Festplatten

Fest verbaute Speichermedien wie es die Festplatte ist, gibt es bereits seit 1956. Bis 1981 gab es unterschiedliche Systeme mit unterschiedlicher Speicherkapazität und unterschiedlicher Größe. Ab 1981 hat sich die 5 1/4 Zoll Festplatte entwickelt. Damals speicherte sie gute 10 Megabyte. Ab 1988 kamen 3 1/2 Zoll Festplatten auf den Markt, die damals noch 20 Megabyte speicherten, während ihre 5 1/4 Zoll Pendants zu diesem Zeitpunkt bereits 360 Megabyte speicherten. So entwickelten sich die Festplatten immer weiter. Die Speicherkapazität wurde immer größer. Im Jahr 1998 wurde mit 47 Gigabyte Speicherkapazität die Produktion von 5 1/4 Zoll Festplatten eingestellt. Seit 2005 gibt es 1,8 Zoll Festplatten, die heutzutage circa 320 Gigabyte speichern. Ihre 3 1/2 und 2 1/2 Zoll Pendants sind mittlerweile bei 4, respektive bei 2 Terabyte angekommen. Von 2001 bis 2007 kamen 1 Zoll Festplatten mit einer 8 Gigabyte Speicherkapazität auf den Markt. Im Jahr 2005 gab es mit 6 Gigabyte sogar einmal eine 0,85 Zoll Festplatte.

Disketten

Disketten haben sich zwischen Lochband und CD prächtig entwickelt. Schon Ender der 60er Jahre kamen die ersten Disketten auf den Markt. Sie bestanden ursprünglich noch aus einer flexiblen und biegsamen Schutzhülle und einer Kunststoffscheibe, die als magnetischer Datenträger fungierte. Diese Flexibilität brachte der Diskette auch den Namen Floppy-Disc ein, was soviel bedeutet wie "wabbelige Scheibe". Erst mit den 3 1/2 Zoll Disketten wurde die biegsame Schutzhülle durch ein starres Kunststoffgehäuse ersetzt. Der Schreib-Lesekopf schleift bei Disketten direkt über die dünne Kunststoffscheibe. Diese Scheibe selbst schleift über die Innenseite der Schutzhülle. Das führte auf Dauer zu einem Abrieb und einhergehend damit zu einer deutlichen Minderung der Langlebigkeit. Disketten wird eine Lebensdauer von ca. 5-30 Jahren zugeschrieben. Dies betrifft jedoch eher sogenannte HD-Disketten, die eine sehr hohe Schreibdichte aufweisen. Disketten mit geringeren Schreibdichten können jahrzehntelang Daten speichern, insofern sie richtig gelagert werden.

8 Zoll Diskette

Die erste 8 Zoll Diskette erschien im Jahre 1971. Sie war nur von einer Seite lesbar und nicht selbst beschreibbar. Sie fasste 80 Kilobyte an Daten. Bis 1975 wurde die Diskette weiter entwickelt, wurde beschreibbar und schließlich auch fähig die doppelte Datendichte zu schreiben. So ergab sich schlussendlich ein Speichervolumen von 1.000 Kilobyte, also, wenn man Rundungen außen vor lässt, ein knappes Megabyte an Datenvolumen.

5 1/4 Zoll Diskette

Die 5 1/4 Zoll Diskette löste die 8 Zoll Diskette 1976 ab. Sie war von vorherein bereits selbst beschreibbar, jedoch vorerst nur auf einer Seite. Das Datenvolumen der ersten Diskette betrug 110 Kilobyte. Bis 1984 steigerte sich die Entwicklung auf 1.200 Kilobyte, also, wieder alle Rundungen außen vor gelassen, auf knapp 1.2 Megabyte. Zu diesem Zeitpunkt war die 5 1/4 Zoll Diskette beidseitig beschreibbar.

