Test von Stiftung Warentest 2014: Gasgrills und Holzkohlegrills

Im Mai 2014 hat Stiftung Warentest einen umfangreichen Grilltest veröffentlicht. Getestet wurden sechs Gas- und sechs Holzkohlegrills. In diesem Artikel geht es ausschließlich um die mit Gas betriebenen Modelle.

 

Im Test wurde die Aufheizzeit bis zum Erreichen der optimalen Temperatur mit geschlossener Haube gemessen. Auch die Temperaturen auf der Grillfläche wurden gemessen und zwar jeweils der höchste und auch der niedrigste Wert. Beim Thema Grillen mit Gas spielte auch der Verbrauch eine Rolle, immerhin sollte mit einer 5 kg Gasflasche mindestens 3 Stunden lang gegrillt werden können.
Auf den Rost kamen unter anderem Bratwürste und Schweinenackensteaks. Auch die Gebrauchsanleitung wurde von den Testern begutachtet.
Doch vor der ersten Nutzung mussten die Grills erst einmal montiert werden, wobei auch die Verarbeitung, der Aufwand und der Schwierigkeitsgrad in das Testergebnis mit einflossen.
Nicht zuletzt ist es bei einem guten Gasgrill auch wichtig, dass er nach dem gemütlichen Grillabend einfach zu reinigen ist. Deswegen wurde das Thema Reinigung ebenfalls berücksichtigt.
10 % der Gesamtnote fällt auf die Gerätesicherheit. Hier gibt es schon einmal positive Ergebnisse zu verkünden, denn alle Gasgrills aus dem Test erfüllten die DIN Normen für die Standfestigkeit. Auch die Verbrennungsgefahr war bei allen Geräten im tolerierbaren Bereich, die Bedienelemente wurden nicht übermäßig heiß.
Zu guter Letzt wurden die Geräte noch mit Salzwasser besprüht, um die Korrosionsbeständigkeit zu prüfen. Denn schließlich soll das Grillgerät im Garten auch Regengüsse überstehen können.

 

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Kritik an Stiftung Warentest

Auf den Gasgrill Test aus dem Jahr 2014 gab es nicht nur positive Reaktionen. Eingefleischte Grillfans kritisieren zu Recht die Vorgehensweise der Tester. Denn hier wurden munter verschiedene Grillmodelle und Philosophien miteinander verglichen, so dass der Test nur bedingt aussagekräftig ist. Denn das Grillen mit einem Kugelgrill unterscheidet sich nun einmal vollständig von der Zubereitung mit einem offenen Modell. Auch die Möglichkeit des Räucherns (Barbecue), die der Kugelgrill bieten kann, wurde im Test nicht berücksichtigt. Kritik von Lesern der Zeitschrift gab es aber vor allem für die Kür des Testsiegers von Weber. Dieser sei nicht so hochwertig verarbeitet, wie es der Preis erwarten lasse. Schon in der Vergangenheit haben Webergrills immer wieder sehr gute Bewertungen erhalten, gleichwertige, günstigere Produkte wurden dabei ignoriert. Schließlich ist der Testsieger, der Spririt E-320 von Weber, mit einem Kaufpreis von über 1000 Euro deutlich teurer als andere Gasgrills, die ähnlich gut funktionieren und sich auch in der Materialqualität und Verarbeitung kaum vom Webergrill unterscheiden.

Testsieger Stiftung Warentest 2014: Weber Spirit E-320 Classic
Weber¸ Spirit¸ E-320 Classic, Grill

Testsieger Gasgrill von Weber

Der im Test gut bewertete Weber Grill wird also zunehmend von Verbrauchern kritisiert. Das Lifestyle Produkt ist preislich ganz einfach überteuert. Es gibt inzwischen andere Hersteller, die ebenfalls sehr gute Kugelgrills herstellen, die mit Gas betrieben werden können. Bild empfiehlt beispielsweise den Campingaz 204096 Gasgrill Texas, ein günstiges Modell für ca. 160 Euro. Zusätzlich zum Test von Stiftung Warentest sollten also beim Kauf auch andere Bewertungen berücksichtigt werden. Die Kundenbewertungen bei Amazon sind aufschlussreich und können die eigene Kaufentscheidung erleichtern. Nicht zuletzt hilft natürlich auch das Begutachten mit dem eigenen Auge, denn eine solide Verarbeitung und durchdachte Bauweise lassen sich oft auf den ersten Blick schon erkennen.

 

 

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