Welche Arten von Gerümpel gibt es?

1. Sachen, die man nicht mehr braucht.

Dazu gehören unter anderem Fitnessgeräte, die man sich gekauft hat und die seit Jahren ungenutzt in der Ecke stehen, Kleidung, die nicht mehr passt oder nicht mehr modern ist, Brillen mit alter Sehstärke, Zeitschriften und Bücher, in die man schon seit Jahren nicht mehr geschaut hat, Haushaltsgeräte, die man nie benutzt, alte Blumentöpfe, Möbel, die im Keller stehen, weil kein Platz dafür in der Wohnung ist, Kosmetikartikel, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist.
 

2. Geschenke, die man nicht mag

Geschenke sind eine schwierige Sache. Der Beschenkte wollte einem eine Freude machen und man möchte ihn nicht enttäuschen. Daher bedankt man sich überschwänglich und fühlt sich dann auch noch verpflichtet, das Geschenk so aufzustellen, das der Schenker es bei jedem Besuch sieht. Solche Deine führen zu einer konfliktgeladenen Energie im Haus, da etwas da ist, das man nicht mag.

Hier ist es wichtig loszulassen. Wenn man selbst etwas schenkt, sollte man dieses mit Liebe tun und dann das Geschenk loslassen und dem Beschenkten die Freiheit geben, damit zu machen, was er will. Das gleiche gilt dann auch für Sie. Die Haltung zählt – man kann ein Geschenk auch schätzen, ohne es zu behalten.
 

3. Sachen, die repariert werden müssen oder die man nicht zu Ende gebracht hat

Durch Sachen, die repariert werden müssen, wird Energie blockiert. Eine Wohnung, in der die Geschirrspülmaschine kaputt ist, ein Schrank wackelt und der Abfluss im Bad verstopft ist, macht einem stetig ein schlechtes Gewissen, weil man weiß, dass man sich darum kümmern müsste. Sobald man die Probleme angeht bzw. jemand beauftragt, der es richtet, kann die Energie wieder fließen. Ähnlich verhält es sich mit Sachen, die man nicht zu Ende gebracht hat – die Mütze, die man angefangen hat zu häkeln und die nun schon seit Monaten im Schrank liegt oder die Gardinen, die man kürzen wollte. Sobald man die Dinge angeht oder sich davon trennt, gerät auch die Energie wieder in Schwung.

Schritt für Schritt alle Bereiche entrümpeln

Machen Sie sich einen Plan. Planen sie, welches Zimmer Sie wann entrümpeln wollen. Halten Sie den Plan schriftlich fest und halten Sie sich an die definierten Termine. 

Bereich 1: Starten Sie mit dem Flussboden der gesamten Wohnung / des Hauses

Ein freier, aufgeräumter Fußboden lässt einen Raum sofort ordentlicher erscheinen. Nehmen Sie sich also Raum für Raum den Fußboden vor und schauen Sie, ob Sie Dinge entsorgen (z.B. Stapel alter Zeitschriften, Fitnessgeräte), zur Reparatur geben (z.B. Schuhe) oder sinnvoll wegräumen können (z.B. Putzutensilien, Schuhe, Taschen). 

Bereich 2: Die Küche

Gehen Sie die Schränke Ihrer Küche durch. Gibt es Geräte, die Sie nicht mehr brauchen? Gibt es Messer, die geschärft werden müssten, angeschlagene Tassen / Teller, die entsorgt gehören? Gibt es Vorräte mit abgelaufenen Haltbarkeitsdatum? Räumen Sie alle Schränke / Schubladen nacheinander einmal komplett aus und dann nur die Dinge wieder ein, die Sie wirklich behalten wollen. 

Bereich 3: Das Schlafzimmer

Schauen Sie, ob sich im Schlafzimmer wirklich nur Dinge befinden, die Ihrer Nachtruhe und Regeneration dienen. Finden sich im Schlafzimmer vielleicht Wäscheständer, Bügelbrett, und / oder Staubsauger? Dann schauen Sie doch mal, ob es dafür nicht bessere Plätze gibt (z.B. ein Schrank im Flur). Auf Schränken und unter den Betten sammelt sich häufig Gerümpel an. Prüfen Sie, was Sie noch brauchen und sortieren Sie das in Ihre Schränke, Kommoden ein.

Wussten Sie, dass die meisten Menschen lediglich 20% Ihrer Garderobe in 80% der Zeit tragen? Das heißt, in den Kleiderschränken findet sich jede Menge Kleidung, die nicht mehr benötigt wird. Um einen besseren Überblick zu bekommen, machen Sie doch einfach mal eine Zeit lang folgendes: Immer wenn Sie etwas tragen und hinterher waschen, hängen Sie es an das rechte Ende der Kleiderstange bzw. legen Sie es in die oberen Fächer Ihres Schrankes. Nach 1-2 Monaten werden Sie feststellen, dass Sie meistens dieselbe Kleidung tragen.

