Nach der Zeit des Kontaktes setzt die Trennungsphase ein. Für den Loslasser unter den beiden Dualseelen ist insbesondere die erste Trennungsphase oft sehr schmerzhaft. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber auch diejenige Dualseele in der Rolle des Gefühlsklärers macht im weiteren Verlauf schwierige Zeiten durch. Die beiden Begriffe "Loslasser" und "Gefühlsklärer" werde ich in meinem Artikel näher erläutern. Ich möchte hiermit zu einem besseren Verständnis des Phänomens "Dualseelen" beitragen und Menschen, die ihrer Dualseele begegnet sind, Möglichkeiten des konstruktiven Umgangs damit aufzeigen.

Die verschiedenen Phasen der Dualseelenverbindung

Es werden acht Phasen beschrieben, in die sich die Verbindung zwischen den Dualseelen unterteilt. Diese können sich ab Phase Vier unterschiedlich oft wiederholen, so lange die beiden Seelen ihre jeweiligen Lernaufgaben noch nicht erfüllt haben. So tritt beispielsweise immer dann, wenn die Loslasser-Seele in ihrer momentanen Unwissenheit ungeduldig wird und verfrüht den Kontakt zum Gefühlsklärer intensivieren will, ein erneuter Kontaktabbruch ein. Dabei spielt es keine Rolle, wie gut der Kontakt zuvor funktionierte.

Wie lange die unterschiedlichen Phasen dauern, ist je nach der jeweiligen Situation beider Dualseelen ganz individuell. Manchmal kann es ein paar Jahre dauern, bis nach dem letzten Kontakt eine erneute Annäherung der dualen Seelen möglich ist. Zeitweilig können die Zeiträume aber auch kürzer sein, zum Beispiel einige Monate. Ob das Fortschreiten des Lernprozesses einer Dualseele oder beider einen Einfluss auf die Dauer der Trennung hat, kann ich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Die räumliche Trennungsphase wird jedenfalls immer so lange anhalten, bis beide Seelen ihre individuellen Lektionen für dieses Leben gelernt haben. Beide Dualseelen müssen zuerst lernen, sich selbst zu lieben, jedoch aus ihrer jeweiligen Perspektive. So lange mindestens eine Dualseele von beiden noch nicht alle ihre eigenen Lernaufgaben erfüllt hat, verlaufen beider Wege zwangsläufig getrennt. In diesen Trennungsphasen ist es oft so, als würden beider Lebensläufe und Gefühlswelten sich spiegelverkehrt verhalten, während in den Kontaktphasen die Stimmung auf beiden Seiten auch für einen bestimmten Zeitraum – je nach der aktuellen Lebenssituation der Dualseelen – in einem harmonischen Gleichklang stehen kann.

Dies sind die acht Phasen, die ich wiederum auf der Basis meiner eigenen Erfahrungen und Eindrücke darlegen möchte:

