Retro Look in der Fotografie

Nostalgische Fotografie ist Facebook 1 Million Dollar wert

Die digitale Welt scheint immer verrückter zu werden. Seit es Smartphones gibt, wird der Markt mit sehr nützlichen ebenso wie mit massenweise unsinnigen Apps überschwemmt. Dass hierbei dank digitaler Fotografie eine riesige Menge an Bildbearbeitungs, bzw. Bildverfremdungs Apps darunter sind, versteht sich fast von selbst. Instagramm etwa bietet Apps an, die dem Handyfoto einen Vintage-Look oder Retro-Look verpassen.

Eigentlich in Zeiten von Photoshop nichts allzu Spektakuläres. Doch dieser Retro Trend ist Facebook immerhin 1 Milliarde Euro wert, nicht zuletzt wohl aufgrund der Funktion, dass das Foto im Vintage-Look sofort nach dem Fotografieren direkt ohne Umwege auf Facebook gezeigt werden kann.

Dieser Retro Trend in der Fotografie zeigt sich auch in der so genannten Lomo Fotografie, die einen Touch 60er und 70er Jahre den Bildern verleiht. Der Reiz dabei ist, die Bilder eben nicht in bester Digitalqualität zu liefern, sondern Farbstiche, unscharfe Ränder, »ungewollte« Blendreflexe oder verblasste Farben zu produzieren. Doch Retro Apps bilden keinesfalls eine kleine Nische für die Fotografie mit Smartphones.

Selbst Digitalkameras besitzen immer öfter spezielle Retrofilter standardmäßig zusammen mit einer Reihe weiterer, so genannter Kreativfilter. Ob digitale Kameras von Sony, Kodak oder die Powershot-Serie von Canon, alle bieten letztendlich mehr oder weniger dieselbe Möglichkeit an Effekten.

Sofortbildkamera – Retro Trend in Farbe

Die Verbindung von digitaler Fotografie und herkömmlicher Technik

Wie neidisch hat mancher in den 70er und 80er Jahren geschaut, wenn auf einer Party jemand einen etwas unhandlichen Kasten, auf dem Polaroid stand, herausgeholt hatte und von den Gästen ein lustiges Porträt fotografiert hat.

Das Besondere war jedoch nicht das Design des Gerätes, sondern die Tatsache, dass unmittelbar nach dem Auslösen, an der Unterseite ein 3 x 4 Zoll großes Papier herauskam, auf dem sich dann ganz allmählich, durch heftigem Wedeln und unter gespannten Blicken das Bild immer deutlicher abzeichnete, bis es dann endlich da war. Dass man das Motiv unmittelbar nach dem Fotografieren sehen kann, ist im Zeitalter der digitalen Fotografie völlig normal, damals war es jedoch immer wieder eine kleine Sensation.

Eigentlich sollte man denken, dass heute keiner mehr sich für solche Kameras interessiert, außer vielleicht Technik-Museen. Doch weit gefehlt. Selbst dieser Markt wächst weiter.

So bietet Polaroid weiterentwickelte Sofortbildkameras an, die zwar digitale Technik besitzen, sprich mit Sensor ausgestattet sind, aber zusätzlich einen Thermodrucker integriert haben. Mit diesem können dann die Bilder direkt ausgedruckt werden und das, damit es auch wirklich stilecht ist, mit dem weißen Rahmen, der für die alte Polaroid-Fotografie so typisch war (wer diesen nicht möchte, kann das Bild aber auch vollflächig ausdrucken).

Ein weiterer Anbieter für Sofortbildkameras ist Fujifilm. Mit der Fujifilm Instax Mini 8 Sofortbildkamera ist nun die aktuellste Version des Modells von Fujifilm auf dem Markt. Hier bekommt man nach dem Fotografieren einen Ausdruck etwa in der Größe einer Kreditkarte. Entgegen der alten Polaroid der 70er Jahre ist die Fujifilm deutlich handlicher und leichter und bietet natürlich auch Möglichkeiten der digitalen Fotografie, wie etwa einen High-Key-Modus für beispielsweise effektvolle Porträts.

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