Kauf und Dichtheit testen

Wer kein Zoofachgeschäft in seiner Nähe hat, wird sicherlich einen Baumarkt schnell erreichen können. Viele Baumärkte verfügen über eine Kleintierabteilung und haben auch Aquarien, Wasserlebewesen und das Zubehör im Sortiment. Dort bekommt man auch Aquarien-Sets zu kaufen. Meist sind das Becken mit 60 Litern Fassungsvermögen, welche auch die Abdeckung samt Beleuchtung, Filter und Heizung dabei haben. Ein solches Aquarium ist für einen Anfänger durchaus geeignet, da sich die Anschaffungskosten dabei in einem überschaubaren Rahmen halten. Achten Sie bitte darauf, dass sich bei einem solchen Set eine Unterlage auf Schaumstoff befindet. Ist sie nicht dabei, dann sollte sie unbedingt nachgekauft werden. Alternativ kann auch eine dünne Platte aus Styropor den selben Zweck erfüllen. Denn diese Unterlagen gleichen eventuell vorhandene kleinste Unebenheiten aus, welche sonst den Aquariumboden beschädigen könnten, da sie Spannungen im Glas verursachen.

Zu Hause aufgestellt, sollte man das Aquarium auf Dichtheit testen. Dazu einfach mit Wasser befüllen und die geklebten Kanten prüfen, ob Wasser austritt. Ein solchen Test sollte man am Wochenende machen, wenn man den ganzen Tag zu Hause ist, um im Fall einer undichten Stelle auch schnell handeln zu können. Übrigens sollte man nur ein Aquarium kaufen, welches mit schwarzem Silikon geklebt wurde. Bei hellem Silikon können sich in kleinsten Ritzen Algen ansiedeln, welche das Becken auch undicht werden lassen. Ist das Becken dicht, kann es eingerichtet werden. 24 Stunden sollten ausreichen, um die Dichtheit richtig zu prüfen.

Bodengrund einbringen

Ein Aquarium soll natürlich auch Pflanzen bekommen. Um diese einsetzen zu können, wird auch ein Bodengrund benötigt. Ob man Sand oder Kies nimmt, hängt davon ab, welche Fische später gepflegt werden sollen. Auch die Farbe wird nach den Bedürfnissen der späteren Bewohner ausgesucht. Insgesamt sollten fünf bis sieben Zentimeter an Bodengrund eingebracht werden. Dieser muss natürlich vorher gereinigt werden, da sich in den Säcken immer einige Verschmutzungen befinden. Dazu wird ein Eimer benötigt, welcher grundsätzlich nur für das Aquarium und dessen Pflege verwendet wird. Also ist dieser unbedingt neu zu kaufen und mit heißen Wasser zu reinigen. Danach wird je ein Sack des zukünftigen Bodengrundes in den Eimer geschüttet, um diesen danach mit viel fließendem Wasser zu spülen. Bleibt das Wasser nach einiger Zeit klar, dann kann der Bodengrund ins Aquarium.

Eine kleine Plastikschüssel, welche auch neu sein muss, kann dabei eine Hilfe sein. Mit dieser schöpft man Bodengrund aus dem Eimer und schüttet diesen im Aquarium auf die offene Handfläche, welche knapp über dem Glasboden ist. Damit vermeidet man auch eventuelle Schäden am Bodenglas. Dies kann vor allem bei Kies vorkommen, wenn dieser direkt auf das Glas fällt. Ist eine geschlossene Schicht auf dem Bodenglas vorhanden, kann der restliche Bodengrund in größeren Mengen eingebracht werden. Dabei muss dieser nicht unbedingt eben im Becken sein. Unebenheiten gibt es auch in der Natur.

Geräte installieren

Sobald der Bodengrund fertig eingebracht ist, können die Geräte, wie Heizung und Filter installiert werden. Bei den meisten Komplettsets werden Innenfilter mitgeliefert. Diese und auch den Heizstab bringt man dort an, wo man später Pflanzen davor setzen möchte. Damit werden diese beiden Geräte optisch kaschiert und können trotzdem das Aquarium entsprechend versorgen. Daher ist es sinnvoll, wenn die Heizung und der Filter in den hinteren Ecken platziert wird. Die Abdeckung, welche die Beleuchtung schon beinhalten sollte, wird am Ende auf das Aquarium gelegt.


Pflanzen und Dekorationen einsetzen

Sobald die Heizung und auch der Filter ihren Platz gefunden haben, können die Pflanzen ins Aquarium. Dabei sollte man beim Kauf beachten, dass Pflanzen auch wachsen. Weniger ist dabei am Anfang mehr, auch wenn das Becken dann vorerst etwas spärlich eingerichtet wirkt. Die Pflanzen sollten nach dem Kauf gut unter fließendem Wasser gespült werden, um eventuell eingeschleppte Schnecken zu entfernen. Einige Stunden die Pflanzen in Mineralwasser legen soll auch helfen. Steinwolle oder Bleibänder werden natürlich auch entfernt, da sie langfristig Schadstoffe ins Aquariumwasser abgeben.

Für die Pflanzen macht man in den Bodengrund ein entsprechendes Loch, schneidet bei Bedarf die Wurzeln ein Stück zurück und setzt sie ein. Das Pflanzloch wird geschlossen und somit sind die Pflanzen damit im Bodengrund leicht befestigt. Da die Fische erst später eingesetzt werden, können gründelnde Fische diese auch nicht gleich wieder lockern. Auf Dünger, welcher oft beim Kauf gleich mit angeboten wird, kann man verzichten. Denn dieser kommt später durch die Ausscheidungen der Wasserlebewesen von ganz allein in den Bodengrund.

Wurzeln und Steine, welche das Becken bereichern sollen, kommen nach den Pflanzen ins Becken. Auch hier gilt, dass gutes Abspülen mit fließenden Wasser sehr wichtig ist. Größere Aufbauten sollten mit Silikon verklebt und auch auf dem Glasboden verklebt werden, damit sie nicht umfallen und das Aquarium beschädigen können.


Zum Schluss das Wasser

Wenn Bodengrund, Geräte und auch Pflanzen im Aquarium sind, fehlt nur noch das Wasser. Kann man es direkt per Schlauch ins Becken lassen, dann sollte man einen kleinen Teller verkehrt herum auf den Bodengrund legen. Sonst wird sich an der Stelle, wo das Wasser ins Aquarium fließt ein Loch im Bodengrund ausspülen. Die selbe Vorgehensweise wendet man auch an, wenn das Wasser mit einem kleinen Topf aus dem Eimer ins Becken gegossen wird. Wer auf den Teller verzichten möchte, sollte unter den Wasserstrahl die Hand halten, damit das Wasser nicht nur an einer Stelle aufkommt. Hat man genug Wasser im Becken, dann wird die Abdeckung aufgelegt und alle Geräte werden eingeschaltet. So bleibt das Aquarium zwei bis drei Wochen in Betrieb. Erst danach werden die ersten Fische angeschafft.

Laden ...
Fehler!