  1. Das Erkennen: Begegnen Dualseelen einander, bemerken sie meist recht schnell, dass sie auf eine überdurchschnittliche Weise geistig und seelisch miteinander verbunden sind. Beide Seelen spüren, wie sich der andere in dem jeweiligen Moment fühlt, und denken oft ähnlich. Es kann sein, dass eine Dualseele (meist der Loslasser) dies zu Beginn oder im weiteren Verlauf zeitweise noch stärker wahrnimmt als die andere (der Gefühlsklärer). Wobei auch der Gefühlsklärer dies phasenweise stärker empfinden kann als in den Phasen der Entfernung.
  2. Das Genießen: Während dieser ersten Kontaktphase können Momente auftreten, in denen beide Dualseelen die Begegnung genießen. Aber auch in dieser Phase sind dies nur maximal ca. einige Minuten dauernde Momente, etwa Momente ungeteilter Aufmerksamkeit bei Gesprächen oder allenfalls Umarmungen. So lange die Dualseelen nicht alle Phasen und die Lernaufgaben erfüllt haben, werden sie sich nicht dauerhaft näher kommen geschweige denn die Beziehung (wie auch immer sie dann beschließen, sie zu gestalten) intensivieren können. Auch während der Genussphase wird es immer so sein, dass außer in den wenigen kurzen Momenten beide Dualseelen trotz der Verbindung irgendwie "aneinander vorbei leben", und zwar auch während des direkten Kontaktes.
  3. Die Verwirrung: Für beide Seelen ist diese Situation schwer zu verarbeiten. Für mindestens eine Dualseele ist es mit besonders intensiven Gefühlen verbunden. Die andere Seele ist hin- und hergerissen zwischen einerseits den eigenen Gefühlen, der Intensität dieser Verbindung, und andererseits dem Unverständnis dessen, was da abläuft, sowie ihren Ängsten. Angst und Verunsicherung begleiten in dieser Phase beide Dualseelen. Schließlich kann es sein, dass dieses Erlebnis ihre ganze Welt, so wie sie diese bisher sahen, auf den Kopf stellt.
  4. Die Entfernung: In der Folge kommt es zum ersten Kontaktabbruch, der sich wie gesagt so oft wiederholen kann, bis beide Dualseelen ihre jeweiligen Lernaufgaben vollständig erfüllt haben. Dieser Kontaktabbruch erfolgt meist sehr abrupt und lässt sich nicht durch äußere oder rationale Gründe erklären. Mögliche Gedanken, die den Gefühlsklärer bei seinem Abbruch des Kontaktes mit seiner Dualseele durch den Kopf gehen könnten, sind, dass er meint, nicht damit umgehen zu können, oder keinen Sinn in der Verbindung sieht. Auch hier spielen wohl wiederum seine jeweiligen Ängste eine Rolle, wie etwa die (übrigens unbegründete) Angst, er könnte durch die Dualseelenverbindung seine eigene Identität verlieren oder nicht mehr für sich entscheiden können.
  5. Der Schmerz: Auf den Kontaktabbruch folgt irgendwann bei beiden Dualseelen eine Phase des Schmerzes über den fehlenden Kontakt zu der Dualseele. Zu Beginn ist der Schmerz für den Loslasser noch stärker. Ist der Loslasser in seiner Entwicklung weiter fortgeschritten und hat dieser Seelenanteil erkannt, dass eine wirkliche Trennung von seiner Dualseele entgegen seinen Befürchtungen niemals gegeben sein wird, ist es für diese Seele eventuell nicht mehr ganz so schmerzhaft. Dafür könnte es für diejenige Seele in der Rolle des Gefühlsklärers in diesem Stadium umso schmerzhafter sein, was er aber wohl benötigt, um seine eigenen Lernaufgaben angehen zu können. Denn wie der Loslasser auch muss der Gefühlsklärer seine Lernaufgaben eigenständig bewältigen. Daher erfolgen die Entwicklungsschritte beider Dualseelen getrennt.
  6. Die Akzeptanz: Früher oder später akzeptieren beide Seelen jeweils aus ihrer Sicht die Situation. Die Trennung hält in dieser Phase weiter an, während beide Dualseelen sich ihren jeweiligen Lernaufgaben, die sie erkannt haben, widmen. Dabei geht jede Dualseele in ihrem eigenen Tempo vor.
  7. Die erneute Annäherung: Haben beide Dualseelen ihre aktuellen Lernaufgaben gemeistert, ist ein erneuter Kontakt möglich. Manchmal dient der erneute Kontakt auch dazu, sich gegenseitig oder eine der beiden Seelen zu unterstützen. Auch diese Kontaktphasen erfolgen normalerweise ohne räumlichen Kontakt, sofern die betreffenden Dualseelen eben noch nicht alle ihre Lernaufgaben bewältigt haben.
  8. Neue Lernaufgaben oder Verschmelzung: Erst, wenn alle Lernaufgaben auf beiden Seiten geschafft sind, können die Dualseelen auch wieder direkten Kontakt zueinander haben. Wenn neue Lernaufgaben auftreten, tritt erneut eine Trennung ein, bis auch diese erfüllt sind.

Loslasser und Gefühlsklärer: Lernaufgaben beider Dualseelen

Der Loslasser wird auch als Herzmensch unter den beiden Dualseelen bezeichnet, während der Gefühlsklärer, also derjenige, der sich ständig von der anderen Dualseele zurückzieht, als Kopfmensch eher auf den eigenen Verstand bezogen handelt. Somit stellen diese Seelen nach dem Prinzip der Dualität zwei Seiten einer Medaille dar, wie Yin und Yang.

