Begriffsbestimmung

Der Ausdruck "Gargoyle" stammt gleichermaßen aus der englischen und aus der französischen Sprache und bedeutet Wasserspeier. Möglicherweise hat dieses Wort seinerseits den Ursprung im lateinischen Ausdruck gurgulio für Schlund oder Röhre.

Und dies ist auch eine passende Beschreibung für den Verwendungszweck.
In alten Zeiten ließen unsere Vorfahren das Regenwasser an den Wänden vom Dach herabtropfen. Dadurch entstand Feuchtigkeit im Mauerwerk und im Fundament. Über verschiedene Zwischenschritte hatten die Architekten der Antike ein röhrenförmiges Ableitungssystem entwickelt. Dieses wurde mehr und mehr verziert und führte zu den bekannten figürlichen Darstellungen.

Dämonen-Abwehr und Aberglauben

Kirchengebäude wurden zur Abwehr von Dämonen zuerst mit fratzenhaften Köpfen und ähnlichen Darstellungen versehen. Drachen, Zwitterwesen und sogenannte Neidköpfe sollten unfreundliche Gefühle von Geistern und Dämonen, wie zum Beispiel Neid gegenüber den Hausbesitzern, vom Haus und Hof fernhalten.

(Bild: ghwtog/ pixabay.com)

Der Hintergrund für dieses Handeln erklärt sich aus dem wissenschaftlichen Begriff der atropäischen Wirkung. Dieser wenig gebräuchliche Ausdruck wurde im 19. Jahrhundert von europäischen Religionswissenschaftlern geprägt. Er lässt sich in etwa mit abergläubischer Handlung übersetzen. Drei Kreuzzeichen vor dem Fußballspiel, das Sylvester-Feuerwerk oder Totenköpfe an den Grenzen des Territoriums von Eingeborenen sind bekannte Beispiele für diese Variante menschlicher Verhaltensweise.

Gargoylen waren also ein Ausdruck abendländischer Architektur für diese Art von ritueller Handlung.

Im Film ...

… spielen wir alle unsere Fantasien aus.
Der Hollywood-Streifen "Gargoyle – auf den Schwingen der Angst" hat das Thema perfekt angenommen. Über Handlung und tieferen Sinn kann das Publikum intensiv diskutieren - der Film bildet das Genre zu einhundert Prozent ab. Es hat dazu mehrere Fortsetzungen gegeben. In den Medien wird von einer Neuauflage für das Jahr 2017 berichtet.
Die Gamer-Industrie nimmt den Fantasy-Trend ohnehin seit Jahren äußert erfolgreich auf. Diverse PC-Games zum Thema wurden mit guter Resonanz auf den Markt gebracht.

Gartendekoration

Gargoylen können also in unserem Kulturkreis eine bewegte Vergangenheit aufweisen.
Heute benutzen wir gern verschiedene Tierfiguren anstelle von Dämonenköpfen als Vorlage. Frösche, Fische und Enten oder sonstige nette Tiere sind als Motive beliebt. 

Am Teich lassen sich diese Wasserspeier natürlich ideal platzieren. Auch auf der Terrasse oder auf Mauerwerk machen sie sich gut.
Der Gartenfreund findet Exemplare aus Stein oder aus Gusseisen. Die Hersteller bieten eine breite Palette von Funktionen an: den einfachen Wasserstrahlspeier und Figuren, die Fontänen erzeugen. Es können auch ganze Wasserspiele erschaffen werden.
Dieser Junge mit Flöte kann sehr nett am Teichrand aussehen.
Manchmal muss es auch ein Drache sein. Dann bricht wieder der alte Nibelunge in uns durch.

Textquellen: wikipedia.de, Bilderquellen: pixabay.com

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