Ein Auto ist kein Tresor

Die Polizei beobachtet, dass immer mehr Menschen immer leichtsinniger werden. Sie nutzen ihr Auto als Tresor für Wertgegenstände. Laut Polizei haben es Diebe auf die Handtasche, das Mobiltelefon, Bargeld und mobile Navigationsgeräte, die im Auto liegen gelassen werden, abgesehen. Begehrlichkeiten erwecken ebenso Sporttaschen, Kameras, Laptops und Münzgeld in der Mittelkonsole. Diese Sachen lassen sich schnell zu Bargeld machen, denn die Täter sind häufig Serientäter und Konsumenten von Drogen, die ihren Drogenkonsum tagtäglich finanzieren müssen. Wie sicher ist aber das Auto? Seitenscheiben können anders als die Frontscheibe binnen weniger Sekunden eingeschlagen werden. Dazu genügt ein einfacher Nothammer, wie er in Bussen zu finden ist.

Wie hier bei einem Demonstrationsobj ...

Wie hier bei einem Demonstrationsobjekt der Polizei, könnte auch Ihr Auto so aussehen, wenn Sie Wertsachen auf dem Beifahrersitz liegen lassen (Bild: us/privat)

Wirkungsvoller Schutz erfordert nur wenige Minuten

Schutz vor Diebstahl aus dem Auto wäre eigentlich simpel. Die Polizei empfiehlt: Lassen Sie keine Wertsachen sichtbar im Auto liegen. Die Diebe kennen die Verstecke unter dem Beifahrersitz oder im Kofferraum und suchen diese gezielt ab. Entfernen Sie mobile Navigationsgeräte und auch deren Halter von der Scheibe. Ausweise und Fahrzeugpapiere mit Hinweisen auf die Anschrift und Wohnungsschlüssel gehörten nicht ins Auto. Zum Fahrzeugaufbruch kann sonst schnell noch ein Wohnungseinbruch dazu kommen. Bei Übernachtungen auf Ferienreisen und Geschäftsreisen sollte das ganze Gepäck aus dem Kofferraum mit ins Quartier genommen werden.

 

Das gesamte Fahrzeug lässt sich gegen Diebstahl schützen. Serienmäßig ist in jedem Fahrzeug eine Lenkradsperre eingebaut. Diese kann durch eine deutlich sichtbare Lenkrad- oder Parkkralle ergänzt werden. Eine Gangschaltungssperre blockiert den Schalthebel. Der Dachgepäckträger sollte nicht nur abgeschlossen werden, sondern selbst gegen das Abmontieren geschützt sein. Last but least ist ein akustischer Diebstahlwarner eine Möglichkeit, um Diebe abzuschrecken.

 

Autodiebe sind heute gut organisiert und teilen sich häufig die Arbeit in Auftraggeber, Diebe, Hehler oder Fahrer. Zusätzlich gibt es noch die Ausspäher, die durch die Straßen streifen und nach entsprechenden Fahrzeugen Ausschau halten. Wo und wann die Autotaufbrecher zuschlagen, das lässt sich nicht voraussehen. In großen Städten wird vermehrt zugeschalgen. In Regensburg konnte zum Beispiel im Vergleich zu 2015 eine Steigerung der Vorkommnisse im Stadtgebiet um 25 Prozent beobachtet werden. Große Parkplätze mit viel Fluktuation, aber auch ganz normale Straßenzüge werden von den Kriminellen heimgesucht. Die Aufklärungsquote ist gering. Versicherungen ersetzen zwar den Schaden an Fahrzeug, nicht aber die gestohlenen Gegenstände. Die Polizei kann nicht überall sein, sorgen Sie deshalb selbst vor!

Einfache Tipps

  • Lassen Sie keine Wertsachen wie Laptops oder Kameras im Auto liegen. Solche Gegenstände werden vom Versicherungsschutz nicht erfasst.
  • Fahrzeugpapiere, Hausschlüssel und Ausweise sollten nicht im Auto liegen bleiben.
  • Gegen Blitzdiebstähle an einer roten Ampel hilft nur eine geschlossen Scheibe.

 

Aktuelle Informationen der Kriminalpolizei zur Vorsorge gegen Autoaufbruch finden Sie hier.

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