Fleisch aus unbekannten Räumen

Fünf Kilo vorpaniertes Schnitzel zum wohlfeilen Tarif von etwa vier Euro?

Guten Appetit. Und ja nicht dran denken, wie das betreffende Tier (ja, wirklich: es war einmal ein Tier, und damit ein Lebewesen!) gelebt – Entschuldigung, EXISTIERT hat. Weil Leben ist das Eingesperrt sein in "Tierfabriken" keines, meiner Ansicht nach. Aber darüber kann jeder so urteilen wie sie oder er es wünscht.

Ich persönlich bin mehr für "lieber weniger oft Fleisch, aber dafür weiß ich, dass das Tier kein so schlimmes Leben, sondern ein recht angenehmes Leben hatte", sondern stattdessen auch mal den Himmel sehen konnte. Natürlich kann man jetzt sagen, das böse Ende kam zum Schluss dann doch noch. Aber die Härte zu sagen, ich lebe tatsächlich zu hundert Prozent in der mir verbleibenden Lebenszeit rein vegetarisch – habe auch ich nicht. Auch, wenn ich mir nicht so sicher bin, dass es tatsächlich gesundheitlich zum Problem würde – ich fürchte, spätestens beim Grillen ohne Fleisch müsste ich vielleicht doch ein paar Krokodilstränen vergießen.

Aber dafür esse ich zumindest kein Fleisch von Tieren, die kein schönes Leben hatten – Nachweislich. Für allfällige Besuche in Restaurants bin ich jetzt ehrlich gesagt in manchen Fällen dann nicht so sicher – aber da auch ich nicht sieben Tage die Woche "außer Haus" esse, bitte ich, mir dies nachzusehen.

Für Gemüsetiger genau richtig!
Vitalkisterl

Vitalkisterl (Bild: Mag.a Bernadette Maria Kaufmann)

Gemüsetiger

…haben es da zugegebenermaßen leichter. Sofern sie nicht wie etwa Gwyneth Paltrow vorher den Salat anbeten müssen…heißt das. Nun, das stell ich mir interessant vor. Getrennt in Zwiebel Salatblätter und Co ein Dankesgebet? Oder darf man da "inkludieren"? Ich meine, sonst wird man ja nie fertig. Dann könnte man es vielleicht noch mit Lichtnahrung versuchen.

Alle anderen – ob Vegetarier oder Teilzeitvegetarier – lege ich ans Herz, regional einzukaufen. Für die meisten Bedürfnisse funktioniert dies Erfahrungsgemäß recht gut. In Salzburg gibt es verschieden Bio-Märkte, auf denen man sich zu einem guten Preis Gemüse aus regionalem Anbau kaufen kann. Wer wenig Zeit oder zu wenig Fitness hat, kann sich aber auch das Gemüse regionaler Herkunft bestellen – dann wird wöchentlich oder eben alle zwei Wochen, ein gut befülltes Kisterl voller Gemüse, Salate, und auf Wunsch außerdem Boxen mit Eiern von sogenannten "Wanderhühnern", wenigstens aber frei laufenden Biohenderln geliefert. Auf Wunsch kann man auch ein Fruchtabo dazunehmen – Inhalt jeweils abhängig von Jahreszeit und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten, plus regionale Herkunft und den daraus resultierenden Möglichkeiten.

Ich bin jedes Mal auf das Neue positiv überrascht! Einkaufen kann ich derzeit ohnehin nicht – im Alleingang jedenfalls lass ich es besser, denn so fit bin ich nach meinem letzten Schub immer noch nicht.

Bestenfalls tauge ich an guten Tagen zur Begleitung.

Vitalkisterl

Vitalkisterl (Bild: Mag.a Bernadette Maria Kaufmann)

Bauern liefern gerne…

Die praktische Alternative für alle ohne Garten und/ oder ohne "Selbstversorger-Ambitionen" ist, sich neben einem Besuch auf Wochenmärkten, auf denen man Kartoffel, Salat und Co erstehen kann, einem dieser regionalen Angebote zu widmen, zu überlegen, und sich dann sein "Wunschkisterl" zu bestellen und liefern zu lassen. Zahlungskonditionen sind meist wöchentlich nach der jeweiligen Lieferung – wird eh angezeigt, beziehungsweise sonst einfach nachfragen.

Ich beziehe das Vitalkisterl, das in Salzburg angeboten wird und kann diesen Service nur wärmstens empfehlen! Hinweis in eigener Sache: dieser Artikel ist KEINE Werbeaktion. Ich habe ihn deshalb verfasst und dann auch das Vitalkisterl einbezogen, weil ich dies selber geraume Zeit beziehe und überaus zufrieden bin: davon abgesehen ist gute Ernährung für mich persönlich als Thema zu wichtig, als dass ich mich für einen Beitrag "kaufen" ließe.

Autor seit 4 Jahren
98 Seiten
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