In der Anfangsphase kann die Vergesslichkeit noch gut überspielt werden. Aber im weiteren Verlauf wird auch das Langzeitgedächtnis betroffenen und es wird für den Erkrankten immer schwieriger sein Alltagsleben aufrecht zu erhalten. Sie finden oft die richtigen Worte nicht mehr, haben Schwierigkeiten beim rechnen oder verlaufen sich in einer ihnen eigentlich gut bekannten Umgebung. Sie finden zum Beispiel den Weg vom Bäcker nach Hause nicht mehr. 

 

Im weiteren Verlauf erkennt der Erkrankte schließlich nahe Angehörige oder Freunde nicht mehr wieder. Auf der körperlichen Ebene kommt es zu Blasenschwäche, Schwierigkeiten beim Essen und großer Müdigkeit, der Betroffene wird in einem immer größeren Maße pflegebedürftig.

Checkliste mit Anzeichen für eine Demenz

Die im folgenden aufgeführten Symptome sind nur dann Anzeichen für eine Demenz wenn sie über einen längeren Zeitraum von etwa einem halben Jahr auftreten. Symptome, die nur ab und an für eine kurze Zeitspanne auftreten, haben möglicherweise andere Ursachen.

 

    • Hobbys werden nicht mehr ausgeübt
    • Körperhygiene wird vernachlässigt
    • Kleidung wird nicht richtig herum angezogen
    • Wohnung wird nicht mehr aufgeräumt oder geputzt
    • es wird nicht mehr richtig gegessen
    • gestörter Tag-Nacht-Rhythmus
    • Schwierigkeiten in der Bewältigung des Alltags
    • Probleme die anstehenden beruflichen Aufgaben zu bewältigen
    • Das Kurzzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr richtig. Gerade Besprochenes wird etwa sofort wieder vergessen. Das merkt man daran, dass die gleiche Frage mehrmals gestellt wird, immer wieder das gleiche Thema angesprochen wird, der Schlüssel oder die Brille verlegt wird.
    • Vergessen von Terminen und Verabredungen
    • geraten in gefährliche Situationen, weil Risiken nicht mehr richtig eingeschätzt werde können
    • können ihre finanziellen Angelegenheit nicht mehr regeln
    • sind nicht mehr in der Lage Handlungsabläufe zu planen, die mehrere Schritte umfassen
    • Erkennen Gesichter oder Alltagsgegenstände nicht mehr oder finden sie nicht mehr aufgrund von Schwierigkeiten bei der räumlichen Einordnung (Die Brille liegt gut sichtbar auf dem Tisch, aber sie finden sie nicht).
    • Einfache Geräte können nicht mehr bedient werden (Wecker, Fernseher etc.)
    • Persönlichkeitsveränderungen: Stimmungsschwankungen, Ruhelosigkeit, Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug

Krankheitsverlauf

Im weiteren Verlauf der Demenz kommt es neben dem Verlust des Gedächtnisses und der Denkfähigkeit zu erheblichen Beeinträchtigungen im alltäglichen Leben und zu einem Zerfall der Persönlichkeit. Die Alters-Demenz ist die häufigste Ursache für Pflegebedürftigkeit im Alter.

Die Demenz führt nicht zum Tode. Sie begünstigt aber Erkrankungen, die dann zum Tode führen, wie etwa eine Lungenentzündung bei Bettlägerigkeit.

Je früher die Demenz-Erkrankung erkannt wird, desto positiver sind die Auswirkungen der Therapie. Der Verlauf kann verlangsamt und die Lebensqualität für Betroffene und Angehörige verbessert werden.

Autor seit 4 Jahren
97 Seiten
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