Wenn es Dir, liebe Leserin oder lieber Leser, leichter fällt, Dir dies vorzustellen: Du kannst Dir die Dualseelenverbindung in der räumlich getrennten Zeit, in der beide Dualseelen ihre Lernaufgaben zu bewältigen haben, auch wie eine Waage vorstellen. Ist die eine Waagschale unten, befindet sich die andere oben und umgekehrt. Um das Verhältnis beider Waagschalen auszugleichen, müssen sie sich letztlich in ihrer eigenen Mitte treffen. Und dazu muss eben jede Dualseele aus ihrer Perspektive ihre Lebenslektionen lernen, die sie zu persönlichem Wachstum und zur individuellen Ganzwerdung beider beteiligten Seelen führen werden.

Der Hauptzweck der Dualseelenverbindung liegt somit darin, dass sie sich einerseits gegenseitig in diesem Lernprozess unterstützen können, andererseits aber auch ein Gleichgewicht hergestellt wird. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Waagschalen in einer starren waagerechten Position verharren sollen. Das Leben ist beweglich, und entsprechend sollen es die beiden Dualseelen durch das wechselseitige Lernen auch werden.

Aus den jeweiligen natürlichen oder auch anerzogenen Neigungen der Dualseelen ergeben sich ihre individuellen Lernaufgaben, die sie bewältigen müssen, um sich selbst wieder als Ganzes annehmen zu können. Und diesen Punkt haben sie wiederum gemeinsam: Das Ziel beider Seelen ist es immer, zu wachsen und schließlich die vollständige Selbstannahme. Und zwar unabhängig davon, wie der Lebensweg jeder Dualseele verläuft oder wohin ihr gemeinsamer Weg überhaupt führt. Erst, wenn sie gelernt haben, sich selbst bedingungslos zu lieben, werden sie auch der anderen Seite und generell anderen Menschen auf die jeweilige Art und Weise bedingungslose Liebe entgegenbringen können.

Der Lernprozess verläuft hierbei getrennt, damit sich beide Dualseelen hierbei nicht zu sehr gegenseitig beeinflussen oder spiegeln können. Denn diese Gefahr bestünde sonst, zumal beide Seelen in der jeweils anderen Dualseele die eigenen unterdrückten oder noch schwächer ausgeprägten Anteile (Herz oder Ratio) erkennt, die Angst machen oder verunsichern können.

Während der Loslasser aus seiner Perspektive lernen muss, durch Abgrenzung loszulassen, um seine eigene Kraft voll ausschöpfen zu können, ist es wiederum die Aufgabe des Gefühlsklärers, seine Angst vor Gefühlen jeglicher Art überwinden und mit diesen umgehen zu lernen. Anders ausgedrückt: Der Loslasser, der von Natur aus so gerne und viel gibt, muss lernen, dabei auch auf seine Bedürfnisse zu achten und dafür auch mal rationalere Entscheidungen zu treffen. Dem Gefühlsklärer hingegen fällt die Lernaufgabe zu, zu lernen, Gefühle (auch die eigenen) ohne Angst davor anzunehmen und aktiv die Verantwortung für sein eigenes Wohlbefinden zu übernehmen. Geben und nehmen - eine weitere Polarität, die es gilt, in Einklang zu bringen.

Ein entscheidender Punkt im Prozess des Loslassens und der Selbstbejahung bei der Dualseele des Loslassers ist es nach meiner Erfahrung offenbar, dass der Loslasser lernt, Gefühle - einschließlich der belastenden Gefühle - wirklich zu Ende zu erleben und zu fühlen. Denn genau dieses Fühlen ist seine größte Stärke. Um aber zu seiner eigenen Kraft zurückkehren zu können, muss sich der Loslasser unter den beiden Dualseelen auch den unangenehmen Gefühlen, die ihn belasten oder die diese Seele am liebsten beiseiteschieben würde, stellen. Denn nur, wenn Du dieses belastende Gefühl wirklich durchlebst, wird es sich auflösen und somit den Weg wirklich frei machen für alle Gefühle und zu einer nachhaltig positiveren Einstellung, die dann auch gelebt werden kann.