Sortieren Sie dann die Kleidung wie folgt:

  • Räumen Sie Ihren Kleiderschrank aus.
  • Bilden sie zwei Stapel:
    • 20%, die Sie lieben und auf jeden Fall behalten wollen. Die kommen anschließend gleich wieder in den Schrank und
    • die restlichen 80%.
  • Bilden Sie nun aus dem 80%-Stapel zwei neue Stapel:
    • 50%, die Sie behalten wollen und
    • 50%, die endgültig ausgemistet werden.
  • Von den 50%, die Sie behalten wollen, probieren Sie nun jedes Stück an und prüfen, wie Sie sich darin fühlen. Wenn Sie ein Kleidungsstück nicht ganz überzeugt, sortieren Sie es aus.

Bereich 4: Badezimmer

In Badezimmer sammeln sich häufig Schönheits- und Pflegeprodukte an – sie stehen auf Regalen, Badewannenrändern, Fensterbrettern und überall, wo sonst noch Platz ist.

Dadurch wird es schwierig, die Flächen sauber zu halten, da sich Staub ansammelt. Gehen Sie Ihre Kosmetikprodukte durch und sortieren Sie die aus, die Sie nicht mehr mögen oder deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Sinnvoll sind geschlossene Badezimmerschränke, in die man die Produkte ordentlich einsortiert.

Bereich 5: Das Wohnzimmer

Wichtig ist, dass es in der Wohnung einen Ort gibt, in dem Sie sich entspannen und Ihre Energien wieder sammeln können. Häufig ist es das Wohnzimmer. Daher sollte der Raum so einladend und schön wie möglich gestaltet sein. Auf keinen Fall hat Gerümpel hier etwas zu suchen. Räumen Sie alle Schränke / Schubladen nacheinander einmal komplett aus und dann nur die Dinge wieder ein, die Sie wirklich behalten wollen.

Schauen Sie, welche Dekoartikel, Pflanzen und Bilder sich in ihrem Wohnzimmer befinden. Bereiten die Sachen Ihnen Freude oder ist etwas dabei, das aussortiert gehört? 

Bereich 6: Der Keller / Dachboden, die Abstellkammer, die Garage

Abstellräume gehören zu Ihrer Wohnumgebung und sollten daher auch regelmäßig entrümpelt werden. Diese Bereiche zu entrümpeln, ist besonders schwierig, da man sie nicht täglich sieht (die Energie staut sich dort aber trotzdem) und sich häufig bereits über lange Zeit dort etwas angesammelt hat. Nehmen Sie sich die Bereiche regelmäßig vor und achten Sie darauf, dass Sie beim Entrümpeln der Wohnung nicht einfach die Sachen in die Abstellräume räumen.

Bereich 7: Eingänge, hinter Türen

Halten Sie Ihren Eingangsbereich ordentlich. Es ist der erste Eindruck, der entsteht, wenn man die Wohnung / das Haus betritt. Wenn schon hier Chaos herrscht, wird es schwer, sich im Rest der Wohnräume zu entspannen. Achten Sie darauf, hier nur Dinge aufzubewahren, die Sie aktuell brauchen. Im Sommer können Sie Ihre Mützen / Schals in den Kleiderschrank räumen und müssen sie nicht im Flur aufbewahren. Der Bereich hinter Türen sollte komplett frei sein (also auch keine Kleiderhaken an der Tür). Wenn sich Türen leicht und vollständig öffnen lassen, wird auch die Energie frei fließen.

Bereich 8: Autos, Handtaschen

Es ist erstaunlich, was sich in manchen Autos an Gerümpel findet. Befreien Sie das Auto von unnötigen Dingen (z.B. CDs, die Sie nicht mehr hören, Verpackungen, Sammlungen von Eiskratzern und Parkscheiben) und reinigen Sie Ihr Auto regelmäßig von innen und außen.

Auch in Handtaschen sammelt sich gerne viel Kram an. Sortieren Sie regelmäßig aus.

Das Gerümpel tatsächlich loswerden

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Abfall / Recycling / Sperrmüll / Altkleidersammlung: Das ist der einfachste und schnellste Weg. Das Gerümpel kommt schnell aus dem Haus
  • Verschenken: Das ist schon etwas zeitaufwändiger, weil sich jemand finden muss, der genau so etwas sucht. Bei Büchern (an Bibliotheken) klappt es ganz gut oder auch bei Möbeln, wenn man eine kostenlose Kleinanzeige aufgibt.
  • Verkaufen: Dinge, die Wert haben, kann man über eine kostenlose Kleinanzeige oder auch Auktionsportale (z.B. ebay, Kleiderkreisel etc.) verkaufen.
  • Reparieren, Ändern: Starten Sie damit sofort, denn sonst besteht die Gefahr, dass in ein paar Monaten die Sachen noch immer unrepariert im Schrank liegen.
     

Beim Entrümpeln geht es darum, loszulassen und die Energie wieder frei fließen zu lassen. Es geht also nicht um Perfektion. Behalten Sie Ihr Ziel im Auge, aber übertreiben Sie es nicht. Vergessen sie auch nicht, sich, nachdem Sie wieder einen Bereich geschafft haben, angemessen zu belohnen.

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