Wie unsere Erde entstand - Ein Durcheinaner im Sonnensystem und die erste Ordnung im Chaos

Etwa 4,6 Milliarden Jahre ist es nun her, dass in unserem Sonnensystem ein riesiges Chaos und  Durcheinander herrschte. In einer interstellaren Wolke verdichten sich Staubteilchen zu immer größer und schwerer werdenden Gesteinskugeln, die umher wirbeln und miteinander kollidieren. Bei den zahlreichen Zusammenstößen verschmelzen die Brocken miteinander und wachsen so immer weiter an. Nach ca. 30 Millionen Jahren und unzähligen dieser Kollisionen blieben nur noch ein paar wenige Gesteinsbrocken über, die jetzt gigantische Ausmaße angenommen hatten. Die Planeten und damit auch unsere Erde wurden "geboren". Auf dieser Gesteinskugel, die noch nicht viel mit dem Planeten gemein hatte, den wir heute kennen, herrschten unvorstellbare Temperaturen und ein enormer Druck. Beides führte dazu, dass eine erste Ordnung im Chaos entstand. Durch die Hitze und den Druck sanken nämlich die schwereren Metalle ab und die leichteren Stoffe kamen an die Oberfläche. Unsere Erde erhielt so ihren Kern aus Eisen und Nickel und ihre Gesteinshüllen. Ein Vorgang, der 100 Millionen Jahre dauerte und noch heute die Struktur der Erde ausmacht.

Wie die Erde zu ihrem Mond kam - Der Zusammenstoß der Ur-Erde mit Theia

Kurz nach ihrer Entstehung erlebte die Erde einen dramatischen Zusammenstoß. Sie prallte mit einer unglaublichen Wucht mit dem kleineren Planeten Theia zusammen, der bei dem Aufprall vollständig zerschmettert wurde. Trümmerteile der Erde und des zerstörten Planeten flogen ins All und verdichteten sich dort zu unserem Mond. Seitdem umkreist der Trabant unsere Erde. Einen Ort, zu dem Teile von ihm früher selbst gehört haben. Doch nicht nur der Mond ist ein Produkt der Kollisionen der Ur-Erde. Auch das Wasser, das all das Leben hier erst möglich gemacht hat, kam durch Zusammenstöße des Erdballs mit Asteroiden und anderen Himmelskörpern auf unseren Heimatplaneten.

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Die Grundlagen des Lebens - Luft und Wasser schaffen die Basis für das Leben auf der Erde

Ohne die Luft und das Wasser auf unserem Planeten hätte sich kein Leben entwickeln können. Doch wie kam es dazu, dass die Luft und das Wasser ausgerechnet auf der Erde zur Grundlage des Lebens werden konnten? Wie bereits erwähnt, kam das Wasser durch die Zusammenstöße der Ur-Erde mit Asteroiden und anderen Himmelskörpern auf unseren Planeten. Es entstanden die so genannten Urozeane. Aufgefüllt wurden diese durch Stürme und die mit ihnen einhergehenden Regenschauern, die damals dauerhaft auf dem Planeten wüteten. Das gesamte Wasser, das die Weltmeere heute füllt, stammt ursprünglich aus den Regenschauern, die damals auf unseren Planeten niedergingen. Es ist kaum vorstellbar, wie lange und wie stark es damals geregnet haben muss, damit unsere riesige Ozeane entstehen konnten. Bevor der Regen aber überhaupt die Ozeane zum Leben erwecken konnte, erfüllt er noch eine weitere enorm wichtige Aufgabe. Er kühlte die überhitze Erde radikal ab und ließ die Temperaturen erstmals unter die 100°C-Marke fallen.

Die Atmosphäre rund um unseren Erdball war zur gleichen Zeit noch nicht so auf die eventuelle Entwicklung von Leben ausgerichtet. Sie bestand damals nämlich zum größten Teil aus Wasserstoff, Kohlenstoffdioxid und Methan. Eben den Gasen, die bei den zahlreichen Vulkanausbrüchen zu der Zeit in die Atmosphäre gestoßen wurden. "Erst" vor etwa 3,5 Milliarden Jahren gab es erstmals einen Sauerstoffanteil in der Atmosphäre, der mit dem heutigen annähernd vergleichbar ist.

