Grillfeste im tiefsten Winter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es ist ja auch im wahrsten Sinne des Wortes eine coole Sache, mit einer Tasse Glühwein ausgestattet die Spareribs und Bratwürstchen im zugeschneiten Garten zu grillen. Aber einen feinen Gänse- oder auch Entenbraten bei sommerlichen Temperaturen auf den Esstisch (vorzugsweise den Gartentisch) zu stellen, erscheint vielen Menschen als Kuriosität.

 

Doch warum ist das so?

Das Hauptargument ist sicherlich, dass ein so schweres Gericht kaum zu der Leichtigkeit des Sommers passt. Viel zu fett und eben typisch weihnachtlich.

Nach drei Spareribs, ein paar Thüringer Bratwürsten und eventuell noch einem mageren Grillsteak fühlen sich die wenigsten Menschen noch dazu imstande, große Sprünge zu machen. Verspeist man zu diesen Köstlichkeiten noch den obligatorischen Kartoffelsalat, die feinen Grillsoßen, eine Folienkartoffel und schlürft ein paar Gläschen Bier, ist es um die sommerliche Leichtigkeit des Seins vollends geschehen.

Wie wäre es denn hiermit?

Gänsebraten in einer leichten Bratensoße serviert mit einem knackig frischen Blattsalat und als Sättigungsbeilage etwas Weißbrot oder ein paar Bratkartoffeln. Reicht man dazu nun einen leichten Rotwein, ist das sommerliche Festmahl perfekt abgerundet.

Die klassischen Beilagen wie Rotkraut, Maronenpüree und Knödel können gerne auf die kalte Jahreszeit warten. Letztendlich sind es doch zum großen Teil diese Beilagen, die uns so schwer im Magen liegen.

Die Zubereitung eines Gänse- oder Entenbratens

Die Zubereitung geht eigentlich recht schnell, die Garzeit ist dafür um einiges länger.

In der Regel reichen eine Gans oder zwei Enten für vier gute Esser.

  • Die Innereien (meist schon abgepackt im Inneren der Gans/Ente) und eventuelles Fett entnehmen. Damit kann später die Soße angesetzt werden.
  • Das Geflügel von den restlichen Federn befreien. Dies kann mithilfe eines kleinen Messers oder gar einer Pinzette gemacht werden. Das Abflämmen über einer offenen Flamme ist noch gründlicher und effektiver.
  • Die Gans oder Ente unter fliesendem Wasser gut abspülen und dann mit einem Küchentuch gut abtrocknen.
  • Äpfel und Zwiebeln in kleinere Stücke schneiden, mit Beifuß vermischen (das Kraut "Beifuß" macht das Fett leichter verdaubar, kommt aber trotzdem nicht angerannt, wenn man es ruft).
  • Den Vogel von innen mit Salz und Pfeffer würzen und mit den Äpfeln und Zwiebeln füllen.
  • Die Öffnung dann entweder mit Zahnstochern oder Nadel und Faden verschließen.
  • Die Beine mit etwas Schnur zusammenbinden, damit diese während der Garzeit nicht zu trocken werden.
  • Öl, Salz und Pfeffer vermengen und die Gans/Ente damit einstrichen.
  • Falls Zwiebeln und Äpfel übrig sind, können diese zusammen mit einer zerkleinerten Karotte, etwas Sellerie und einer Knoblauchzehe in den Bräter gegeben werden.
  •  Ab in die auf ca. 180 - 200 Grad vorgeheizte Röhre schieben.
  •  Während der Garzeit (2-3 Stunden!) des Öfteren mit dem Bratensaft übergießen.
  • Kurz bevor das Fleisch gar ist, den Gänsebraten mit etwas Salzwasser bestreichen, damit die Haut schön knusprig wird.

Die Einladung zum Gänsebratenfest im Garten ist eine tolle und willkommene Abwechslung zu all den Grillpartys im Sommer. Einen guten Hunger und viel Spaß!

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