Als Cop in "Blutsverwandte". (Bild: YouTube)

From the beginning ...

Google findet auf Anhieb eine High School und vier Universitäten, wenn man die Worte "Donald Sutherland Ausbildung" eingibt. Und tatsächlich, der bereits an der High School mit Medienarbeit konfrontierte Teenager, trat später an der Alma Mater, der University of Toronto, der Schauspiel- und Theatergruppe namens "UC Follies" bei, während er aber auch ein Ingenieurstudium begann. Er wurde für erste Rollen, darunter auch Auftritte in zwei Folgen des Simon Templar – gecastet, ehe er als "Nummer 2" das "Dreckige Dutzend" verstärkte und sich aus dem 30 Jahre Arbeitslager-Urteil ins Getümmel des Zweiten Weltkriegs stürzte. Mit von der Partie: Lee Marvin als beherzter aber strenger Ausbildner Major Reisman, der die Zwölf auf den Überfall auf die Nazis vorbereitet.

 

Es folgten weitere Engagements in "Mit Schirm, Charme und Melone" (The Avengers) und ersten Dramen und Thrillern und aus dem Twen mit dem jungenhaften Charme wurde allmählich ein fescher Bursch, wovon man sich beispielsweise in "Diamantenlady" (Lady Ice) überzeugen kann. Doch es ging auch weiterhin anders und Schönheit war in den Produktionen nicht vorrangig, viel mehr die Wandlungsfähigkeit des Darstellers, die damals auch in Hollywood bekannt wurde. Und so kam es 1976 zur Kriegs-Komödie "Der Adler ist gelandet" (The Eagle has landed), die ihn als Mitglied der IRA und Professor in Deutschland "behind the lines" nach England führt.

... to the 80s!

 

Es folgen "The Disappearance" (1977), "Blutsverwandte" (1978) und GAS (1981), in denen er unterschwellig auch das Unaussprechliche thematisiert: Erlaubte und unerlaubte sexuelle Gelüste. So wird in "Das Dreckige Dutzend" auf in vor der Öffentlichkeit abgeschotteten Institutionen mitunter stattfindende geschlechtliche Handlungen hingewiesen. Auch in "Blutsverwandte" und "GAS" gelangt Sex auf den Bildschirm und wird so zur diskutablen Thematik. Ganz zu schweigen von "Fellinis Casanova"" (Il Casanova di Federico Fellini), in der die Sehnsüchte zum Hauptthema werden.

 

So findet sich im Rollenpotpourri beispielsweise ein verliebter Law Enforcement Cop, ein Mounty, ein eifersüchtiger Ehemann, ein erpresserischer Agent, ein hochrangiger Sowjet-Colonel, ja sogar ein hinterhältiger Stabschef im Weissen Haus. Die Werke reichen inhaltlich von Adventures, über Mysteries und Krimis bis zu Western, die meisten aber finden sich im Bereich Thriller und den jeweiligen Verknüpfungen mit den Spezifikationen Psycho-, Agenten- und Politik. Die Werke entbehren nicht an Spannung, erfordern aber Aufmerksamkeit, Genauigkeit und ein hohes Maß an Bereitschaft, sich auf das jeweilige, mitunter grausame, Thema einzulassen. Fazit: Sutherland kann entzückend sein, aber im Zweifelsfall schießt er lieber.

Andy auf Freiersfüssen (Bild: https://www.youtube.com/wat...)

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Ice Lady

 

1973

 

Die reiche und nicht minder attraktive Paula (Jennifer O'Neill) wird von Andy (Donald Sutherland) gewissermaßen angemacht. Er, als ein junger Mechaniker in der Firma ihres Vaters, setzt sich bereits nach zehn Tagen derart in Szene, dass dem Vater, Mr. Booth (Patrick Magee) nichts anderes einfällt, als ihn sofort zu entlassen. Dieser Entlassung folgt ein derart erheblicher Nachdruck, dass Andy widerum nichts anderes einfällt, als ihr den Maserati, den sie eben zur Reparatur bei ihm abgegeben hatte, zu klauen und damit loszubrausen.

 

Doch der Mann mit dem leicht arroganten Charme, Andy, wird von Booth und seinen Männern weiterhin als Bedrohung wahrgenommen: Zunächst dringt er in die Wohnung Paulas ein, danach will er ihr ein Collier, das er zunächst einem reichen Mann abgenommen hat, verkaufen, dass schließlich eine "Warnung" in Form einers Schläger- und Verwüster-Duos in seiner Bleibe auf ihn trifft, ehe Paula wieder eintrifft und sich über seinen Hintergrund erkundigt. Sie tippt auf Polizei, er streitet ab.

 

Doch dann wird klar, dass sich Paula ausgezeichnet auf Diamanten und ihren Wert versteht und die Familie mit viel mehr als nur mit Autos handelt. In einem Wohnwagen sehen sich Paula und andere Beteiligte ein paar Diamanten an, ehe Andy mit seinem Mustang an die Flanke des fahrenden Wagens "knockt". Daraufhin ist ihr Vater alarmiert, denn er bemerkte nun, wie nah man ihm bereits auf den Fersen ist. Er überlegt und bittet Paula letztlich, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen, doch Paula möchte noch nicht …

 

 

 

More?

Sutherland on IMBD

http://www.imdb.com/list/ls089151109/

 

Or my follow-up:

Sutherland - later years.

stay tuned!

deepsee, am 16.02.2021
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Bildquelle:
Nicht leaken, series. (Der Adler ist gelandet)
Die Ausbilder. Dirty Dozen. 1967. (Das Dreckige Dutzend)
http://www.amazon.de (Horrorfilme: Nach wahrer Begebenheit oder frei erfunden?)

Autor seit 1 Jahr
65 Seiten
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