzeugen und Dinge wunschgemäß in Gang setzen?

Es wird in dem verwendeten Artikel (3) zitiert, dass es sich bei diesem physikalischen Vorgang um "eine spontane Fluktuation" handelt. Als Leser muss man noch einmal einen Schritt zurückgehen. Es handelt sich hierbei um rein erdachte Werte in mathematischen Gleichungen. Die virtuellen Teilchen sind nicht messbar, die Forscher können die Verursacher der Welt nicht als Diagramm auf oder als Lichtblitz auf ihrem Bildschirm darstellen; wohl aber in Denkmodellen, in mathematischen Formeln.
Und wie wird aus den gedachten Teilchen dann die wirkliche, sichtbare Welt? Der zitierte Forscher spricht von einer gedanklichen Möglichkeit. Durch Energiezufuhr "können" diese gedachten Teilchen zur realen Welt werden.

So ist das also. Virtuelle Teilchen erfahren in kürzesten Augenblicken eine Energiezufuhr und weisen sich schließlich als komplexe sichtbare Formen aus. Diese schwimmen zum Beispiel als DNA in einem Ozean von Molekülen. Über den weiteren Zusammenschluss der Moleküle sind komplexere Gebilde entstanden, und letztlich der Mensch. Damit schließt sich erst einmal der Kreis zur Entstehung der DNA und zur eingangs erwähnten Sonntagslektüre am Bildschirm.

Get connected

Bei der digitalisierten Erbgutanalyse als Zugangsschlüssel wird der bestehende Code des Individuums zugrunde gelegt. Dies kann eine höhere Zugangssicherheit als die bisher verwendeten Technologien bedeuten. Ein DNA key kann auch als unangenehm empfunden werden. Die Idee der vorliegenden Überlegungen gehen noch einen Schritt weiter.
Die Story vom DNA key führte den Leser zu den virtuellen Teichen, und sie liest sich nicht uninteressant. Nur - was habe ich als Individuum davon und was kann ich damit zielgerichtet anfangen? Das Thema schärft sicherlich den Verstand von Autors und des Lesers. Er kann sich fragen, wer sich diese unsichtbaren virtuellen Teilchen ausgedacht hat.

Als Antwort ergibt sich eine Einsicht, die guttut.
Die schlauesten Wissenschaftler wissen im Endeffekt über den letzten Entstehungsgrund für die Welt auch nicht mehr als der Mann auf der Straße oder als die freundliche Oma beim Beten in der Kirche. Und dann bleibt noch etwas.
Ein vage Vermutung kann auftauchen, dass hinter dem ganzen Schöpfungsvorgang der Welt eine Intelligenz steckt, oder wie man dies bezeichnen will. Und wenn das gesamte System intelligent ist, dann müsste der Mensch hinter das System kommen, es verstehen. Denn der Mensch ist ein Teil davon. Was die Kräfte da oben können, nämlich virtuelle Teilchen erzeugen, die das Werk in Gang setzen, das müssten wir hier unten prinzipiell auch können.

Maßnahmen - Die Gestaltung der Wirklichkeit

Können wir das wir auch das Leben steuern oder zumindest nach unseren Wünschen beeinflussen?
Eigentlich müsste der Mensch durch geeignete Techniken in der Lage sein, das Gehirn mit seine 100 Milliarden Verbindungen so anzuregen, dass er selbst diese Initialzündung in Gang setzt und solche virtuellen Teilchen produziert, die seine Welt abbilden.
Die Natur hat nichts anderes gemacht. Die virtuellen Teilchen interagieren mit den bestehenden realen Teilchen und schaffen eine neue Welt nach unseren Vorstellungen.
Die Idee zur Nachahmung dieser natürlichen Methode ist nicht neu. Gnostiker, Kabbalisten und ähnliche Vereinigungen versuchen seit Jahrtausenden dem Geheimnis der Schöpferkraft im Menschen auf die Spur zu kommen. Die Wirkungen von Techniken, die zur Bewusstseinserweiterung führen könnten, sind in der Öffentlichkeit bisher wenig in Erscheinung getreten.
In der Kunst der Schöpfung ist noch Platz für den menschlichen Geist, oder wie unsere amerikanischen Freunde sagen, room for improvement.

Master of the DNA

Die Textreise begann bei der Meldung über ein mögliches zukünftiges Internet Login über die Eingabe des DNA Algorithmus des Anwenders (1). Um den Kontext zu verstehen, musste der Leser sich über die Zusammenhänge von Molekülen, Masseteilchen und verwandte Begriffe informieren. Schließlich kam er über die Theorie der virtuellen Teilchen zur Idee einer möglichen individuellen Einflussnahme auf die umgebende Welt.
Von der Logik her müsste diese Teilchen-Produktion möglich sein. Was kleine Molekülketten bewerkstelligen, das muss auch großen Clustern wie dem menschlichen Organismus möglich sein.

Die Physiker und Mathematiker sagen auch Ja. Jetzt muss nur noch das entsprechende Verfahren zur Umsetzung gefunden werden. Virtuelle Teilchen in der Natur folgen einem (Bewusstseins-)Impuls. Man kann nun annehmen, dass die virtuelleTeilchen-Produktion auch für den Menschen machbar sei - durch reines Nachdenken oder durch Beten oder ähnliche Methoden.
Eventuell steuern auch unsere Erfahrungen, sogar unsere Gedanken und Gefühle unsere Gene. Wenn das so ist, dann kann das Individuum seine genetische Potenzial beeinflussen und entsprechend einsetzen - - dann ist uns alles möglich. Jeder Mensch gestaltet seine Welt.

Die Industrie wird in absehbarer Zeit das digitalisierte Erbgut eines Individuums über einen geeigneten Algorithmus als Zugangsschlüssel verwenden können. Das Thema zum Internet-Zugang via DNA-Sequenz ist "nicht vom Tisch". Es hat allerdings den Blick geöffnet zu einer erweiterten Fragestellung: können wir die Bausteine des Lebens aus uns heraus beeinflussen? 

Falls uns dies eines Tages gelingt, wie kommen wir dann noch mit dem DNA-Schlüssel ins Internet? Wenn wir unseren eigenen Gencode verändern, dann ändern wir gleichzeitig unser eigenes Passwort.
Spannende Überlegungen.

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