Längst vorbei die Zeiten als ein E-Piano automatisch mit Rock- oder Jazzmusik in Verbindung gebracht wurde. Klassiker wie das Rhodes lassen zwar eingefleischte Fans noch immer die Augen leuchten, doch das E-Piano hat längst als sogenanntes Homepiano die heimischen Wohnzimmer erreicht.

Nicht etwa weil sich die Hörgewohnheit oder der Musikgeschmack allgemein geändert hätte, sondern weil sich die Klangqualität und die Mechanik soweit verbessert haben, dass die Instrumente zu echten, hochwertigen Alternativen geworden sind. Wer mit dieser Alternative liebäugelt, stellt sich natürlich unwillkürlich die Frage, welches e-Piano ist für mich das Richtige, bzw. für meine Spielweise geeignet und worauf sollte man achten?

Gutes oder schlechtes E-Piano?

Richtig oder falsch?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ab einem gewissen Standard kann man nicht mehr von einem guten und einem schlechten E-Klavier sprechen. Die Instrumente sind qualitativ alle hochwertig und haben einen ausgereiften Klang. Entscheidend bei der Wahl sind die eigenen Vorlieben und Vorstellungen von einem "schönen" Klang sowie die eigenen Anforderungen und Spielweise. All das letzendlich, was bei der Wahl eines akkustischen Instrumentes auch gilt. Daneben spielt ohne Frage natürlich auch das Budget eine nicht zu unterschätzende Rolle, schließlich gibt es auch unter den neuen Pianos solche, die herkömmlichen preislich kaum in etwas nachstehen. In dieser kleinen Reihe sollen einige Instrumente vorgestellt sowie allgemeine Überlegungen angestellt werden, die eine Kaufentscheidung – heutzutage durchaus auch gut online machbar – erleichtern sollen.

Gute Gründe für ein E-Piano

Ein qualitativ einigermaßen hochwertiges Klavier ist durchaus eine kostspielige Anschaffung. Wer gar über einen Flügel nachdenkt muss noch um einiges tiefer in die Tasche greifen. Pflege und regelmäßiges Stimmen sind zusätzliche Kosten, die sich nicht vermeiden lassen und in einem Mehrfamilienhaus findet man bedauerlicherweise nicht immer Freunde, wenn man sich dem Klavierspielen hingibt. Sollten diese Punkte für Sie keine Rolle spielen, weil Sie über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen und ein Einfamilienhaus besitzen, dabei auf einen 100% authentischen Klang und Spielgefühl Wert legen, dann dürfte die erste Wahl sicherlich auf einen akustischen Flügel oder Klavier fallen, denn sowohl im einen als auch im anderen Fall sind bei den elektronischen Konkurrenten noch kleinere Abstriche zu machen. Abstriche jedoch, die der Semiprofi oder ambitionierte Laie kaum mehr zu erkennen imstande sein dürfte.

Für alle anderen ist das E-Piano als Alternative auf jeden Fall ein Gedanken wert zumal es einige Vorteile gibt, die für solch ein Digitalpiano sprechen. Einer der Hauptvorteile ist zweifelsohne der schon erwähnte geringere Preis, der aber natürlich nur dann zählt, wenn es noch weitere Vorteile gibt – und die gibt es.

Das deutlich geringere Gewicht zählt hierzu, insbesondere, wenn ein Umzug ansteht, oder innerhalb der Wohnung ab und zu eine Veränderung vorgesehen ist. Auch sind die Maße und somit der Platzbedarf in der Regel geringer, da der Klang nicht so sehr von der Bauweise abhängt wie dies bei akustischen Klavieren der Fall ist. Gerade in einem Mehrfamilienhaus ein unschlagbares Argument ist die Möglichkeit der Lautstärkeregelung sowie die Möglichkeit einen Kopfhörer anzuschließen. Zudem wird der Geldbeutel durch das Wegfallen des jährlichen Stimmens auf Dauer etwas geschont.

Worin unterscheiden sich E-Pianos?

Die meisten Unterschiede bei den E-Pianos liegen, ganz ähnlich wie bei akustischen Klavieren, im Klang und im Spielgefühl. Diese Unterschiede können durchaus extrem sein und sind daher entscheidend bei der Auswahl des Instruments. Aber auch im Umfang unterscheiden sich die Modelle, wobei dies sowohl die Ausstattung mit Klängen betrifft als auch die Anzahl der Tasten. Modelle mit 88 Tasten sollten es sein, möchte man nicht beschränkt sein in der Wahl der Musikstücke, auch dann, wenn man sich selbst (bisher) nicht als großen Musiker betrachtet. Bereits die besseren unter den frühen "Stage-Pianos" hatten nicht nur eine echte Anschlagsdynamik, sprich anschlagsabhängige Lautstärke, sondern bereits gewichtete Tasten, die ein Spielgefühl ähnlich dem bei einem akustischen Klavier gewährten. Die aktuellen E-Pianos, die als Alternative zum akustischen Klavier ausgelegt sind, erfüllen dieses Kriterium ziemlich gut. Als Klavierspieler hat man das Gefühl, mit einer Hammermechanik zu spielen. Die Technik die dafür genutzt wird, ist von Hersteller zu Hersteller teilweise ganz unterschiedlich, doch bei allen sehr weit entwickelt.

Natürlich kommt es auch beim e-Piano auf den Klang an. Diese unterscheiden sich teilweise in ihrer Charakteristik stark aber auch in der Anzahl an verschiedenen Klängen die zur Auswahl stehen. Daneben sind die verschiedenen Modelle auch unterschiedlich mit zusätzlichen Features ausgestattet. So besitzen viele von ihnen Styles, die einen beim Spielen begleiten können, Aufnahmefunktionen, Anschlüsse für externe Geräte, etwa einen PC und anderes mehr. Auch auf die Qualität der Lautsprecher und die maximale Lautstärke sollte man achten, ebenso wie auf die Anzahl der Anschlussmöglichkeiten für Pedale.

Eine Auswahl günstiger Homepianos haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Wer auf die Optik gerne verzichtet, stattdessen aber mobil sein möchte findet hier eine Liste guter Stagepianos.

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Ein E-Piano könnte die günstige ...

Ein E-Piano könnte die günstige Alternative sein … (Bild: MDphoto / Pixabay)

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