Wie das Präkambrium die Erde prägte - Landmassen kommen in Bewegung und Leben entsteht

Während des Präkambriums, also der Epoche, die von der Entstehung des Planeten bis vor 542 Millionen Jahren reicht, war ganz schön was los auf der Erde. Nicht nur der Himmelskörper selbst entstand, sondern auch die ersten Formen von Leben. Es wird vermutet, dass bereits vor 3 Milliarden Jahre Cyanobakterien existierten. Bis sich "einfache" Tierarten, wie zum Beispiel Schwämme, verbreiteten, dauerte es dann aber doch noch eine Weile. Solche Lebensformen kamen nämlich erst zum Ende der Epoche vor, also vor ungefähr 542 Millionen Jahren. Parallel zu der Entwicklung der Lebewesen, "entwickelte" sich auch ihr Lebensraum. Er begann sich durch die Ozeane zu bewegen. Erst gab es nur eine riesige Landmasse auf der Erde, welche dann vor 1 Milliarde Jahren in einzelne Kontinente zersplitterte. Diese Kontinente trugen die Namen Laurentia, Baltica, Gondwana sowie Sibiria. Ihr Glück als alleinstehende Kontinente währte allerdings nur verhältnismäßig kurz. Nachdem ihre Trennung so vor 540 Millionen Jahren vollzogen war, kollidierten sie nur wenige Millionen Jahre später wieder miteinander und schufen so den Urkontinent Pangäa. Als dieser seinerseits wieder zersplitterte, entstanden die Kontinente, auf denen wir heute leben. Eine Entwicklung, die erst vor 20 Millionen Jahren "abgeschlossen" war. Es ist allerdings zu erwähnen, dass sich die Kontinente noch heute aufeinander zu bzw. voneinander weg bewegen, weshalb es in ferner Zukunft zu erneuten Zusammenstößen von Kontinenten kommen kann.

Ein kurzer Ausflug in die nächste Epoche - Die Entwicklung der Tierwelt schreitet voran

Mit dem Übergang des Präkambriums in das Kambrium, entwickelte sich die Tierwelt stetig voran. Neben den "einfachen" Tierarten gab es nun auch wirbellose Tiere auf unserer Erde und mit dem Anbruch des Ordoviziums vor rund 440 Millionen Jahren gesellten sich auch die ersten Wirbeltiere dazu. Die ältesten Reptilienfunde stammen aus dem als Karbon und Perm bekannten Zeitaltern, die vor 248 Millionen Jahren endeten. Zu dieser Zeit war die Tierwelt also schon reich bevölkert. Die gesamte beschriebene Entwicklung fand in dem so genannten Paläozoikum statt. Eine Epoche, die durch eine einschneidende Entwicklung beendet wurde. Am Ende des Perms kam es zu einer Katastrophe, die so gut wie alle gerade erst entstandenen Tierarten wieder auslöschte. Ein tragisches Unglück, das aber eine andere bedeutende Entwicklung einleitete. Nämlich die, der Dinosaurier,

Von den Dinosauriern bis heute - Das Mesozoikum und das Känozoikum

Das Mesozoikum reicht von der Entstehung der Dinosaurier bis hin zu ihrem Aussterben. Eine Epoche also, die von diesen mächtigen Lebewesen geprägt war. Doch nicht allein die Dinosaurier entstanden während des Mesozoikums und bevölkerten die Erde, sondern es entstanden ebenfalls:

- die ersten Säugetiere,

- Vögel,

- und die ersten Bäume und Pflanzen.

Über all diese neuen Arten und Lebewesen herrschten aber die Dinosaurier. Allerdings währte ihre Herrschaft über den Planeten nicht sehr lange. Noch nicht einmal 200 Millionen Jahre existierten die Urzeitriesen, als sie - vermutlich von einem Meteoriteneinschlag - vor 65 Millionen Jahren schon wieder ausgelöscht wurden und damit ihre Herrschaft über den Planeten höchst unfreiwillig an die Säugetiere "vererbten".

Diese Epoche, in der die Säugetiere - vor allem natürlich der Mensch - über die Erde regieren, wird als Känozoikum bezeichnet. Sie beginnt mit dem Tod der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren und dauert bis heute an. Geprägt ist sie, von der Entwicklung der Säugetiere und insbesondere von der Evolution des Menschen. Doch auch dieses Zeitalter, in dem sich der Mensch als schier unbesiegbar ansieht, wird nichts weiter als ein kurzes Kapitel in der langen Geschichte unserer Erde sein.

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