So geht man gegen den Herbstblues vor

Das Hauptproblem, hierüber herrscht weitgehend Einigkeit, welches ab Ende Oktober/Anfang November zum Herbstblues führt, ist der Mangel an Sonnenlicht. Die Tage werden deutlich kürzer, die Sonne versteckt sich meist gut hinter den Wolken und wenn man zur Arbeit fährt ist es ebenso dunkel, wie wenn man von der Arbeit wieder nach Hause kommt. Das Zauberwort für unsere Glücksgefühle ist bekanntlich "Serotonin", ein Hormon, das bei mangelndem Licht weniger produziert wird. Blöd nur, dass zum "Ausgleich" mehr Melatonin produziert wird, was wiederum ein Müdemacher ist.

Was also tun gegen den Herbstblues

Wenn mangelndes Licht die Hauptursache ist, liegt eines auf der Hand, was man gegen den Herbstblues tun kann: dem Körper mehr Licht zuführen. Also am besten möglichst viel raus ins Freie, denn dort ist es auch bei starker Bewölkung noch immer heller als im Haus. Nun ist dies sicherlich leicht gesagt – wer tagsüber arbeiten muss zieht zwangsläufig den Kürzeren. Doch es muss gar nicht der ausgedehnte Spaziergang sein. Eine viertel oder halbe Stunde beispielsweise in der Mittagspause können schon sehr hilfreich sein. Das Wochenende kann man dann dazu nutzen, tatsächlich auch mal ein paar Stunden Frischluft zu genießen anstatt nur im Wohnzimmer abzuhängen.

Wovon man sich jedoch keinesfalls verführen lassen sollte, sind Werbesprüche von Fitnessstudios oder ähnlichem, die gerne die Kapazitäten ihrer Sonnenbänke ausgelastet sehen möchten. Das Licht muss über die Augen aufgenommen werden damit das Serotonin produziert wird, bei Sonnenbänken hingegen müssen die Augen bekanntlich vor dem UV-Licht geschützt werden – leider ein unüberbrückbarer Gegensatz.

Auch Bewegung regt die Produktion von Glückshormonen an. Doch wer ohnehin schon den Herbstblues hat, für den ist es doppelt schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden. Dann hilft nur eines: Der eigene Tritt in den Hintern oder besser der Tritt in den eigenen Hintern. Wer zu zweit ist und gewissermaßen den Doppelblues hat, kann sich ja gegenseitig in den Hintern treten, was sicher noch effektiver ist … Am besten macht man eine feste Uhrzeit aus, an der man am Tag oder Abend eine halbe Stunde spazieren geht. Wer im Frühjahr und Sommer gerne Joggen geht, kann sich vielleicht auch dazu überwinden zumindest eine kleine Einheit regelmäßig im Herbst einzuplanen. Außerdem schwinden so die Pölsterchen, die wir uns am Tag zuvor durch den Verzehr der angeblich ebenso Glücksgefühle hervorrufenden Schokolade drauf gepackt haben.

Beeinflussung über die Sinne

Dass der Herbstblues etwas mit der Psyche zu tun hat ist klar. Genauso klar ist aber auch, dass sich die Psychologie einsetzen lässt, um einen enormen Einfluss auf uns zu haben. Die Wahl der Farben spielt nicht nur in der Mode eine große Rolle, auch bei der Gestaltung von Büroräumen werden immer häufiger Farbspezialisten herangezogen, da Farbe Gefühle verstärken oder sogar auslösen können. Freundlich warme Farben wie Gelb oder Orange wirken sich positiv auf die Stimmung aus, Rot kann Wärme vermitteln. Das gleiche gilt auch für unseren Geruchssinn. Frische fruchtige Düfte beispielsweise durch Duftkerzen oder Duftlampen regen an, so etwa Zitronenduft, Orangenduft oder Rosenduft. Schwere Düfte hingegen sollte man lieber meiden.

Der Standard-Tipp für alle Lebenslagen

Ein Tipp darf natürlich auch nicht fehlen, schließlich liegt man mit ihm bei nahezu allen Themen und Problemen nie falsch … essen Sie Obst und Gemüse!

Man hat es schon von Oma gehört, man hat es schon von Mama gehört und – jede Wette – man wird es seinen eigenen Kindern auch wieder raten. Aber daran ist ja auch nichts Falsches. In der Tat sind Obst und Gemüse für viele positiven Dinge verantwortlich, schließlich liefern sie zahlreiche Vitamine und Stoffe, die für die Abwehrkräfte des Köpers wichtig sind. Und das betrifft nicht nur grippale Krankheiten. Und was schon angedeutet wurde – auch Schokolade macht glücklich, im Herbst und Winter natürlich besonders lecker als warme Schokolade.

Sozialkontakte pflegen

Ein probates Mittel gegen den Herbstblues ist darüber hinaus etwas eigentlich völlig Normales und Einfaches: Pflegen Sie gerade in der grauen Jahreszeit Sozialkontakte. Damit ist aber keinesfalls das stundenlange Sitzen vor dem Bildschirm und Verweilen in den so genannten Sozialen Netzwerken gedacht, sondern Kontakte im echten Leben. Treffen mit Freunden, gemeinsam Essen gehen, in eine Kneipe gehen, gemeinsam ins Kino gehen oder auch nur zusammen um den Block laufen und quatschen und lachen. So gehen Sie effektiv gegen den Herbstblues vor und können sich auf die Vorweihnachtszeit freuen.

In diesem Sinne "Herbstblues" ade!

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