Elektrische Getreidemühle Test von "Schrot und Korn"

Der Getreidemühlen Test ist schon eine Weile her, aber die bekannte Naturkostzeitschrift Schrot und Korn hat 2000 elektrische Getreidemühlen getestet und einen umfangreichen Ratgeber veröffentlicht. Soviel hat sich an den Modellen nicht geändert, sie sind im Prinzip noch genauso heute im Handel erhältlich. Ich selbst habe viele Jahre mit dem klassischen Modell von Schnitzer gearbeitet und kann diese Mühle sehr empfehlen. Allerdings haben die Geräte so ihre Tücken, man muss bei der Verwendung einige Dinge beachten. Denn auch bei den besten Geräten kann es vorkommen, dass sich Getreidekörner im Mahlwerk verklemmen und den Motor blockieren, doch dazu später mehr. Zunächst lesen Sie, worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche Modelle empfehlenswert sind.

 "Schrot und Korn" empfiehlt die Schnitzer Getreidemühle Cerealo, es gibt sie in drei Größen mit unterschiedlicher Motorleistung. Die Cerealo 200 hat mit 600 Watt den stärksten Motor. Die anderen beiden Modelle, Cerealo 125 und 100 sind mit 360 und 250 Watt viel schwächer, dafür deutlich günstiger. Die 200er ist das beste Modell für größere Mengen, wer nur ab und an mahlen möchte, kann auch die kleineren Ausführungen kaufen. Auch die Produkte von Hawos sind empfehlenswert.

Produktvideo zur Schnitzer Aromamühle Cerealo
Testsieger: Schnitzer Getreidemühle Cerealo
Schnitzer Getreidemühle Cerealo 100 Natur

Für die Vollwertküche eine Getreidemühle mit echtem Mahlstein kaufen

Ich empfehle Ihnen, unbedingt eine Mühle mit Mahlstein zu kaufen und das aus gutem Grund. Bei diesen Modellen werden die Körner wie in einer traditionellen, großen Getreidemühle zwischen zwei Mahlsteinen zerrieben. Die Steine bestehen aus einer keramischen Mischung, die das Material Korund enthält. Korund ist das zweite härteste Mineral nach dem Diamanten, es ist extrem widerstandsfähig. Die Mühlsteine, die dieses Material enthalten, sind sehr langlebig und werden auch nach vielen Jahren nicht stumpf. Der Vorteil liegt aber vor allem in der schonenden Bearbeitung der Getreidekörner. Denn wenn die Getreidekörner zwischen den Steinscheiben zerrieben werden, werden sie fast gar nicht erhitzt. Dadurch verändern sie sich nicht im Geschmack, zudem werden Mineralstoffe und Vitamine geschont.

 


Ganz anders sieht die Sache bei den preiswerten, elektrischen Getreidemühlen im Test aus, die mit einem Schlagmesser aus Stahl ausgestattet sind. Das Stahlmahlwerk zerkleinert die Körner rasend schnell, dabei werden sie aber stark erhitzt. Das Mehl hat später einen deutlich wahrnehmbaren Röstgeschmack, der sogar ein wenig bitter sein kann. Zudem werden durch die Erhitzung Vitamine und Mineralstoffe teilweise zerstört. Davon abgesehen ist das Ergebnis mit den Schlagmessern nicht wirklich zufriedenstellend, einige weichere Getreidearten können damit relativ fein gemahlen werden, andere bleiben ungleichmäßig und grob. Nicht zuletzt können Sie auf diese Art von Getreidemühle auch verzichten und sich stattdessen eine preiswerte Kaffeemühle mit Schlagmesser oder eine Küchenmaschine kaufen. Denn das Funktionsprinzip ist dasselbe.
Wenn Sie also das Geld für eine eigene Getreidemühle ausgeben möchten, sollten Sie sich unbedingt für ein Modell mit echten Mahlsteinen entscheiden!

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Weitere Unterschiede der getesteten Getreidemühlen

Ein wichtiger Unterschied bei den im Handel erhältlichen Geräten liegt in der Motorleistung. Die besten elektrischen Getreidemühlen im Test wie zum Beispiel die Getreidemühlen von Schnitzer oder Hawos sind auch in Bioläden und Naturkostläden im Einsatz, das Personal mahlt darin tagtäglich größere Mengen Getreide für die Kunden. Hier kann man schon sehen, dass die Qualität der Motoren sehr gut sein muss. Denn die Motoren sind leistungsstark und auch bei täglicher Nutzung langlebig. Die Hersteller geben auf die Mühlen mindestens zwei Jahre Garantie, teilweise sogar sehr viel mehr. Es lohnt sich, etwas mehr in eine 600 Watt Mühle zu investieren, wenn tagtäglich Getreide gemahlen werden soll. Vor allem für Menschen, die ihr Brot selber backen, ist dieser Aspekt wichtig, denn die Mengen an Getreide, die dann gemahlen werden müssen, sollten nicht unterschätzt werden. Für kleinere Mengen reichen auch 250 Watt.

Einstellung des Mahlgrades

Die Feinheit des Mehls kann bei den Modellen mit Mühlstein beliebig eingestellt werden. Dabei ist es aber unbedingt ratsam, die Herstellerangaben zu beachten. Denn während bei einigen getreidemühlen im Test die stufenlose Einstellung möglich ist, ist es bei anderen Mühlen wiederum sehr wichtig, den Hebel genau an die markierten Punkte zu bringen.

Wichtige Regeln zum Einstellen des Mahlgrades:

  • Stellen Sie den Mahlgrad immer vor dem Füllen der Mühle mit Getreide ein. Es dürfen sich keine Körner zwischen den Mühlsteinen befinden, wenn der Mahlgrad verstellt wird!
  • Achten Sie darauf, dass der Hebel richtig einrastet.
  • Ändern Sie den Mahlgrad nicht, während die Maschine läuft.

Was tun, wenn die elektrische Getreidemühle blockiert ist?

Wenn viel gemahlen wird, kann es immer wieder passieren, dass die Mühle blockiert. In diesem Fall sollten Sie dieses Gerät sofort ausschalten und warten, bis sich die Steine nicht mehr bewegen. Drehen Sie die Mühle auf den Kopf und entfernen Sie alle Getreidekörner sorgfältig. Normalerweise ist das Problem jetzt behoben und die Mühle kann neu gefüllt werden. Möglicherweise ist aber auch der Regler beim Einstellen des Mahlgrades nicht richtig eingerastet. Das sollten Sie im Zweifelsfalle überprüfen.

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