Habt Ihr diese Funktion in Eurem Browser auch schon ausprobiert?
In welchen Bereichen könntet Ihr Euch vorstellen, dass Usability Testing sinnvoll wäre?

Usability - was ist das überhaupt?

Ich fröhne ab und zu diesesm Vergnügen, denn ich kann dann in der gewonnen Zeit andere Dinge tun - etwa die Hausarbeit erledigen. So ist das lobenswert, dass Microsoft sich um die Verbesserung der Rezeption bemüht, aber es hat auch seine Tücken, denn die Handhabung ist noch relativ schwierig. Ich will damit sagen, als Sehende finde die Art, wie diese Browser ihre Vorlese-Arbeit tun verbesserungswürdig. Viele Namen oder auch oft einfache Worte werden verändert, manchmal wird der Schluss weggelassen, oftmals werden ganze Absätze einfach übersehen. Wie soll ein blinder Mensch wissen, was ihm nun vorenthalten wurde?

Im Gegensatz dazu werden die mitabgespeicherten Daten in der Kopf- und Fußzeile geradezu zelebriert - jede Seite beinhaltet zweimal die Herkunftswebsite, die mit unglaublich häufigen "Minus-Sagern" vorgelesen wird. Ein enormer Zeitverlust, denn ich weiß ja, woher ich diese Seite habe. Auch kommt es zu Irritationen, weil manche neuere Browser immer am Beginn des Dokuments beginnen wollen. Dies ist aber bei längeren Dokumenten überaus unpraktisch. 
Und ganz wesentlich erscheint mir die Tatsache, dass mir mein Browser selbst einfache fremdsprachliche Applikationen in einer unfassbaren Weise "um die Ohren haut", dass es mir fast unmöglich erscheint, dem Inhalt zu folgen. Kurzum, das Bemühen der App-Hersteller ist da, doch es sind noch einige Schritte nötig, um tatsächlich ein nützliches Tool zu schaffen, das sich seiner Kinderkrankheiten entledigt hat.


Auf der anderen Seite ist es natürlich eine Frage des Wissens um diese Zusammenhänge bei Erstellung des Dokumentes. Es könnte auf einfache Weise die maschinelle Lesbarkeit verbessert werden, wenn die Ersteller der Masterthesen und Bac-Arbeiten einfacher gestalterischer Punkte besinnen würden. Aber dies ist natürlich nicht so ohne weiteres möglich, denn jede Universität hat einen eigenen Styleguide, was wissenschaftliche Arbeiten anlangt. Grundsätzlich gilt bei der Gestaltung lesbarer Dokumente aber: Einfach ist besser.


In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass sich die Universitäten mit den Softwareproduzenten einigen um der Nutzerin/dem Nutzer eine Möglichkeit zu gewähren, möglichst das Maximum des Textes inhaltlich zu erschließen. Derzeit ist nämlich nicht sicher, dass, wenn etwa für den Schulunterricht ein Text lesen soll, nach Durcharbeiten desselben auch sagen kann, man (den ganzen) Text kennt.

Usable? Wikipedia übersetzt den Begriff mit Gebrauchstauglichkeit, Benutzerfreundlichkeit und sieht darin einen Verwandten der Hautfreundlichkeit - also freundlich zum Benutzer oder der Nutzerin. Der angloamerikanische Sprachraum prägte den Begriff "user friendly". Allerdings kam es zu Irrtümern, weshalb sich nun der Begriff Gebrauchstauglichkeit (Usability) durchgesetzt hat. Diese ist auch in den entsprechenden Normen (DIN EN ISO 9241) berücksichtigt, die Usability als Synthese aus effizienteffektiv und zufriedenstellend versteht. Im Bereich der Usability wird auch getestet - etwa im Feld der Ergonomie, auch der Software-Ergonomie. Ein Grundsatz besagt, dass die Werkzeuge an die Fähigkeiten der Nutzerin/des Nutzers angepasst werden sollte. So ist es umso verwunderlicher, dass diese Browser-Funktion so ohne Beanstandung den Microsoft-Usability-Check passieren konnte, wird diese doch nachweislich schon seit gut zwanzig Jahren in den verschiedensten Bereichen durchgeführt!

 

Wikipedia: Usability-Test

Usability

 

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