Gedanken – was ist das?

Denn ich weiß ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht zum Unglück, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.

Jeremia 29,11 Elberfelder Übersetzung

Das hebräische Wort für Gedanken kann auch mit Vorhaben, Planen oder Denken übersetzt werden. Bildhaft gesprochen bringt dieses Wort unsere grauen Zellen in Schwung, sie laufen zur Höchstform auf. 

Laut 1. Mose 6,5 sind die Gedanken des Menschen böse und stehen somit im krassen Gegensatz zu Gottes Plänen und Gedanken. Vielleicht liegt gerade hier das Problem. Du und ich erleben tagtäglich, dass die Gedanken unserer Mitmenschen böse sind. Irgendwann fangen wir dann an diese Erfahrungen auf Gott zu übertragen, was allerdings eine Lüge des Teufels ist. Die Wahrheit lautet, dass Gott nicht nur für sein Volk Gedanken des Friedens hat, er hat diese Gedanken auch für dich und für dein Leben.

Doch Jeremias Botschaft ist noch nicht zu Ende. Gott hat nicht nur Gedanken des Friedens er möchte dir zusätzlich Zukunft und vor allen Dingen Hoffnung geben.

 

Hoffnung – was bedeutet das?

Lass uns in diesem Abschnitt vor allen Dingen das Wort Hoffnung betrachten. Das hebräische Wort, welches Jeremia hier verwendet umschreibt Hoffnung als eine positive Erwartung auf etwas Zukünftiges. Laut Hiob 14,19 kann Gott die Hoffnung des Menschen zunichtemachen. Auf der anderen Seite liest du in Psalm 9,19 dass die Hoffnung der Unterdrückten nicht vergeblich sein.

Das hebräische Wort für Hoffnung lautet tiqvah und kann je nach Kontext auch mit "auf etwas Warten" übersetzt werden. So liest du zum Beispiel in Sprüche 23,18, dass es trotz der aktuellen Umstände eine Zukunft gibt und dass deine Hoffnung – dein Warten – nicht vergeblich sein soll.

Was für eine Perspektive! Das Wort Gottes verheißt dir eine Zukunft und ermutigt dich in schwierigen Situationen zu warten. Vielleicht fragst du nun worauf zu warten? Die Antwort kann nur lauten: Auf Gott und sein Eingreifen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung dass es nicht leicht ist, auf das Eingreifen Gottes zu warten. Aber sei an diesem Punkt doch mal ehrlich: oft ist es besser auf das Eingreifen Gottes zu warten, als etwas Dummes zu tun und dadurch Segnungen Gottes zu verpassen oder gar zu verlieren!

Hoffnung, wie sie die Bibel versteht, hat folglich zwei Dimensionen. Erstens bedeutet es eine positive Erwartung haben und zweitens bedeutet es auf das Eingreifen Gottes zu warten.

Wenn du den Begriff Hoffnung so definierst, musst du zugeben, dass du immer Hoffnung haben kannst, egal in welcher Situation du dich gerade befindest. Streich darum das Wort Hoffnungslosigkeit am besten noch heute aus deinem Wortschatz, denn unabhängig von der äußeren Situation kannst du immer auf Gott warten und mit seinem Eingreifen rechnen.

Autor seit 3 Jahren
8 Seiten
Laden ...
Fehler!