Wie Footvolley entstand

Footvolley entstand am wohl bekanntesten Strand Südamerikas, an der Copacabana in Rio de Janiero. In den 1960er Jahren gab es in Rio ein Verbot für Fußball am Strand. Damit wollte die Stadt Rio, etwas gegen die völlig überfüllten Stadtstrände tun. Die Fußballer nutzten daraufhin die Beachvolleyballfelder der Copacabana aus und spielten dort weiter. Erst fünf gegen fünf, bis mit steigendem Können wurde dann die Anzahl der Spieler pro Team auf zwei reduziert.

In den 1990er Jahren brachten die ersten Europäer den Sport mit nach Hause. Seit 2004 gibt es sogar einen eigenen Verband in Deutschland, für den der ehemalige Olympiateilnehmer Markus Diekmann internationale Turniere bestreitet. Jonas Reckermann, Goldgewinner im Beachvolleyball 2012 in London, spielt mittlerweile auch Footvolley. Ehemalige Stars des brasilianischen Fußballs sind in Rio mit Footvolley groß geworden. Zum Beispiel Ronaldo oder Romario.

In Brasilien kann Footvolley heute sogar als Volkssport bezeichnet werden. Selbst die ARD berichtete in einigen Beiträgen bei der WM 2014 über Footvolley.

Footvolley - Regeln und Technik

Im Wesentlichen entsprechen die Footvolleyregeln denen des Beachvolleyballs. Es wird auf einem normalen Beachvolleyballfeld gespielt. Das Netz ist 2,20 Meter hoch.

Anders als beim Beachvolleyball darf beim Footvolley jedoch keine Hand und kein Arm zur Hilfe genommen werden. Geschieht dies doch, erhält das gegnerische Team sofort einen Punkt.

Dadurch, dass beim Footvolley die Präzision weniger hoch ist als beim Beachvolleyball, entstehen oft längere Ballwechsel mit teilweise spektakulären Abschlüssen. Fallrück- oder Seitfallzieher sind häufige Bewegungen im Spiel. Als eigenständiger Move hat sich die sogenannte "Shark Attack" entwickelt. Dabei wird ein präzise an die Netzkante gepasster Ball mit der Ferse über dem Netz in das gegnerische Feld geschlagen. Das sieht sehr beeindruckend aus.

Bei der Angabe wird der Ball von hinter der Grundlinie ins Spiel gebracht. Dazu wird der Ball auf einen kleinen Sandhügel gelegt, der maximal einen Meter hinter der Grundlinie sein darf. Von dort muss das Spielgerät ins gegnerische Feld gehoben werden. Gepunktet wird, wenn man es schafft, den Ball im Feld des gegnerischen Teams auf den Boden kommen zu lassen oder wenn das gegnerische Team den Ball ins Aus oder ins Netz schlägt. Dabei sind pro Team maximal drei Ballberührungen in Folge erlaubt. Ein Team besteht aus zwei Spielern.

Gespielt werden drei Gewinnsätze bis 15 Punkte, dabei der letzte Satz bis 11 Punkte. Oder ein Gewinnsatz bis 18 Punkte.

Ausrüstung

Das schöne am Footvolley ist, dass man nicht viel braucht. Es gibt überall öffentliche Beachvolleyballfelder, auf denen man sich ausprobieren kann. Es ist jedoch nicht empfehlen mit einem normalen Fußball zu spielen, da dieser zu schwer ist. Wer Footvolley spielen möchte den rate ich daher zur Anschaffung des offiziellen Footvolleyballs Mikasa Ft-5 Bky Footvolley.

Wer sich zusätzlich noch ein mobiles Volleyballnetz anschaffen möchte, der findet unten einen entsprechenden Link dazu. Die Anschaffung eines mobilen Netzes ist nur dann erforderlich, wenn an dem Ort, an dem du spielen willst, kein Beachvolleyballfeld ist, achte dann daruf auch Pfosten zu haben. Zusätzlich brauchst du dann natürlich auch noch eine Spielfeldmarkierung.

Im Sommer solltest du bei langen Footvolley-Sessions natürlich deine Haut mit Sonnencreme schützen. Ich empfehle eine 50er Sonnencreme für undenklichen Sportgenuss.

So sieht es aus wenn man es kann

Weiterführende Links

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