Hellere Tage, bessere Stimmung

Im Frühjahr wird deutlich erkennbar, dass die Tage nun wieder länger sind und das Licht heller und mehr Wärme spender. Keine Frage, automatisch fühlt man sich reger, munterer, unternehmenslustiger – ganz einfach fitter. Man hat plötzlich Lust etwas zu unternehmen und könnte Bäume ausreißen. Und das schönste: man wird offener, ein Flirt, eine neue Bekanntschaft oder neu aufflackernde Liebe gehören zum Frühling wie der Christbaum zu Weihnachten.

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Die nächstliegende Ursache wenn es um Gefühle geht, sucht man bei den Hormonen. In der Tat, sind Hormone zu einem großen Teil verantwortlich für unsere Frühlingsgefühle. Weshalb wir uns im Frühling munterer fühlen, liegt beispielsweise daran, dass weniger Melatonin vom Körper produziert wird wenn es hell ist. Das Hormon Melatonin wiederum hat Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus was im Winter häufig zu einem Gefühl von Müdigkeit und Mattheit führt. Aber auch Serotonin, das allgemein als Glückshormon bezeichnet wird, wird durch Licht vermehrt produziert. Ähnlich ist es mit Dopamin und Noradrenalin die die Tatkraft und die Leistungsfähigkeit insgesamt steigern.

Auch wer den Frühling riecht bekommt Frühlingsgefühle

Nicht nur das Licht ist ursächlich für unsere Frühlingsgefühle, auch Gerüche tragen zu nicht unerheblichem Maße dazu bei. Die meisten denken dabei an die ersten Blüten im Garten und an Büschen, die den Frühlingsduft liefern, doch damit liegen sie nur sehr bedingt richtig. Tatsächlich sind es ganz andere Gerüche, die für Frühlingsgefühle verantwortlich sind und das ohne dass wir diese unmittelbar mit dem Frühling in Verbindung brächten, nämlich der Geruch von feuchtem Moos, Erde, Laub, Gras und anderem, das in der Sonne zu trocknen und zu modern beginnt. Im Gehirn, werden diese Gerüche in Verbindung gebracht mit den Erinnerung an vergangene Frühlinge und zwar gewissermaßen als Vorfreude auf das was kommt. Die Erfahrung hat gelehrt, dass, wenn es so riecht, bald die ersten Blüten hervorkommen werden und weil die Duftmoleküle ins Limbische System gelangen, also dorthin, wo auch Erinnerungen abgespeichert werden, ist die Assoziation schnell hergestellt.

Was bewirken Frühlingsgefühle?

Mit dem Begriff Frühlingsgefühle verbindet jeder gerne Verliebtheit, begehrende Blicke auf der Straße und ähnliches mehr. Wer sich jedoch selbst etwas genauer beobachtet wird feststellen, dass das nur einen unbedeutenden Teil der Frühlingsgefühle ausmacht, den Sexualhormone spielen praktisch keine Rolle. Im Gegenteil, bei Männern beispielsweise ist das höchste Testosteron-Niveau im Frühsommer.

Der weitaus größere Teil lässt sich vielleicht als »Drang zur Erneuerung« beschreiben. Draußen im Garten, in der Natur herrscht große Aufbruchsstimmung, Leben erweckt neu, Pflanzen treiben aus und irgendwie scheint alles rundum erneuert zu werden. Genau das spiegelt sich auch im Menschen wieder. Natürlich hat er nicht die Möglichkeit irgendwo irgendetwas neu auszutreiben … doch um ihn herum gibt es genügend Dinge die sich erneuern lassen. Das Stichwort der (Jahres)Zeit ist der Frühjahrsputz. Der alten Schmutz muss raus, frische Frühjahrsluft muss rein und die Dekoration muss verändert werden. Frühjahrsgefühl und Frühjahrsputz bilden gewissermaßen eine klassische Einheit und die Arbeit geht bei Sonnenschein gleich viel leichter von der Hand.

Warum wird im Frühling mehr geflirtet?

Nasse Erde als Auslöser von Frühlingsgefühlen und keine überdurchschnittliche Produktion von Sexualhormonen scheinen dem zu widersprechen, was im Frühjahr in Fußgängerzonen und Straßencafés doch so offenkundig sichtbar ist. Naja, für einen Flirt braucht es ja nicht unbedingt ein hormonell bedingtes »Frühlings«-Gefühl. Es wird wärmer, die Blicke freundlicher und entspannter, die Köpfe nicht mehr in dicken Strickmützen und Schals eingepackt und auch die übrige Kleidung wird luftiger und freizügiger. Ein Bizeps hier ein tief ausgeschnittenes Dekolletee dort reichen vollkommen aus, um die Flirtbereitschaft und das Interesse am anderen Geschlecht zu steigern. In diesem Sinne ein schönes Frühjahr und Augen auf!

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