Entweder - oder

Ein angenehmer Duft ist eine Visitenkarte für jeden Menschen, auf den man trifft. Parfüm sollte nicht nur gemäß der eigenen Vorlieben ausgesucht werden, sondern auch zum Alter und Kleidungsstil der Person passen. Ein süßlich-verspieltes Parfüm würde niemals zu einer Dame mittleren Alters passen, ebenso wenig wie ein schweres Aftershave zu einem jugendlichen Praktikanten. In jeder guten Parfümerie wird man beim Einkauf entsprechend beraten, wenn man den Verwendungszweck kurz anspricht! Das ist der Grund, warum ich ein neues Parfüm niemals online kaufe. Wenn man einen Duft bereits kennt, ist das weniger ein Problem.

Als erstes Gebot gilt: Niemals parfümiertes Deo und Parfüm zusätzlich verwenden - das ergibt eine Orgie von Geruchsstoffen, die garantiert dafür sorgt, dass man bald allein im Büro sitzt oder hinter dem Rücken getuschelt wird! Es gilt also, zu viel des Guten strikt zu vermeiden.

Natur ist Trumpf

Zweites Gebot: Man sollte sich für einen dezenten Duft entscheiden - das gilt für Männer wie für Frauen! Eine Duftspur sollte nicht durch die ganze Firma führen, das sorgt schnell für Spott und Klatsch. Dezente, möglichst "einfarbige" natürliche Düfte machen das Arbeitsklima angenehmer als ein ganzer Blumenstrauß. Die Herren können da zwischen moosigen, herben oder sportlich-frischen Düften wählen. Auch hier kommt es ganz auf den Typ an. Bei den Herren spielt natürlich die Position auch noch eine ausschlaggebende Rolle. Aber nicht immer ist das teuerste Parfüm auch das passende für ein Statement in der Firmen-Hierarchie.

Eine Frage der (Jahres)Zeit

Im Sommer mit kräftigen, floralen Düften ins Büro zu kommen ist ein absolutes No-Go. Die Natur sorgt gerade draußen für genügend duftende Blüten. Außerdem: Spätestens zur Mittagshitze werden die Kollegen aus dem Zimmer fliehen! Das gleiche gilt für alle süßen und zuckrigen Düfte wie zum Beispiel Vanille. Fruchtige (Orange, Limette) und beerige Düfte (Brombeere, Johannisbeere) empfindet man dagegen im Sommer als angenehm und erfrischend.

Und im Winter? Niemals schwere Moschus- oder Patchoulidüfte am Arbeitsplatz verwenden! Die gehören definitiv zur Abendgarderobe oder zu einem Dinner zu Zweit. Am Tage dürfen bei den Herren holzige und würzige Düfte wie Sandelholz oder Pfeffer als Begleiter gewählt werden.

Mein persönlicher Favorit ist übrigens "Artemisia" von Penhaligons. Er passt zu fast allen Gelegenheiten und der Roll-On Stift ist nicht nur praktisch für die Handtasche, sondern auch schnell und dezent aufgetragen.

Fazit

Wenn Parfüm im Büro ein Thema sein sollte, dann ist auf jeden Fall zu empfehlen, sich mit den Kollegen einmal zusammen zu setzen und darüber zu reden. Besser als Klatsch und Tratsch hinter dem Rücken zu verbreiten oder ertragen zu müssen! Manchmal kann ein höfliches aber offenes Wort hier Abhilfe schaffen, denn niemand belästigt gerne den Chef mit diesem Thema.

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