Die Zunge – ein wichtiges Werkzeug um dir Schwierigkeiten zu ersparen.

Im Kapitel 21,23 heißt es sinngemäß, dass der Mensch, der gelernt hat seinen Mund und seine Zunge zu bewahren, sich auch vor Schwierigkeiten bewahrt (Sprüche 21,23). Nur wenige Kapitel zuvor findest du die Ermutigung, Gerechtigkeit zu praktizieren (Sprüche 15,9). Lass mich dir kurz den Zusammenhang dieser beiden Stellen aufzeigen. Du praktizierst Gerechtigkeit wenn du deine Zunge beherrschst. Praktisch bedeutet das zum Beispiel, dass du nicht über andere herziehst. Zusätzlich bewahrst du dich vor Schwierigkeiten, denn es ich äußerst unangenehm über andere negativ zu reden und anschließende diesbezüglich zur Rede gestellt zu werden.

 

Im Lexikon zur Bibel wird die Zunge als ein Werkzeug menschlicher Sprache bezeichnet. Jakobus verweist darauf, dass man mit ihr großen Schaden anrichten kann (Jakobus 3,5), auf der anderen Seite kann sie auch zum Lob Gottes gebraucht werden (Philipper 2,11).

 

Lass es mich einmal ganz deutlich sagen: Die Art und Weise wie du deine Zunge gebrauchst bezeugt anderen Menschen, ob du gottlos oder gottesfürchtig bist. Du kannst am Sonntag einen Gottesdienst besuchen und vielleicht sogar einen geistlichen Dienst ausüben doch ob du gottesfürchtig oder gottlos bist entscheidet sich wie so oft im Alltag.

 

In unserem Vers weist Salomo darauf hin, dass du deine Zunge bewahren sollst. Es ist sehr interessant dieses Wort mal genauer zu untersuchen. Da das Buch der Sprüche aus dem Alten Testament stammt, ist es in hebräischer Sprache verfasst. Das hebräische Wort für bewahren kann mit hüten, bewachen oder beobachten übersetzt werden. Im weiteren Sinn ist es auch möglich dieses hebräische Wort mit "achtsam sein" oder "sorgfältig sein" zu übersetzen. Folglich solltest du achtsam sein und deine Zunge sorgfältig einsetzen und wenn du das tust, bleiben dir viele Schwierigkeiten erspart.

 

Doch sicherlich stellst du dir nun die Frage, wie das praktisch gehen soll. Lies weiter, denn im nächsten Abschnitt werde ich dir drei praktische Schritte aufzeigen wie du mithilfe deiner Zunge dich vor Schwierigkeiten bewahren kannst. 

Drei mögliche Schritte in ein Leben mit weniger Schwierigkeiten

 

Und hier sind sie nun. Die drei Schritte um sich Schwierigkeiten zu ersparen. Ich betone aber auch, dass diese Liste längst nicht vollständig ist, sondern individuell jederzeit erweitert werden kann.

 

  • Der erste Schritt lautet, dass du lernen musst deinem natürlichen Impuls zu misstrauen. Du musst dich nicht sofort und zu jedem Thema äußern. Zwar ist die Meinungsfreiheit ein wertvolles Gut in unserer Gesellschaft, sie schließt aber auch ein, dass du dich umfangreich über ein Thema informierst bevor du dich dazu äußerst.

 

  • Der zweite Schritt lautet positiv über eine Angelegenheit zu sprechen. Es ist immer noch besser etwas positives als etwas negatives zu sagen. Alle Dinge haben bekanntlich zwei Seiten. Lerne dich also auf die positiven Eigenschaften einer Sache zu konzentrieren und diese in Gesprächen mit Freunden oder Kollegen zu vertreten. Ich glaube es war der Prediger John Wesley, der in seinem Tagebuch die Entscheidung traf, sich niemals negativ übe eine Sache zu äußern. Diese Tatsache zeigt worum es eigentlich geht. Es geht um eine Entscheidung die du treffen musst. Natürlich ist dieser Schritt radikal, aber er wird dich weiterbringen.

 

  • Der dritte Schritt lautet, dass du dich nur zu den Themen äußerst, zu denen du wirklich etwas zu sagen hast oder wenn du nach deiner Meinung gefragt wirst. Höre lieber zu, wie andere über dieses Thema denken und fang an dir auf diese Weise eine Meinung zu bilden. Erst wenn der Prozess der Meinungsbildung abgeschlossen ist – dir also vor und Nachteile einer Sache bekannt sind – kannst du dich äußern bzw. mitreden. Sollte dieser Prozess noch nicht abgeschlossen sein, ist es besser zu sagen, dass du dich zu diesem Thema noch nicht äußern willst, schlicht und einfach weil du dich noch nicht über alle Fakten informiert hast.

 

Gottes Anliegen ist es, dass dein Leben gelingt. Aus diesem Grund hat er dir in der Bibel Anweisungen dafür mit auf den Lebensweg gegeben. Natürlich ist es sehr herausfordernd diese Anweisungen im Alltag umzusetzen. Trotzdem fordert dich Gott an diesem Punkt heraus und sicherlich wirst du mir zustimmen, dass das Wort Gottes an diesem Punkt recht hat. Wenn du gelernt hast deine Zunge zu bewahren, bleiben dir viele Schwierigkeiten erspart.

Autor seit 2 Jahren
4 Seiten
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