Fair-Wair

Das Siegel wird an Hersteller vergeben, die sich verpflichten auf Zwangsarbeit und Kinderarbeit zu verzichten. Der gezahlte Lohn muss so hoch sein, dass er die Existenz sichern kann.

Fair-Wear ist das wichtigste Siegel für ethisch korrekt produzierte Kleidung. Es garantiert gute Arbeitsbedingungen in den Fabriken.

Eine Liste der angeschlossenen Textilfirmen kann im Internet eingesehen werden. www.fairwear.org

Fair-Trade

Fair-Trade ist eher aus dem Lebensmittelbereich bekannt. Es setzt am Anfang der Produktionskette an. Es garantiert die korrekte Bezahlung der Bauern. Zwangsarbeit und Kinderarbeit sind verboten.

Fair-Trade ist ein reines Sozialsiegel. Es sagt nichts aus über die Bio-Qualität der Baumwolle in den Textilien. Tatsächlich stammen nur etwa 20% der verwendeten Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau.

GOTS – Global Organic Textile Standard

Das Siegel bezieht sich nur auf die Bio-Qualität der verwendeten Materialien. Es gibt zwei verschiedene Stufen, bei denen entweder 70 oder 95 Prozent der verwendeten Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau stammen müssen.

Auch die Weiterverarbeitung wird kontrolliert, so dass eine mögliche Schadstoffbelastung der Textilien am Ende der Produktion möglichst gering ist. 

Öko-Tex-Standard 100

Dieses Siegel kennzeichnet eine Überprüfung von Textilien auf ihren Schadstoffgehalt. Das Siegel sagt nichts über die Bio-Qualität der Textilien aus. Es besagt lediglich, dass die Textilien die Grenzwerte für bedenkliche Stoffe und den Verzicht auf krebserregende Farben einhalten.

Das Siegel achtet ebenfalls auf die Einhaltung des Verbots der Kinderarbeit. 

Billig – Kleidung hat Ihren Preis

Der Preis für die billige Kleidung wird allerdings nicht vom Konsumenten bezahlt, sondern von den Menschen, die die Kleidung unter teilweise unerträglichen Bedingungen herstellen.

Teuer ist nicht gleich fair

Der Verzicht auf Billig-Kleidung garantiert keine ethisch korrekte Kleidung. Oft wird teure Kleidung in denselben Fabriken und aus denselben Materialien hergestellt wie die Billig-Kleidung. Der hohe Preis kommt allein durch die Marke zustande, nicht durch einen höheren Lohn der Arbeiterinnen und Arbeiter. 

Autor seit 4 Jahren
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