Am Anfang war der Belt

Die Ostsee ist ein Binnenmeer. Hätten Sie es gewusst? Und sie ist eines der größten (Binnen-)Meere der Welt – wenn es um den Begriff Brackwasser geht. Brackwasser bedeutet einen hohen Salzgehalt.

Aber eins nach dem anderen. Wieso ist die Ostsee ein Binnenmeer, wenn es doch den Ausgang zur Nordsee gibt? Nun, ein Binnenmeer ist ein Nebenmeer. Die Verbindung zum großen Ozean besteht durch eine Meerenge (*), in diesem Fall durch das Kattegat zwischen Dänemark und Schweden. Und die Nennung des Kattegat führt dann auch gleich zum zweiten Diskussionspunkt.
Wo beginnt die Ostsee?
Die dänischen Herrscher der Vergangenheit hatten aus steuerlichen Gründen gern die Beltsee als Einfahrt in die Ostsee bezeichnet. Erst im Jahr 1992 wurde das Kattegat als Eingangspunkt definiert.

Man ahnt es schon - im Handel liegt der Segen, auch bei den Ostsee Anrainern.

ein Symbol für die bekannte Hanse (Bild: Lumania/ pixabay.com)

Namensgebung - der baltische Gürtel?

Die Römer nannten das Gebiet "Das baltische Meer".
Kenner der Geografie tippen sofort auf die im Osten angrenzende Landmasse, die Baltikum genannt wird, also auf Estland, Lettland und Litauen.
Sprachforscher widersprechen (*). Sie sehen die Wortwurzel im Begriff "belt" gelegen. Und das englische Wort belt bedeutet im deutschen und im skandinavischen Sprachgebrauch "der Gürtel". Damit soll dieses langgestreckte Bild der Ostsee gemeint gewesen sein.
Man könnte sagen: wieder etwas dazugelernt, falls die Herleitung richtig ist.

Die Ostsee

Jung ist das Meer

Nach Angaben der Geologen soll die Ostsee erst vor etwa 12.000 Jahren entstanden sein.
Der Leser reibt sich die Augen und schaut zweimal im Wikipedia Artikel nach (*). Es steht tatsächlich so dort.
Nach der letzten > Eiszeit sind die Gletscher abgeschmolzen. Das gesamte Gebiet hat sich abwechselnd gesenkt und gehoben. Schließlich hat das ablaufende Schmelzwasser in mehreren Etappen die heutige Ostsee gebildet.

Man staunt. Urururur-Opa und -Oma konnten noch nicht auf Usedom am Strand liegen und sich dort sonnen. Aber Eissegeln war wohl möglich.

Gastfreundschaft

Heute ist es dort im Sommer wunderbar warm. Touristen sind gern gesehene Gäste an der Ostsee – und das mindestens seit Kaisers Zeiten. Seebäder und andere Ferienorte sind reichlich vertreten in dieser schönen Region. Wer kennt nicht die verlockenden Namen wie:

Kühlungsborn – das größte Seebad in diese Region mit seiner einladenden Strandstraße und den wunderbaren Pensionen.

Heiligendamm – wurde etwa um das Jahr 1800 gegründet und ist damit das erste Seebad an der Ostsee.

Heringsdorf – das ehemalige Kaiserbad. Die Berliner nannten es einst "die Badewanne von Berlin".

Bansin- wird klein und fein genannt. Eine prachtvolle Architektur erfreut das Auge des Freundes von erhabenen Baustilen. Hübsche Villen säumen den Weg.

Ahlbeck – ein österreichische Kaiser soll das ehemalige Fischerdorf entdeckt haben. Der Aufschwung ließ dann nicht auf sich warten.

Zinnowitz, Karlshagen und Binz – die Aufzählung kann beinahe nicht enden. Und die Ostsee hat auch auf der Seite von Schleswig-Holstein nette Badeorte wie Glücksburg oder Timmendorfer Strand. Am besten man fährt selbst hin…

Strandkörbe an der Ostsee - nix wie hin (Bild: Brigittewitt2/ pixabay.com)

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