Es kann sein, dass dies aus seiner Perspektive auch eine Lernaufgabe für den Gefühlsklärer der beiden Dualseelen ist. Denn letztlich ist es für jeden Menschen wichtig zu erkennen, dass der Weg zum individuellen Glück immer über die Anerkennung der jeweiligen eigenen Gefühle führt. Jeder Mensch wird früher oder später feststellen, dass Verdrängung oder Ablenkung von Gefühlen letztlich nur das Leid vergrößert. Das belastende Gefühl verschwindet dadurch keineswegs.

Erst, wenn Du die negativen Gefühle, also die, die Du gerne abschütteln würdest, akzeptiert und vollständig zu Ende gefühlt hast, lösen sie sich auf. Und dann ist der Weg für all die schönen Gefühle (Freude, Liebe, Optimismus, usw.) geebnet, die Du von nun an unbeschwert und in ihrer vollen Reinheit erleben kannst. Natürlich können auch dann noch Gefühle wie Traurigkeit oder Wut auftauchen. Jedoch wirst Du, nachdem Du diese Erfahrung einmal gemacht hast, einen besseren Umgang damit finden, und Deine neu gewonnene Erkenntnis weiter leben können.

In meinem Fall war es die Trauer, die ich zu Ende fühlen musste, was in Hinblick auf meine Biografie rückblickend umso mehr Sinn ergibt. Was es in Deinem Fall, liebe Leserin oder lieber Leser, ist, musst Du selbst erfahren. Wenn Du Dich jetzt fragst, wie Du dies schaffen sollst, sei unbesorgt: Das Leben wird Dir zur richtigen Zeit schon passende Situationen hierfür bieten, ob dies nun das Ende einer Beziehung, eine Freundschaft oder eine andere Form von Abschied betrifft oder eben eine Situation ist, in der Du Erwartungen loslassen musst (je nachdem, was Dein persönlicher Schwerpunkt bei dieser Lernaufgabe ist).

Egal, ob Du in Deiner Dualseelenverbindung in der Loslasser- oder Gefühlsklärerrolle steckst: Du wirst in diesem Lernprozess aber auch lernen, dass es kein wirkliches Ende gibt, sondern sich die Situation nach der Bewältigung des jeweiligen Gefühls einfach nur ändert - und zwar auf positive Weise. Sei in diesem Prozess aber auch geduldig mit Dir selbst. Trage es Dir nicht nach, wenn die Bewältigung dieser oder anderer Lernaufgaben nicht sofort klappt. Wie alles braucht auch dies Zeit. Aber es lohnt sich immer, diesen Weg komplett zu gehen. Denn am Ende dieses Weges wirst Du sehen können, dass sogar die Schattenseiten ihren Sinn hatten und auch beispielsweise das Schöne in den Tränen erkennen. Wer es schafft, auch im Regen zu tanzen, erfährt eine zuvor nicht für möglich gehaltene Freiheit, und kann das Leben als Ganzes - mit all seiner Dualität aus Licht und Schatten - wertschätzen und annehmen.

Was nach dem Abschluss dieses Prozesses auf beiden Seiten weiter geschieht, wenn wieder ein direkter Kontakt aufgenommen werden kann, können die beiden Dualseelen jeweils selbst entscheiden. Wenn beide Dualseelen diesen Entwicklungsprozess vollständig durchlaufen, alle möglichen Blockaden und Hindernisse aufgelöst haben und in ihrer eigenen Mitte angekommen sind, ist der Weg dafür geebnet, diese Verbindung so leben zu können, wie sie es sich wünschen. Miteinander verbunden werden diese Seelen ohnehin immer sein.

Die folgende Tabelle fasst die Eigenschaften beider Dualseelen und die sich daraus ergebenden Lernaufgaben im Überblick zusammen:

Loslasser und Gefühlsklärer: ...

Loslasser und Gefühlsklärer: Eigenschaften und Lernaufgaben (Bild: Karin Scherbart)

Umgang mit der Trennungssituation von der Dualseele

Wichtig für die Seele in der Rolle des Loslassers ist es, zu erkennen, dass der Kontakt mit dem Gefühlsklärer in den Kontaktphasen während der Trennung, in der noch Lernaufgaben zu erfüllen sind, nur dann aufrecht erhalten werden kann, wenn der Loslasser sein eigenes Ego in diesem Stadium ihm gegenüber zurückhält. In dieser Phase der Dualseelenverbindung ist die Zeit noch nicht reif, irgendwelche Wünsche bezüglich des "Danach" zu vermitteln, von dem ohnehin noch nicht klar ist, wann es eintreten wird und welche Lebensumstände dann auf beiden Seiten bestehen werden. Und auch mit überschäumenden Gefühlsäußerungen wird der Gefühlsklärer dann noch nichts anfangen können. So lange die Angst noch größer ist als die Motivation, diese zu überwinden, wird die andere Dualseele darauf stets mit Flucht reagieren.