3 1/2 Zoll Diskette

Von 1982 bis 1991 entwickelte sich die 3 1/2 Diskette stetig weiter. Ein kurzes Intermezzo gab es 1985, als plötzlich die 2 Zoll Diskette erschien. Sie hat es jedoch nicht weiter in der Entwicklung geschafft. Die erste 3 1/2 Zoll Diskette konnte Daten mit 360 Kilobyte speichern. Die gemeinhin bekanntesten Disketten kamen jedoch 1987 auf den Markt, die die klassischen 1.44 Megabyte Daten speichern konnten. 1991 kam eine Diskette mit einer Speicherkapazität von 2.88 Megabyte auf den Markt. Gebräuchlich für den Verkauf von Software im Endkonsumentenbereich waren jedoch die 1.44 Megabyte Disketten.

ZIP / JAZ / SuperDisc

Von 1996 bis 1999 wurden die Disketten weiter entwickelt. Den Anfang machte die ZIP Disk der Firma Iomega, die 100 Megabyte Daten speichern konnte. Diese wurde auf 250 und 750 Megabyte weiter entwickelt. Iomega entwickelte dann noch die Jaz Disk, die Ende der 90er Jahre 500 Megabyte, 1 Gigabyte, beziehungsweise 2 Gigabyte speichern konnte.  In Konkurrenz dazu trat die SuperDisk der Firma Imation, die 120 Megabyte, beziehungsweise 240 Megabyte speichern konnte. Diese Disketten kamen jedoch im Vergleich zur ZIP Disk zu spät auf den Markt und konnten sich deshalb nicht durchsetzen. Ende der 90er waren CD-Brenner noch sehr teuer, weshalb sich die ZIP Disks noch bis ins Jahr 2000 im heimischen Bereich hielten. Dann erfolgte der Verfall jedoch rapide, da CD-Brenner massiv günstiger wurden.

Iomega Clik!

Das Clik! System von Iomega basierte auf der Technologie von Disketten. Es handelte sich um ein scheckkartengroßes Speichersystem, welches Anfang der 2000er mit einer Speicherkapazität von 40 Megabyte auf den Markt kam. Das Aufkommen der USB Sticks hat Clik! jedoch einen schnellen Tod beschert. Es wurde nur in einem MP3 Player und in einer Digitalkamera von Agfa verwendet.

CD-ROM

Die CD selbst gibt es bereits seit 1979. Doch erst in den 90er Jahren hielt die CD-ROM auch Einzug in die Computerwelt. Anfang der 90er Jahre erschienen Computerspiele teilweise auf Disketten und parallel dazu auf CD. In der Mitte der 90er Jahre erschienen sehr viele CD-ROM mit Multimedia-Anwendungen, Bildungs- und Unterhaltungsthemen. Eine CD speichert zwischen 650 und 879 Megabyte an Daten. Sie hat eine Lebensdauer von circa 50 Jahren. Im Jahre 1992 kam der erste CD-Brenner auf den Markt, der damals jedoch noch knapp 22.000 DM kostete und somit vollkommen unerschwinglich war für den Privatanwender. Erst im Laufe der 90er Jahre wurden die Brenner immer günstiger, was schließlich dazu führte, dass die CD die Diskette als Speichermedium ablöste. CD-Rohlinge gibt es in unterschiedlichen Farben. Diese sind auf verschiedene Beschichtungen zurück zu führen. In den 90er Jahren wurde viel auf goldenen Rohlingen gebrannt. Diese wurden im Laufe der Zeit schließlich hellblauen Rohlingen abgelöst. Im Herbst 2000 wurde eine sogenannte MultiLevel CD-R vorgestellt, die jedoch nie den Weg in die Serienproduktion fand. Diese CDs konnten bis zu 3x soviele Daten speichern, wie eine herkömmliche CD. Doch auch die DVD fand zur selben Zeit mehr und mehr Anklang.

