Der Bryce Canyon liegt im Südwesten Utahs in den Vereinigten Staaten und unterscheidet sich von anderen Canyons durch seine einzigartigen geologischen Strukturen - die Hoodoos - welche durch Wind, Wasser und Eis aus den Sedimenten geformt werden. Die roten, orangefarbenen und weißen Sedimente mit ihren bizarr geformten Sandsteintürmen bieten dem Besucher einmalige Aussichten. Der Bryce Canyon ist trotz seines Namens kein Canyon im eigentlichen Sinne, sondern viel mehr ein natürliches Amphitheater und entstand durch Erosion an der östlichen Seite des Paunsaugunt-Plateaus. Von diesem Plateau aus, das auf einer Höhe von über 2500 Meter liegt, kann man den Canyon wunderbar überblicken.

Ponderosa Aussichtspunkt auf einer Höhe von 2713 Meter

Das Paunsaugunt-Plateau bietet seinen Besuchern etliche Aussichtspunkte, die bequem mit dem Auto angefahren werden können. Dabei führt der 29 km lange Scenic Drive zu insgesamt 13 verschiedenen Aussichtspunkten mit sprechenden Namen wie Sunrise Point, Sunset Point, Inspiration Point oder Bryce Point. Weiter im Süden des Parks befinden sich dann noch die Aussichtspunkte Natural Bridge sowie Rainbow Point und Yovimpa Point.

Das Plateau ...

Wer gut zu Fuß ist, sollte auf jeden Fall in den Canyon hinabsteigen. Der Park bietet zahlreiche Wanderwege von unterschiedlicher Länge und verschiedenen Schwierigkeit. Hier eine kleine Auswahl:

  • Rim Trail zwischen Sunset und Sunrise Points (leicht, weniger als 2 km)
  • Mossy Cave (leicht, weniger als 2 km)
  • Upper Inspiration Point (mittel, weniger als 2 km)
  • Swamp Canyon Loop (mittel 7 km)
  • Navajo Loop (mittel, 3 km)
  • Riggs Spring Loop (schwer, 14 km)
  • Queen's Garden Trail (leicht, 3 km)
  • Peek-a-boo Loop (schwer 9 km)

Bei allen Wanderungen ist darauf zu achten, dass man sich nun bereits im Hochgebirge mit entsprechend dünner Luft befindet und im Sommer sehr hohe Temperaturen erreicht werden können. Passende Kleidung und genügend Flüssigkeit sind bei den Wanderungen unabdingbar. Weitere Informationen sind am gut ausgebauten Visitor Center in der Nähe des Eingangs zu finden. Bei mehrtägigen Wanderungen ist es ratsam, einen Ranger zu befragen. Aufgrund der klaren Luft sind an schönen Tagen Fernsichten bis zu 320 km nach Arizona und sogar Neu Mexiko möglich.

Der Abstieg ...

Wir sind damals den Najavo Loop und einen Teil des Queen's Garden Trail abgelaufen. Auf beiden Trails durchwandert man einige der schönsten Teile des Parks. Nicht zu unterschätzen ist das ständige Auf und Ab, wodurch ganz schön viele Höhenmeter gemacht werden. Und wer dann noch viele Photos schießt, benötigt für die beiden Wanderungen mehrere Stunden. Aber es lohnt sich und wird als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben.

Die Wanderwege im Park ...

Ein ähnlich fasznierendes Spektakel aus Farben und Formen bietet übrigens der Antelope Canyon. Auch diesem sollte unbedingt ein Besuch abgestatett werden, wenn man schon einmal in dieser fantastischen Gegend ist.

Hans, am 16.11.2009
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Bildquelle:
Reisefieber (Dezember in Goa, Indien)

Autor seit 7 Jahren
59 Seiten
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