Unter dieser Voraussetzung, dass der Austausch der Dualseelen in dieser Phase locker bleibt, ohne den Gefühlsklärer mit den eigenen Sentimentalitäten zu überfordern oder einzuengen, können sich beide Seelen durchaus gegenseitig in ihrer Entwicklung unterstützen, indem sie sich beispielsweise:

  • ihren jeweiligen aktuellen Stand in den verschiedenen Bereichen erzählen,
  • sich gegenseitig bestärken und ermutigen, ihren Weg weiterzugehen,
  • Meinungen austauschen
  • oder auch erwünschte Ratschläge oder Hilfestellungen zu konkreten Problemen geben, mit denen sie aktuell jeweils konfrontiert sind.

Eine Kontaktphase zwischen den Dualseelen wird immer genau zum richtigen Zeitpunkt möglich sein. Möchte der Loslasser nach einer Weile wieder Kontakt zum Gefühlsklärer aufnehmen, sollte diese Dualseele sich ehrlich die Frage beantworten, aus welchem Grund die Kontaktaufnahme erfolgen soll. Eine Kontaktaufnahme aus der Verlustangst heraus wird nicht den gewünschten Erfolg bringen. Erst, wenn Du als Loslasser diese Angst losgelassen hast, wird der Kontakt entspannter ablaufen und nicht mehr so schnell abbrechen.

Der Antrieb, die Angst vor Gefühlen zu überwinden, muss von der Dualseele des Gefühlsklärers selbst kommen. Durch Druck jeglicher Art - auch wenn dieser ungewollt bzw. aus Unwissenheit um den richtigen Umgang mit der Situation entsteht - wird nur das Gegenteil, nämlich ein erneuter Rückzug, erreicht. Und dies bleibt auch dann so, wenn der Loslasser in seiner eigenen Entwicklung bereits fortgeschritten ist. Daher sollte der Loslasser dem Gefühlsklärer seine Freiheit lassen, seine Lernaufgaben in seinem eigenen Tempo angehen zu können. Schließlich hat der Loslasser von den beiden Dualseelen selbst ja auch seine Zeit für seine individuellen Lernschritte gebraucht.

Sonne und Wolken - ohne dieses ...

Sonne und Wolken - ohne dieses Zusammenspiel gäbe es dieses Naturkunstwerk nicht. (Bild: Rawad / Pixabay)

Genau das ist übrigens mit "Loslassen" gemeint: Dass man Dinge und Situationen so akzeptiert, wie sie im Augenblick sind, und das Beste daraus macht. Es hat gar nichts mit "den anderen als Menschen aufgeben" zu tun. Und nein: Du lässt als Loslasser Deine Dualseele damit nicht im Stich, und verlieren kannst Du sie auch niemals, egal ob mit oder ohne aktuellen Kontakt. Die seelische Verbundenheit zwischen Euch beiden Dualseelen wird immer da sein. Doch nur durch das Loslassen wird die andere Dualseele ihren eigenen Weg der Selbstentfaltung beschreiten können! Und für den Loslasser wird es dann ebenfalls einfacher, seinen eigenen Weg und die damit verbundenen weiteren Lernaufgaben weiter anzugehen. Mit dem Loslassen ist somit der Entwicklung beider Seelen am meisten gedient. Was hingegen irgendwann in ferner Zukunft passieren kann auf und auf welche Weise es geschehen wird, kann keiner der Beteiligten vorhersehen, so lange sie sich noch mitten in diesem Prozess befinden.

Bildquellen: Pixabay und Wikipedia (Yin-und-Yang-Symbol im Vorschaubild)

Dieses Video beschreibt das Phänomen "Dualseelen" auf sensible Weise:
Die_Utopische, am 21.12.2015
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Bildquelle:
Karin Scherbart (Die 7 Seelengefährten einer Seelengruppe)

Autor seit 6 Jahren
112 Seiten
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