DVD-ROM

Im Jahr 1995 erblickte die erste DVD die Welt. Damals wurden auf ihr Videodaten gespeichert. Im Jahre 1996 gab es für knappe 10.000 DM bereits den ersten DVD-Brenner zu kaufen. Die Preise für Rohlinge mit bis zu 3.6 GB Speicherkapazität lagen weit über 100 DM. Es dauert noch eine Weile, bis DVD-Brenner zum Standard wurden. Seit dem Jahr 2004 gibt es Dual Layer DVDs, bei denen auf zwei Schichten geschrieben werden kann. Dies hob die Speicherkapazität von 4.7 GB auf 9.4 GB an. Die DVD hat die CD noch nicht ganz abgelöst, da immer noch unzählige CD Player weltweit zu finden sind, die Audio DVDs nicht abspielen. Der Nachfolger der DVD ist, nach einem Formatkampf zwischen HD-DVD und Blu-ray, schlussendlich die Blu-ray Disc geworden. Sie findet sich derzeit jedoch eher im Filmbereich wieder, als im heimischen Computer als Brenner.

Blu-ray Disc und HD-DVD

Die Blu-ray wurde seit dem Jahr 2002 entwickelt. Beinahe parallel dazu wurde die HD-DVD entwickelt. Beide Lager bestanden aus einem Konsortium diverser großer Unternehmen und lieferten sich eine erbitterte Schlacht um die Nachfolge der DVD. Die Entscheidung für den Siegeszug der Blu-ray fiel 2008, als Toshiba verkündete, die HD-DVD nicht weiter entwickeln zu wollen. Damit war der Weg für die Blu-ray frei. Die gängigen Blu-ray Discs fassen 25GB, respektive 50GB als Dual Layer Variante. Blu-ray Brenner gibt es zu kostengünstigen Preisen auf dem Markt, jedoch hat es die Blu-ray als Speichermedium bis dato noch nicht gänzlich in die Haushalte geschafft. Sie fristet neben der DVD eher ein Dasein im Filmbereich. Derzeit wird an einer 4K Variante der Blu-ray gearbeitet, die es ermöglicht 4K Filme darauf zu speichern und abspielen zu können.

SD, Compact Flash, Memory Stick, USB, MiniSD, MicroSD,...

An mobilen Speicherlösungen mangelt es der Welt ganz sicher nicht. Der Markt an unterschiedlichen Speicherkarten scheint unüberschaubar. Von jeder Karte gibt es noch irgendwelche Ableger, die kleiner, schneller oder kompakter sind. Aus diesem Grund seien sie hier nur kurz erwähnt:

  • 1994 - Einführung der Compact Flash Karte. Sie wird hauptsächlich bei digitalen Fotoapparaten genutzt. In den 2000er Jahren wurde die CF Karte zunehmend von SD-Karten abgelöst. Sie findet sich jedoch heute noch in professionellen Foto- und Filmumgebungen wieder. Derzeitige Speicherkapazitäten liegen bei bis zu 128 Gigabyte.
  • 1997 - Die MMC (MultiMedia Card) wird eingeführt. Sie ist kleiner als eine Compact Flash Karte und findet häufig Anwendung in Handys. Die MMC Karten werden bis zur MMC-micro weiter entwickelt. Doch auch die vielen unterschiedlichen MMC Varianten werden schlussendlich von der SD Technologie abgelöst.
  • 1998 - Sony führt den MemoryStick als eigenen Standard ein. Der MemoryStick kommt in den nächsten Jahren in unzähligen Varianten auf den Markt, findet jedoch nur Einsatz bei Sony Produkten.
  • 2001 - Die erste SD Karte wird vorgestellt. Sie ist technologisch gesehen eine Weiterentwicklung der MMC Karten. Es folgen die MiniSD und die MicroSD Karte, sowie der SDHC Standard, der mehr Speicherkapazität und schnellere Datenraten zulässt.
  • 2009 - Der SDXC Standard liefert noch höhere Datenraten und schnellere Schreibgeschwindigkeiten.

Im professionellen Filmbereich entwickelten sich weitere Speichermedien, wie die P2 Karten oder die Professional Disc. Diese Standards beruhen auf SD-Karten, respektive auf der Blu-ray Technologie, sind jedoch in anderen System miteinander verschaltet und spielen für den Heimgebrauch keine Rolle. Der USB Stick ist ebenfalls ein mobiles Speichermedium, welcher sich im Laufe der 2000er Jahre immer weiter entwickelte.

ralfbiebeler, am 06.10.2013
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Bildquelle:
Kai Niemeyer / pixelio.de (Infos zur externen Festplatte)

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